Kommentar von Tom Cahill, Logi Analytics

Embedded Analytics – der entscheidende Erfolgsfaktor für smarte Applikationen

| Autor / Redakteur: Tom Cahill / Nico Litzel

Der Autor: Tom Cahill ist VP EMEA bei Logi Analytics
Der Autor: Tom Cahill ist VP EMEA bei Logi Analytics (Bild: Logi Analytics)

Analytik ist in diesem von Daten und Automatisierung getriebenen, digitalen Zeitalter eine Notwendigkeit geworden. Doch Unternehmen sehen keinen Nutzen mehr darin, Analytik als eigenständiges Projekt zu betrachten. Stattdessen setzen Anwendungsteams auf eingebettete Analysefunktionen, denn diese sind heute ein entscheidender Erfolgsfaktor

Der diesjährige State of Embedded Analytics Report unterstreicht die Tatsache, dass Unternehmen in Embedded Analytics einen signifikanten Geschäftswert sehen. Im Auftrag von Logi Analytics wurden für die Studie mehr als 500 Anwendungsentwickler befragt, darunter Produktmanager, Entwickler, Softwareingenieure, IT-Manager und Führungskräfte; nur sieben Prozent der Befragten waren dabei Kunden von Logi Analytics. Demnach gaben über 85 Prozent der Befragten an, eingebettete Analytik für ihre Anwendungen zu nutzen. Weiterhin beleuchtet der Report die wichtigsten Vorteile von Embedded Analytics, die neuesten Trends, die Vorteile verschiedener Entwicklungsmethoden und wirft einen Blick in die Zukunft.

Wertvollere Anwendungen dank Embedded Analytics

Tatsächlich wird es für Anwendungen immer schwieriger, ohne Analytik konkurrenzfähig zu bleiben. Die Einbettung von Analysefunktionen reduziert die Lücke zwischen Erkenntnis und Handlung, da sie in den Kontext von Geschäftsanwendungen eingebunden sind, auf die sich die Nutzer bereits verlassen. Dies wiederum steigert die Benutzerzufriedenheit, Kundenengagement und den Umsatz. Laut des Reports tragen Embedded Analytics rund 51 Prozent zum Gesamtwert einer Anwendung bei. Das wirkt sich wiederum auch auf die Kundengewinnung und -bindung aus.

Eingebettete Analytik präsentiert sich als unbestreitbarer Impulsgeber für das Geschäft. Die diesjährige Umfrage zeigt: 90 Prozent der Teilnehmer konnten die Kundenabwanderung dadurch reduzieren. Die Ergebnisse des Reports zeigen diverse wirtschaftliche Vorteile auf, die eingebettete Analysefunktionen mit sich bringen.

1. Bessere Abgrenzung zu Wettbewerbern

Ein großer Vorteil der innovativen Art der Analytik ist die Wettbewerbsdifferenzierung. Insbesondere Anwendungsteams, die moderne Analysefunktionen wie Predictive Analytics, Künstliche Intelligenz und Workflow-Fähigkeiten einbetten, können sich deutlich von ihren Mitbewerbern abheben. Wettbewerbern ist es nahezu unmöglich, solche Differenzen aufzuholen. Während die meisten Anwendungen heute grundlegende Analysefunktionen bereitstellen – Dashboards, Berichte, Visualisierungen – sind fortgeschrittenere Technologien, wie z. B. die prädiktive Analyse, auf dem Vormarsch. Einige Funktionen bezeichnet der Report als besonders zukunftsweisend:

  • Erweiterte oder prädiktive Analytik
  • Möglichkeit, einen neuen Workflow zu starten
  • Natürliche Sprachgenerierung
  • Möglichkeit zum Zurückschreiben in die Datenbank
  • Künstliche Intelligenz (KI)

Anwendungsteams, die diese fortschrittlichen Fähigkeiten einbinden, stärken ihre Marktpositionen gegenüber Konkurrenten, die nur Basisfunktionen bieten. Sie sind in der Lage, ihre Anwendungen im Wettbewerb hervorstechen zu lassen, die Gewinnraten zu verbessern und die Kundenabwanderung zu reduzieren.

2. Weniger Ad-hoc-Anfragen für Entwickler, mehr Zeit für andere Prioritäten

Es ist unvermeidlich, dass der Endbenutzer nach neuen Visualisierungen oder mehr Datenquellen in der Anwendung fragt. Wenn Benutzer nicht in der Lage sind, ihre eigenen Fragen zu beantworten, senden sie Ad-hoc-Anfragen an Anwendungsteams und IT-Abteilungen. Das verschlingt die Zeit und die Ressourcen der Entwickler. Durch die Einbettung von Self-Service-Analysen versetzen Unternehmen die Benutzer in die Lage, eigenständig an die benötigten Informationen zu gelangen.

