Erkenntnisse von Deloitte Generative KI wird auch für den Einzelhandel interessant

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Die Wirtschaftsexperten von Deloitte sehen generative KI zunehmend auch als für den Einzelhandel interessant. Das Ergebnis mehrerer Interviews zeigt, dass sie von mehr als der Hälfte aller befragten Handelsvertreter bereits genutzt wird.

GenAI bietet Vorteile für unterschiedliche Branchen - darunter auch der Einzelhandel.(Bild:  Screenshot / Deloitte)
GenAI bietet Vorteile für unterschiedliche Branchen - darunter auch der Einzelhandel.
(Bild: Screenshot / Deloitte)

Von der Erstellung von Marketingmaterialien über individualisierte Kundenansprache bis hin zu Chatbots: Auch im Einzelhandel finden sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für generative KI. Deloitte hat Interviews mit 22 Handelsvertretern durchgeführt, um den Stand der Dinge zu ermitteln. Demnach haben mehr als drei Viertel der Befragten bereits ein grundlegendes Verständnis der Technologie, über die Hälfte konnte schon Erfahrung in ihrem Arbeitsumfeld damit sammeln. Nur rund ein Viertel hat keinerlei Pläne zur Anwendung von generativer KI im Unternehmen.

„Zahlreiche Akteure im Handel stellen schon heute erfolgreich unter Beweis, wie effizient der Einsatz von GenAI sein kann“, meint Egbert Wege, Lead Partner Consumer Industry von Deloitte. So lasse sich etwa die eigene Sichtbarkeit im Web steigern, indem generative KI Fotos, Texte oder auch Metadaten erzeugt, mit denen das Unternehmen über Suchmaschinen besser zu finden ist. „Das ist nur ein Beispiel dafür, dass die Technologie disruptiv wirkt und die Spielregeln auch im Einzelhandel nachhaltig verändern wird“, so Wege.

Es fehlt noch an Know-how

Über zwei Drittel der Handelsvertreter schätzt generative KI als „wichtig“ oder „sehr wichtig“ für die Zukunft ihres Unternehmens ein. An positiven Effekten werden vor allem bessere Prozesseffizienz (73 Prozent), Kosteneinsparungen und erhöhte Produktivität erwartet. In kundennahen Bereichen wie Marketing, Service oder Logistik sehen die Befragten besonders hohes Potenzial.

Allerdings bremsen derzeit noch Hürden den Einsatz generativer KI im Einzelhandel: Dazu zählen vor allem der Mangel an Wissen rund um Use Cases (67 Prozent) sowie Schwierigkeiten beim Auffinden geeigneter Mitarbeiter (33 Prozent). Knapp zwei Drittel der Firmen (64 Prozent) planen hohe bis moderate Investitionen, um das Potenzial generativer KI auszuschöpfen. Im Fokus steht dabei neben Mitarbeiterschulungen auch die Aufrüstung der technischen Infrastruktur.

Es muss bei der Entwicklung derartiger Use Cases auch nicht immer direkt der ganz große Wurf sein: „Schon kleine Projekte können enorme Hebel freilegen. Die Unternehmen riskieren dabei wenig, denn die notwendigen Investitionen sind überschaubar. Dabei sind gerade die ersten Erfolge mit GenAI entscheidend, um schlussendlich die gesamte Organisation zu motivieren, den Weg der digitalen Transformation mitzugehen“, erklärt Thorsten Zierlein, Lead Partner Retail von Monitor Deloitte.

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