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BARC „BI Survey 2019“ Käufer von BI-Software sollten Prioritäten überdenken

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Das Business Application Research Center (BARC) hat die Marktstudie „BI Survey 2019“ veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass die beliebtesten Gründe für den Kauf einer Business-Intelligence-Lösungen nicht immer auch zu den erfolgreichsten Implementierungen führen.

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Die wichtigsten Vorteile nach dem Kauf einer BI-Lösung im Überblick.
Die wichtigsten Vorteile nach dem Kauf einer BI-Lösung im Überblick.
(Bild: BARC)

Den höchsten Geschäftsnutzen erzielten demnach Käufer von BI-Software, die den Fokus auf hohe Datenverarbeitungskapazität legt. In der Praxis setzten allerdings nur 20 Prozent der Anwender eine derartige Priorität. Umgekehrt gibt es auch Kriterien, die für den zukünftigen Erfolg nur eine ungeordnete Rolle spielen, von den Käufern aber als wichtig eingeschätzt werden. Ein Beispiel dafür ist das Preis-Leistungs-Verhältnis, das für 42 Prozent ein wesentliches Auswahlkriterium darstellt.

Als die drei wichtigsten Geschäftsvorteile durch Analytics und BI nennt die Studie vor allem weniger Zeitaufwand und genauere Ergebnisse im Reporting sowie bei Analysen und Planungen. Neben einer verbesserten Entscheidungsunterstützung steht zunehmend die Monetarisierung vorhandener Daten im Fokus.

Daten-Demokratisierung und Self-Service

Zudem kommt der demokratisierte Zugang zu den Daten voran, wenngleich es noch große Unterschiede gibt: Während Finanzen und Controlling (80 Prozent), Management (65 Prozent) und Sales (60 Prozent) häufig auf BI-Lösungen zurückgreifen können, ist das in den Bereichen Logistik (29 Prozent), Forschung und Entwicklung (16 Prozent) und der Rechtsabteilung (acht Prozent) eher selten der Fall.

Das BARC betont zudem, dass mittlerweile Self-Service-Tools den BI-Markt bestimmen. So gehören die Top 4 der am häufigsten bewerteten BI-Softwareprodukte zu dieser Kategorie. Auch die Implementierungszahlen der vergangenen beiden Jahre belegen diese Entwicklung. Die Nase vorn hat demnach Microsoft Power BI (+ 9 Prozent an Bewertungen), gefolgt von Tableau (+ 6 Prozent) und Qlik Sense (+ 4 Prozent).

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