Die diesjährigen Ergebnisse zeigen, dass fast 50 Prozent der Befragten die Zahl der Ad-hoc-Anfragen durch die Einbettung von Self-Service-Analytics reduziert haben. Darüber hinaus geben 96 Prozent der Befragten an, dass Embedded Analytics ihnen geholfen hat, den Gesamtumsatz zu steigern. Weiterhin behaupten 68 Prozent, dass sie in der Lage sind, mehr für ihre Produkte zu verlangen, weil die eingebettete Analytik einen Mehrwert bietet.

Um die Wertsteigerung zu erhalten, müssen Unternehmen weiterhin in Analytik investieren. Die Studie zeigt, dass dies der Fall ist: 78 Prozent der Unternehmen planen, die Ausgaben für Embedded Analytics im nächsten Jahr zu erhöhen oder beizubehalten. Von den Unternehmen, die derzeit keine Analytik einbinden, haben sich 29 Prozent entschieden, ihre Investitionen im nächsten Jahr zu erhöhen.

Analytische Entwicklungsplattformen bringen Anwendungen einen Schritt voraus

Beim Start eines neuen Embedded-Analytics-Projekts haben Anwendungsteams mehrere Möglichkeiten. Sie können selbst eine Lösung entwickeln, eine integrierte Lösung von einem Anbieter kaufen oder einen kombinierten Ansatz wählen, indem sie eine Analyseplattform kaufen und diese anpassen. Jede Vorgehensweise bringt dabei Vor- und Nachteile mit sich:

  • Bauen: Durch die Verwendung von Open-Source-Komponenten und benutzerdefiniertem Code können Entwickler anspruchsvolle Anwendungen entwerfen, die die Möglichkeiten anderer Lösungen übertreffen. Aber die Kosten und Ressourcen für die langfristige Pflege und Aktualisierung der Analytik sind meist nur für extrem große Unternehmen tragbar.
  • Kaufen: Wenn Unternehmen eine Lösung kaufen und sie mit ihrem Produkt verknüpfen, sind sie in der Lage schnell grundlegende Analysefunktionen bereitzustellen. Aber die meisten Out-of-the-Box-Datenerfassungslösungen bieten nicht die Bandbreite der Möglichkeiten von gebauten oder kombinierten Ansätzen.
  • Kombinierter Ansatz: Bei einem kombinierten Ansatz wird eine Analyse-Entwicklungsplattform gekauft und angepasst. Im Vergleich zu selbst gebauten Lösungen sind Anwendungsteams mit diesem Ansatz in der Lage, schneller auf den Markt zu kommen und die erforderlichen langfristigen Ressourcen für Wartung und Updates zu reduzieren. Im Vergleich zum Kauf einer Bolt-on-Lösung können Teams das Look and Feel ihrer Analysen vollständig in ihre bestehende Anwendung integrieren und ausgefeilte Funktionen bereitstellen.

Historisch gesehen wird deutlich Wählt ein Anwendungsteam einen Ansatz, der keine Ergebnisse liefert (erweiterte Funktionen, mehr Umsatz, Kundenzufriedenheit), hat es dennoch die Möglichkeit, seine Anwendung zu überarbeiten und neu zu starten. Der Report zeigt jedoch, dass die Unternehmen kaum noch Zeit für Wiederholungen haben. Neue Fähigkeiten werden schneller als je zuvor integriert (und kommerzialisiert) und die Konkurrenz erzeugt einen enormen Druck, der es fast unmöglich macht, die späten Markteinführungen zu monetisieren.

Innovative Unternehmen haben die Möglichkeit, in ihren Märkten ganz vorne mitzuspielen, wenn sie ihre Analysen weiterentwickeln und mehr als nur Standardfunktionen anbieten. Im Vergleich zu Unternehmen, die Analysen in autonomen Lösungen liefern und nur grundlegende Funktionen anbieten, sind diejenigen, die erweiterte Analysen einbetten, besser in der Lage, den Umsatz zu steigern, ihre Produkte zu differenzieren und Kundenabwanderung zu verhindern.

Embedded Analytics – Lösungen für integrierte Analysen

Guideline Embedded Analytics von Insider Research

Embedded Analytics – Lösungen für integrierte Analysen

13.04.17 - Insider Research, der Analysten-Zweig der Insider-Portale, hat einen Guide für Anwenderunternehmen veröffentlicht, wie sich Big Data Analytics direkt in bestehende Anwendungen einbetten lässt. lesen

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