Deduktive KI-Systemarchitektur e1 denkt zuerst – und handelt dann

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit e1 bringt embraceableAI eine KI auf den Markt, die deduktiv arbeitet statt nur zu schätzen. Das System kombiniert ein Sprachmodell mit einer eigenständigen Reasoning Engine. Ziel: weniger Halluzinationen, mehr Kontrolle – und Konformität mit dem EU AI Act.

KI-System mit Reasoning Engine: e1 von EmbraceableAI kombiniert Kontrolle, Transparenz und deduktives Denken für regulierte Umgebungen.(Bild:  EmbracableAI)
KI-System mit Reasoning Engine: e1 von EmbraceableAI kombiniert Kontrolle, Transparenz und deduktives Denken für regulierte Umgebungen.
(Bild: EmbracableAI)

Künstliche Intelligenz ist schnell, aber sei nicht immer nachvollziehbar. Daher präsentiert das Karlsruher KI-Unternehmen EmbraceableAI mit e1 die eigenen Angaben zufolge erste produktionsreife Künstliche Intelligenz (KI), die deduktiv denkt – ein Meilenstein für vertrauenswürdige KI-Anwendungen in Europa, wenn es nach EmbracableAI geht.

Dr. Christian Gilcher, Gründer und CEO von embraceableAI.(Bild:  EmbracableAI)
Dr. Christian Gilcher, Gründer und CEO von embraceableAI.
(Bild: EmbracableAI)

Der Kern: eine Reasoning Engine, die Gedanken prüft, bevor sie in Aktionen oder Antworten münden. Das Modell zerlegt Aufgaben in logische Einzelschritte und verknüpft diese systematisch. Das solle halluzinative Fehler vermeiden.

„Je eigenständiger eine KI agieren soll, desto wichtiger wird es, dass jeder ihrer Gedankenschritte transparent und kausal nachvollziehbar ist“, betont Dr. Christian Gilcher, Gründer und CEO von embraceableAI. „Genau das leistet e1 – durch eine strukturierte Denkarchitektur, die sequenzielles, deduktives Denken ermöglicht.“

Zwei Komponenten, ein Gedanke

e1 besteht aus zwei Modulen: einem Large Language Model (LLM) für Hypothesen und einer Engine für Struktur und Validierung. Die Engine analysiert die Vorschläge des LLM, ordnet sie ein, verwirft Widersprüche und leitet Schlussfolgerungen ab. EmbraceableAI spricht von „Bionic Reasoning“ – einer KI, die denke wie ein Mensch, aber arbeite wie ein System.

Die Architektur ist modular: Die Engine soll sich mit Open-Source-Modellen wie LLaMA 3 oder Phi-4 kombinieren lassen, funktioniere aber auch mit Closed-Source-Angeboten wie GPT oder Claude. Damit könne e1 auf bestehende Infrastruktur aufsetzen und in Cloud-, Hybrid- oder On-premises-Umgebungen integriert werden.

Kein Training, keine Ausreden

Die Engine braucht laut EmbracableAI kein eigenes Training. Regeln, Verhaltensschemata und Prüfpfade sollen sich unabhängig vom Modell anpassen lassen. Bei regulatorischen Änderungen – etwa durch den EU AI Act oder DORA – könne das System schnell justiert werden. Alle Prozesse laufen wahlweise in der embraceable cloud, bei Hyperscalern, in hybriden Szenarien oder vollständig on-premises.

Für Unternehmen mit Fokus auf digitale Souveränität könnte auch eine Anbindung an europäische Hosting-Anbieter eine Rolle spielen – embraceableAI betont durchgängig den EU-Fokus in Infrastruktur, Datenschutz und Betrieb.

Mit dem Marktstart am 26. Juni soll e1 ab 19 Euro pro Nutzer und Monat verfügbar sein. Der Zugang erfolgt über ein Self-Service-Portal. Eine kostenlose Testversion steht bereit.

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