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Von Mehrwert bis Datenschutz Intrafind nennt KI-Trends für 2020

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Der KI-Software-Spezialist Intrafind hat fünf zentrale Trends rund um das Thema Künstliche Intelligenz ermittelt. Im Mittelpunkt steht vor allem die Chancennutzung, statt nur Risiken in den Fokus zu nehmen.

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KI bleibt auch 2020 ein spannendes Thema.
KI bleibt auch 2020 ein spannendes Thema.
(Bild: ©vege - stock.adobe.com)

Intrafind hat die folgenden Entwicklungen für das aktuelle Jahr prognostiziert:

Echter Mehrwert von KI wird genutzt

Nach Jahren des KI-Hypes kehrt in das Thema nun langsam Vernunft ein. Immer mehr Unternehmen realisieren, dass KI kein menschliches Denken ersetzen oder gar übertreffen kann. Stattdessen erkennen sie nun zunehmend den wahren Mehrwert von KI: Die Technik entlastet Mitarbeiter durch die Automatisierung von Standard- und Routineaufgaben und gibt ihnen damit mehr Freiraum für Aufgaben, die ihre natürliche Intelligenz erfordern.

Augmentierung wird Realität

Unternehmen werden Mitarbeiter zunehmend „augmentieren“ und dabei ihre menschliche durch Künstliche Intelligenz erweitern. Dabei kommen KI-basierte Softwarelösungen zur Unterstützung und Entlastung zum Einsatz. Dazu zählen zum Beispiel Lösungen, die juristische Dokumente analysieren und selbstständig die entscheidenden Inhalte extrahieren. Mitarbeiter müssen seitenlange Dokumente damit nicht länger manuell durchsuchen.

Fachwissen wird demokratisiert

Ein Effekt dieser „Augmentierung“ ist die Demokratisierung von Fachwissen. KI-basierte Software versetzt Mitarbeiter in die Lage, auf das in einem Unternehmen vorhandene spezialisierte Fachwissen zuzugreifen. Indem eine solche Software beispielsweise auch neuen Mitarbeitern im Kundensupport die Lösung für technische Probleme rasch zugänglich macht, können diese den Kunden bald ähnlich kompetent und schnell wie ihre erfahrenen Kollegen helfen.

Transfer Learning kommt verstärkt zum Einsatz

Ein technischer KI-Trend für das Jahr 2020 ist die zunehmende Verbreitung des sogenannten Transfer Learning. Bei diesem Ansatz werden neuronale Netze, die bereits für einen bestimmten Zweck vortrainiert sind, als Startpunkt für eine andere Aufgabe eingesetzt. Dadurch lässt sich das bereits Gelernte des trainierten Netzes nutzen und das neue Projekt muss nicht bei Null anfangen. Das spart viel Zeit und Aufwand. Vor allem beim Einsatz von Big-Data-Modellen für die Lösung von Small-Data-Problemen verspricht diese Methode Vorteile.

KI hilft beim Datenschutz

Nachdem die DSGVO im Mai 2019 ein Jahr in Kraft war, haben die Behörden ihre Zurückhaltung aufgegeben. Sie kündigten an, bei Verstößen verstärkt Strafen zu verhängen und setzten dies auch bereits in die Tat um. Deshalb werden Unternehmen nun verstärkt KI-basierte Softwarelösungen zur Einhaltung der DSGVO und anderer Datenschutz-Regelungen nutzen. Solche Lösungen ermitteln beispielsweise im Falle eines Auskunftsersuchens die personenbezogenen Daten zu einer ganz bestimmten Person oder finden heraus, wo im Unternehmen DSGVO-bezogene Daten liegen.

„Dass KI keine Wunderdinge vollbringen kann, hat sich in den Unternehmen herumgesprochen“, meint Intrafind-Vorstand Franz Kögl. „Jetzt gilt es, unsere typischen Absicherungsdenkmuster ad acta zu legen, viel mehr Chancen zu nutzen als ständig Risiken in den Vordergrund zu stellen und endlich damit zu beginnen, die Mehrwerte zu nutzen, die Künstliche Intelligenz uns wirklich bieten kann; nämlich Einblicke ermöglichen, die dem menschlichen Auge entgehen würden, die Mitarbeiter von Standardaufgaben entlasten und ihnen den Zugang zu benötigten Informationen erleichtern“, ergänzt er.

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