KI treibt nachhaltige Kosmetik voran L’Oréal und IBM entwickeln KI-Modell für umweltfreundliche Kosmetik

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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L’Oréal und IBM entwickeln ein KI-Modell, das die Formulierung nachhaltiger Kosmetikprodukte revolutionieren soll. Ziel der Zusammenarbeit sei es, Rohstoffe umweltfreundlicher zu nutzen und Prozesse effizienter zu gestalten.

IBM und L'Oréal entwickeln erstes KI-Modell zur Förderung der Entwicklung nachhaltiger Kosmetik(Bild:  IBM)
IBM und L'Oréal entwickeln erstes KI-Modell zur Förderung der Entwicklung nachhaltiger Kosmetik
(Bild: IBM)

IBM und L’Oréal haben eine Kooperation angekündigt, die den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Kosmetikindustrie auf ein neues Niveau heben soll. Ziel ist die Entwicklung eines KI-Modells, das die nachhaltige Formulierung von Kosmetikprodukten erleichtert. Die Partnerschaft kombiniert L’Oréals Expertise in der Kosmetikwissenschaft mit den technologischen Möglichkeiten von IBM.

Im Rahmen der Zusammenarbeit wird ein Basismodell für generative KI entwickelt, das auf umfangreichen Daten zu kosmetischen Formeln basiert. Dieses Modell soll dazu beitragen, neue Produkte effizienter zu entwickeln, bestehende Formeln anzupassen und die Herstellung für den Massenmarkt zu optimieren. Mit der Technologie plant L’Oréal, erneuerbare und biologisch gewonnene Rohstoffe gezielter einzusetzen. Dies sei Teil des Programms „L’Oréal for the Future“, das vorsieht, bis 2030 die meisten Formeln auf eine nachhaltige Basis zu stellen.

IBM bringt seine Expertise im Bereich KI und Datenanalyse ein, um L’Oréal zu unterstützen. Das Basismodell greift auf die Verarbeitung natürlicher Sprache zurück und überträgt diese Technologie auf chemische und materialwissenschaftliche Anwendungen. Die Initiative zielt darauf ab, Energie- und Materialabfälle zu reduzieren, während gleichzeitig die Entwicklung nachhaltiger Produktlinien vorangetrieben wird.

Neue Ära für die Kosmetikforschung?

Die Kooperation soll einen Wendepunkt für den Innovationsprozess in der Kosmetikbranche markieren. Laut Stéphane Ortiz, Head of Innovation Métiers & Product Development bei L’Oréal, wird die Partnerschaft die Geschwindigkeit und Qualität der Produktentwicklung steigern und dabei Inklusivität, Nachhaltigkeit und Personalisierung in den Vordergrund rücken.

IBM hebt hervor, dass die Anwendung von Basismodellen über die Sprachverarbeitung hinaus ein enormes Potenzial bietet. Alessandro Curioni, IBM Fellow und Direktor des IBM Research Lab in Zürich, sieht die Kooperation als Beispiel für die transformative Kraft von KI: „Wir bei IBM sind davon überzeugt, dass eine spezialisierte und angepasste KI helfen kann, Unternehmen zu transformieren. Mit der neuesten KI-Technologie von IBM wird L'Oréal in der Lage sein, aus seinen umfangreichen Formel- und Produktdaten aussagekräftige Erkenntnisse zu gewinnen, um ein maßgeschneidertes KI-Modell zu erstellen, das dabei hilft, die operativen Ziele zu erreichen und weiterhin hochwertige und nachhaltige Produkte zu entwickeln. Diese Zusammenarbeit ist eine wirklich wirkungsvolle Anwendung generativer KI, die die Kraft von Technologie und Fachwissen zum Wohle des Planeten nutzt.“

Potenzial für die gesamte Branche

L’Oréal plant, das KI-Modell weltweit in seinen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen einzusetzen. Rund 4.000 Wissenschaftler des Unternehmens sollen die neuen Tools nutzen, um effizienter und nachhaltiger zu arbeiten. Dies schließt die Anpassung bestehender Formeln, die Neuentwicklung von Produkten sowie die Optimierung für die Serienproduktion ein.

Die Zusammenarbeit zwischen IBM und L’Oréal zeigt, wie künstliche Intelligenz die Beauty-Industrie grundlegend verändern könnte. Mit innovativen Technologien und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit könnten die Partner den Weg für eine umweltbewusstere Zukunft in der Kosmetikbranche ebnen.

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