„State of Ethics and Trust in Technology 2023“ von Deloitte Ethische Prinzipien sind beim GenAI-Einsatz unverzichtbar

Von Martin Hensel 1 min Lesedauer

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Eine aktuelle Deloitte-Studie zeigt, dass ethische Prinzipien beim Einsatz von generativer KI (GenAI) obligatorisch sind. Dabei ist nicht nur die Entwicklung entsprechender Standards gefragt, sondern auch deren Kommunikation und Implementierung.

Vor dem Einsatz generativer KI gilt es diverse ethische Bedenkungen auszuräumen.(Bild:  Screenshot / Deloitte)
Vor dem Einsatz generativer KI gilt es diverse ethische Bedenkungen auszuräumen.
(Bild: Screenshot / Deloitte)

Generative KI und andere kognitive Technologien bieten großes Potenzial, um gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen und soziale Verbesserungen zu bewirken. Allerdings sind auch die Sorgen rund um ethische Risiken wie etwa Datenmissbrauch und Desinformation groß, wie die Studie „State of Ethics and Trust in Technology 2023“ von Deloitte zeigt. Für sie wurden weltweit über 1.700 Digitalexperten befragt.

Zahlreiche Bedenken

Mehr als die Hälfte (57 Prozent) davon gibt zu bedenken, dass kognitive Technologien die größten ethischen Risiken mit sich bringen. „Das Bewusstsein für digitale Verantwortung, insbesondere für die ethischen Herausforderungen, ist mit der rasanten Verbreitung generativer KI-Anwendungen in den letzten Monaten nochmal weiter gestiegen“, erklärt Dr. Sarah J. Becker, Partnerin von Deloitte und Leiterin des Bereichs Digital Ethics und Coporate Digital Responsibility. Dies sei eine absolut notwendige Entwicklung, um rechtlichen, finanziellen und Reputationsrisiken von Unternehmen vorzubeugen.

Als Bedenken werden vor allem eine Gefährdung der Privatsphäre (22 Prozent), mangelnde Transparenz (14 Prozent) sowie manipulierte oder urheberrechtlich geschützte Trainingsdaten (12 Prozent) genannt. Falls sich Unternehmen nicht aktiv mit den ethischen Risiken befassen, können Kunden und Geschäftspartner das Vertrauen verlieren und die Reputation Schaden nehmen, fürchten 38 Prozent der Teilnehmer. 27 Prozent sehen mögliche Schäden an Grundrechten von Einzelpersonen und Gemeinschaft. Zudem fürchten 17 Prozent regulatorisch begründete Strafen, etwa durch Urheberrechtsverletzungen.

Ethische Prinzipien frühzeitig etablieren

In knapp drei Viertel aller Unternehmen (74 Prozent) wird generative KI bereits erprobt. Die Expertin rät aber zur Vorsicht: „Schon vor der Implementierung der neuen Technologien sollten digital-ethische Leitlinien entwickelt und verantwortungsvolle Praktiken für das gesamte Unternehmen etabliert werden“, so Becker. Digital-ethische Leitlinien sollten bereits im Vorfeld entwickelt und etabliert werden. Deloitte rät hierbei zu drei Schritten, die von der Exploration spezifischer Bedürfnisse und Bedenken über die Erarbeitung von Verantwortlichkeiten, Prozessen und Strukturen bis hin zur Kommunikation und Umsetzung reichen.

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