Industrie 4.0

Industrie 4.0 in manchen Betrieben schon Realität

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Dazu verwende man eine standardisierte, mechanische Basis mit autonomen Modulsteuerungen von Beckhoff und National Instruments, ein einheitliches Sicherheitskonzept und das Stecksystem Han Modular (von Harting) sowie eine modulinterne Ethercat-Kommunikation. Mit dem nun autonomen, modularen Fleximon-Aufbau sei man weg vom bisher klassischen monolithischen Aufbau.

Doch Franke sagte auch: „Bis es so weit war, haben die Abteilungen Maschinenbau und IT ein halbes Jahr unter anderem über Sicherheitsfragen gestritten. Doch jetzt wissen wir, wie es geht.“ Das Problem dabei sei oft auch, dass manche Begriffe im Maschinenbau eine andere Bedeutung als in der IT haben. Hier gelte es immer wieder, die einzelnen Begriffe genau zu definieren.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Mit dem Fleximon-Konzept sei man weg von der Massenfertigung und bewege sich hin zur Maßanfertigung. Die individuelle Produktion bis zur Losgröße eins sei damit möglich. Weitere Vorteile seien die Einsparung von Lagerkapazität, ein geringerer Umrüstaufwand, die Verbindung von ERP mit der Maschinenebene, kürzere Einrichtzeiten durch Assistenzsysteme und eine intuitive Bedienbarkeit. Darüber hinaus sei eine Fernwartung bei einem Fehlerfall ebenso möglich, wie das Erkennen und Vermeiden von Ausschuss und Fehlern.

Selbstkorrigierende Fertigung

Das Projekt zur Realisierung von Fertigungsprozessen, die Schwankungen erkennen und selbstständig korrigieren können, stellte Dr. Carlos Paiz Gatica, Technologieentwickler Elektronik bei der Weidmüller Interface GmbH & Co. KG, vor. Der Fokus liegt dabei auf dem Stanzbiegen. Ziel ist es, den Ausschuss auf null zu reduzieren, die Prozesssicherheit zu erhöhen und das Einrichten und Rüsten der Maschine zu automatisieren. Dabei sei die Technik eine Voraussetzung, um eine miniaturisierte Anschlusstechnik zu realisieren: „In der Praxis ermöglicht Industrie 4.0 eine energieeffiziente Prozessoptimierung.“

Schlüsseltechnik seien die Kommunikationstechnik, die Elektronik sowie System-on-Chip-Architekturen. Denn, so Paiz Gatica: „Das Produkt soll mitbestimmen, was in der Produktion passiert.“

Eine Herausforderung sei auch, dass die Teile zunehmend kleiner würden. Zudem änderten sich externe Bedingungen, womit der Umrüstaufwand weiter steige. Außerdem benötigten die Maschinen zusätzliche Sensoren, um Produktparameter zu überwachen. Vor allem sei es wichtig, alle Informationen rechtzeitig zu erhalten, um mögliche Schäden zu verhindern. Dazu trügen auch intelligente Diagnoseverfahren zur Anomalieerkennung bei: Im laufenden Betrieb wird das aktuelle Verhalten der Anlage mit der Prognose des Modells verglichen. Bei einer Abweichung wird ein Fehler signalisiert.

Weidmüller, Verbindungstechnikspezialist für elektrische Automatisierung, setzt laut Paiz Gatica ein intelligentes Energiemanagement in seinen Produktionsprozessen ein und bietet zudem diese Expertise auch seinen Kunden im Rahmen einer ganzheitlichen Energiemanagementlösung an. Ein weiterführender Aufsatz in der Ausgabe 27 wird zeigen, was Weidmüller in dieser Hinsicht noch zu bieten hat.

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Big Data, Analytics & AI

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:43395460)