Studie von Fivetran und Vanson Bourne Deutschland zählt beim Thema KI zu den Nachzüglern

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Fivetran hat die Marktforscher von Vanson Bourne mit einer umfangreichen Studie zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) in Unternehmen beauftragt. Sie zeigt, dass KI weltweit auf dem Durchmarsch ist. Allerdings zählt Deutschland zu den Nachzüglern.

KI ist weltweit auf dem Vormarsch. Im internationalen Vergleich hinken die deutschen Unternehmen aber laut einer Studie von Fivetran und Vanson Bourne hinterher.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
KI ist weltweit auf dem Vormarsch. Im internationalen Vergleich hinken die deutschen Unternehmen aber laut einer Studie von Fivetran und Vanson Bourne hinterher.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Für die Studie befragte Vanson Bourne in einer Online-Umfrage 550 Teilnehmer aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in den USA, Großbritannien, Irland, Frankreich und Deutschland. Sie zeigt unter anderem, dass hiesige Firmen eher noch am Anfang der KI-Nutzung stehen (60 Prozent), während Länder wie die USA (39 Prozent) oder Frankreich (36 Prozent) bereits weiter sind. Dementsprechend kommt dort auch bereits fortschrittliche KI zum Einsatz, die keine oder kaum menschliche Eingriffe benötigt. Während dies in den USA bei knapp einem Drittel (31 Prozent) und in Frankreich bei 28 Prozent aller Unternehmen der Fall ist, liegt dieser Anteil in Deutschland nur bei 14 Prozent.

Insgesamt setzen neun von zehn Betrieben (89 Prozent) KI-/ML-Methoden für die Erstellung von Modellen ein, die automatisch Vorhersagen und Entscheidungen treffen können. 80 Prozent der US- und französischen Unternehmen machen dies bereits seit mehr als sechs Monaten, bei deutschen Unternehmen ist das lediglich bei 44 Prozent der Fall. Zudem ist das Vertrauen in die Ergebnisse gering: Hierzulande vertrauen nur 30 Prozent den Ergebnissen von generativer KI voll und ganz, während dies knapp die Hälfte aller US- und französischen Unternehmen machen.

Investitionsbereitschaft trifft auf Sorgen

Die Studie zeigt außerdem, dass nahezu alle Firmen (97 Prozent) in den kommenden ein bis zwei Jahren in generative KI investieren werden. Gleichzeitig berichten die Umfrageteilnehmer aber bereits jetzt von Problemen wie Datenungenauigkeiten und -halluzinationen sowie Sorgen bezüglich Data Governance und Datensicherheit. „Unter der Oberfläche gibt es immer noch grundlegende Datenprobleme, die Unternehmen daran hindern, ihr volles Potenzial auszuschöpfen", erklärt Fivetran-COO Taylor Brown. Unternehmen sollten deshalb ihre Datenintegrations- und Data-Governance-Grundlagen stärken, um zuverlässigere KI-Ergebnisse zu erzielen und finanzielle Risiken zu minimieren.

Dies wird auch durch die immer noch weit verbreiteten schlechten Datenpraktiken unterstrichen: Laut der Studie haben über zwei Drittel (69 Prozent) aller Unternehmen Schwierigkeiten beim Zugriff auf Daten, die sie für die Ausführung von KI-Anwendungen benötigen. Ähnlich sieht es bei der Umwandlung der Daten in ein brauchbares Format aus (68 Prozent). Ist die Informationsbasis mangelhaft, kann dies zu schlechten Entscheidungen führen und das Vertrauen in LLMs („Large Language Models“) oder das jeweilige Tool verringern. Da rund 60 Prozent der leitenden Angestellten generative KI nutzen und für strategische Entscheidungen verantwortlich sind, verstärken sich Probleme mit der Qualität und Vertrauenswürdigkeit der Daten zusätzlich.

Data Governance gilt als Schlüsselbereich

Aber die Unternehmen haben bezüglich des Einsatzes von generative KI noch weitere Sorgen. Vor allem die Aufrechterhaltung der Data Governance sowie finanzielle Risiken aufgrund der Sensibilität der Daten sind mit je 37 Prozent die größten Bedenken. Solide Data-Governance-Grundlagen sind besonders für Unternehmen wichtig, die entweder eigene Modelle entwickeln oder eine diese mit externen Modellen kombinieren. Da die Mehrheit (67 Prozent) aber den Einsatz neuer Technologien zur Stärkung grundlegender Datenbewegungen, Governance- und Sicherheitsfunktionen, gibt es laut Fivetran und Vanson Bourne Grund zum Optimismus.

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