Markt für Data Analytics ISG-Studien: Investitionsstau löst sich langsam auf

Von Martin Hensel

Zwei neue Studien der Information Services Group (ISG) zeigen unter anderem wachsendes Interesse an fortschrittlicher Datenanalytik. Sowohl Dienstleister als auch Lösungsanbieter erweitern ihre Portfolios, während Citizen-Development-Tools Analyseskills in die Breite der Anwenderschaft tragen.

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Heiko Henkes, Director & Principal Analyst der Information Services Group (ISG)
Heiko Henkes, Director & Principal Analyst der Information Services Group (ISG)
(Bild: ISG)

Der deutsche Analytics-Markt nimmt Fahrt auf: Immer mehr Anwenderunternehmen legen ihre Zurückhaltung der letzten Jahre ab und investieren in den Aufbau von Advanced Analytics. Im Fokus stehen dabei der Erkenntnisgewinn rund um das Kundenverhalten sowie die Abläufe in den Wertschöpfungsketten. Dementsprechend bauen Dienstleister und Anbieter ihre diesbezüglichen Angebote deutlich aus.

Zu diesen Ergebnissen kommen die beiden Anbietervergleiche „ISG Provider Lens Analytics Services for Germany“ und „ISG Provider Lens Analytics – Platforms and Solutions for Germany“. Die beiden Studien nahmen das Know-how und die Umsetzungsfähigkeiten von insgesamt 37 Anbietern auf dem deutschen Data-Analytics-Markt unter die Lupe. „In den vergangenen Jahren steckte der deutsche Analytics-Markt in einer Art Seitwärtsbewegung. Vor allem der Fachkräftemangel und die Verfügbarkeit analysierbarer Daten haben die Nachfrage lange Zeit stark ausgebremst“, umreißt ISG-Director und Principal Analyst Heiko Henkes die Ausgangslage. Im Zuge der Pandemieerfahrungen habe nun ein Umdenken eingesetzt.

Anwenderspektrum verbreitert

Laut ISG war der Einsatz von Advanced Analytics lange Zeit auf Banken, Versicherungen, Finanzdienstleister und Großkonzerne mit hochspezifischen Marktanforderungen konzentriert. Nun sei das Spektrum der Anwenderbranchen breiter geworden und schließe auch Bereiche wie Gesundheitswesen, Biowissenschaften, Einzelhandel sowie Konsumgüter- und Fertigungsindustrie mit ein. Auch die Einsatzgebiete werden vielfältiger und reichen nun von Predictive Analytics über die Optimierung produktnaher Dienstleistungen und vorausschauende Instandhaltung bis hin zu Absatzprognosen oder kundenspezifische Verkaufsempfehlungen.

Als interessanteste technologische Fortschritte sehen die beiden Studien unter anderem Infrastrukturverbesserungen, speziell eine zunehmende Konvergenz von DataOps-, MLOps- und DevOps-Ansätzen. Zudem erleichtern anwendungsbezogene Innovationen den Zugang zu fortschrittlichen Analytics-Techniken. Dazu zählen etwa Low-Code- und No-Code-Entwicklungsplattformen. „Durch einen solchen Citizen-Development-Ansatz bekommen die Mitarbeiter der Fachabteilung direkten Zugriff auf die Analytics-Umgebung ihres Unternehmens“, erklärt Henkes. Damit steige die Zahl der Anwender, die ihr jeweiliges Domänenwissen ohne Umweg über die IT in den Dienst des Unternehmens stellen können.

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