Microstrategy veröffentlicht Studie

Echtzeit-Entscheidungen basieren oft auf unzureichenden Daten

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Viele Mitarbeiter gelangen nur auf Umwegen an benötigte Informationen.
Viele Mitarbeiter gelangen nur auf Umwegen an benötigte Informationen. (Bild: Microstrategy)

Der Report „2020 Global State of Enterprise Analytics“ von Microstrategy zeigt, dass 97 Prozent der Echtzeit-Entscheidungen in Unternehmen auf Basis unzureichender Daten getroffen werden. Es mangelt häufig an einer datengetriebenen Firmenkultur.

Demnach sind 94 Prozent zwar der Meinung, dass Daten und Analysen für ihre digitale Transformation und weiteres Wachstum wichtig sind. Aber in den meisten Unternehmen wird dennoch keine datengetriebene Kultur ermöglicht. Der Report zeigt, dass im Vergleich mit leitenden Angestellten und Führungskräften häufig Mitarbeiter mit Kundenkontakt in Sachen Daten das Nachsehen haben. Dies ist vor allem in der Branche der Finanzdienstleister besonders ausgeprägt: Hier können nur elf Prozent der Mitarbeiter in der „ersten Reihe“ auf Analyseberichte zugreifen.

Langwierige Recherchen

Die Microstrategy-Studie ergab, dass mehr als die Hälfte der Angestellten (60 Prozent) Stunden oder gar Tage benötigen, um an relevante Informationen zu gelangen. Nur drei Prozent der Befragten gaben an, Informationen binnen Sekunden zu finden. Auch an der Verbreitung entsprechender Self-Service-Tool hapert es: 79 Prozent der nicht mit Analytics vertrauten Angestellten müssen die IT oder Business-Analysten für datengetriebene Entscheidungen um Hilfe bitten. Nur 7 Prozent können auf ein Self-Service-Tool zugreifen.

Der Report zeigt aber auch, dass die Investitionen in Analytics-Initiativen deutlich zunehmen. 75 Prozent der großen und 59 Prozent der mittelständischen Unternehmen wollen in mehr Personal mit den passenden Skills investieren. Ähnlich sehen die Pläne bezüglich geplanter Technologieinvestitionen aus. Laut dem Report wird in Deutschland vor allem Cloud Computing in den kommenden fünf Jahren den größten Einfluss auf Analytics-Initiativen ausüben.

Improvisation an der Tagesordnung

„Erschreckenderweise improvisiert die Mehrheit der Mitarbeiter noch immer, wenn es um datengetriebene Entscheidungen geht“, konstatiert Marge Breya, Senior Executive Vice President und Chief Marketing Officer von Microstrategy. „Da die Akzeptanz von Self-Service-Analytics bei 30 Prozent liegt, müssen Unternehmen zeitnah Erkenntnisse ans Tageslicht befördern, die dem gesamten Team nutzen. 65 Prozent der Unternehmen planen, ihre Investitionen in Analytics im nächsten Jahr zu erhöhen. Wir empfehlen, mit diesen Investments eine ‚Insights first‘-Kultur aufzubauen, die datengetriebene Entscheidungsfindung und kontinuierliche Transformation belohnt – denn das ist die wesentliche Grundlage für die Transformation zum Intelligent Enterprise“, erklärt die Expertin.

Der vollständige Report steht auf der Microstrategy-Website bereit.

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