Industrie 4.0

Industrie 4.0 in manchen Betrieben schon Realität

Seite: 4/4

Anbieter zum Thema

Digitale Arbeitsvorbereitung

Laut Dr. Benjamin Jurke, Teamleiter Vorausentwicklung bei der DMG Electronics GmbH, einer Tochtergesellschaft von DMG Mori Seiki, ist es bisher oft so, dass die frei kommunizierenden Maschinen (M2M) immer wieder als Synonym für Industrie 4.0 angesehen werden. Doch dies sei nicht alles. Denn es genüge heute nicht mehr, dass sich die Maschinen untereinander verständigen und Nachrichten übermitteln wie: „Das Wartungsintervall ist überschritten“, „Ich habe Materialstau“ oder „Kühlmittel ist leer“.

„Die wichtigste Frage in den Unternehmen ist: Was kann die Produktivität weiter steigern?“, so Jurke, denn „die Innovation kommt an ihre Grenzen“. Potenziale böten eigentlich nur die Rüstzeiten sowie die Einfahrzeiten von Anlagen. Diese gelte es zu verkürzen. Darüber hinaus müsse auch verifiziert werden, ob denn die Software richtig programmiert sei. Und dazu helfen Eins-zu-eins-Simulationsprogramme, „die sich genauso steuern lassen wie die reelle Maschine“.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Eine besondere Bedeutung komme auch der Arbeitsvorbereitung zu. Hier sei mit einem erhöhten Rechenbedarf für Validierungen zu rechnen, denn eine manuelle Optimierung sei unwirtschaftlich. Auch müssten Rüstaufwände der Maschinen berücksichtigt werden und die CAM-Simulationen müsste genauer werden, damit die Einfahrzeiten beschleunigt werden könnten.

Eine der besten Möglichkeiten, Nebenzeiten einzusparen, erreiche man jedoch über die vereinfachte Benutzbarkeit der Maschinen. Hier könnten Steuerungsoberflächen wie die Celos von DMG Mori mit Multitouchbedienung und App-basierter Bedienphilosophie helfen. Die klassische NC werde in einem Expertenmodus im Hintergrund gehalten. Eine neue Funktion sei dabei der Jobmanager, mit dem die gesamten Fertigungsunterlagen direkt vom CAD/CAM-Arbeitsplatz mit den entsprechenden Daten an die Maschine übertragen und eingeplant werden.

Jurke denkt aber weiter: Zukünftig müssten auch die CAD/CAM-Tools eine Fusion von additiven (auftragenden) und subtraktiven (spanenden) Fertigungsprozessen ermöglichen. Eine Maschinenprogrammierung 2020+ müsse dazu in der Lage sein.

Klingeln an der Tür bleibt nicht ungehört

Zum Ende seines Eingangsvortrages forderte Gausemeier das Publikum auf, die Chance, die sich durch Industrie 4.0 biete, beim Schopfe zu packen, indem er den US-amerikanischen Komiker Will Rogers mit dem Satz zitierte: „Die Chance klopft öfters an, als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause.“

Wörtlich genommen, kann Ihnen das in einer vernetzten Welt zukünftig nicht mehr passieren, denn das Unternehmen Telegärtner hat eine intelligente Türsprechanlage namens Doorline pro exclusive entwickelt, die so programmierbar ist, dass Sie jedes Klingeln an der Tür nicht nur an Ihrem Telefon zu Hause, sondern auch über Ihr Handy empfangen können. So ist es Ihnen möglich, auch mit dem Besucher zu sprechen, obwohl Sie nicht zu Hause sind. Haben Sie auch noch eine Kamera angeschlossen, können Sie sogar den Einlass Begehrenden sehen und, falls gewünscht, auf Knopfdruck hereinlassen. Weil diese Anlage noch weit mehr kann, werden wir in einer der nächsten Ausgaben noch ausführlich dazu berichten.

Dieser Artikel ist ursprünglich bei unserem Schwesterportal Maschinenmarkt erschienen. Verantwortlicher Redakteur: Reinhold Schäfer

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Big Data, Analytics & AI

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:43395460)