KI-Innovationen beschleunigen Evonik geht beim MIT-IBM Watson AI Lab an Bord

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Der Spezialchemie-Konzern Evonik wird künftig gemeinsam mit IBM Research und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) industrielle Anwendungsmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz (KI) ausloten.

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Henrik Hahn, Chief Digital Officer von Evonik
Henrik Hahn, Chief Digital Officer von Evonik
(Bild: Evonik)

Evonik und IBM haben ihre strategische Zusammenarbeit in der Digitalisierung ausgebaut. Die beiden Unternehmen verlängerten dazu vorzeitig ihre Partnerschaft bis 2025. Dank der frühen Entscheidung sollen mehr Möglichkeiten für längerfristige Projekte entstehen. Zudem nimmt Evonik künftig als erstes Unternehmen aus der chemischen Industrie am MIT-IBM Watson AI Lab und damit der KI-Erforschung und -Entwicklung teil. „Kluge Köpfe aus Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten dort am digitalen Fortschritt. Wir freuen uns, daran teilzuhaben“, sagt Henrik Hahn, Chief Digital Officer von Evonik.

KI-Verbreitung vorantreiben

Konkret tritt Evonik dem Beirat des AI Labs bei und wird Ideen und Anwendungen in den Bereichen Materialforschung, Formulierungstechnologie, Wissensmanagement und Marktanalyse einbringen. Damit soll vor allem die Gesamtanwendung von KI in der chemischen Industrie vorangetrieben werden. „Die Arbeit an Künstlicher Intelligenz ist auch ein Lackmustest, was digitale Systeme leisten können: Wir schauen zum Beispiel, wie sich Entscheidungen algorithmenunterstützt besser, systematischer und schneller treffen lassen“, erklärt Hahn. Letztlich gehe es dabei um den Wertbeitrag, den KI für das Unternehmen beisteuern könnte.

Gemeinsame Erfolge

Evonik und IBM haben sich in Pilotprojekten bereits mit dem Zusammenspiel von Mensch und Maschine in Sachen Wissensarbeit befasst. Wertvolle Informationen müssen nun nicht mehr mühsam gesucht werden, sondern lassen sich einfach aus gesammeltem Wissen extrahieren und analysieren. Zudem lassen sich neue Zusammenhänge zwischen Daten aufzeigen. Chemiker können somit intuitiv Rezepturen und damit verbundene Eigenschaften erkunden und vergleichen. Daraus entstehen beispielsweise Ideen für neue Produkte.

Die beiden Partner konnten außerdem eine KI zur Beschleunigung der Suche nach neuen Materialen aufbauen. In Kooperation mit IBM Research entstand hierzu ein Deep Neural Network, das Eigenschaften oder Rezepturen für Hochleistungspolymere vorhersagt. Forscher nutzen derartige Prognosen wie einen Kompass, der den Weg zu vielversprechenden neuen Lösungen weist.

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