KI-Agenten auf dem Vormarsch Deutsche Unternehmen setzen verstärkt auf KI-Agenten

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Eine neue Studie von SnapLogic zeigt: IT-Entscheider in Deutschland setzen große Hoffnungen in KI-Agenten und investieren massiv in deren Implementierung – laut der Studie 2,6 Millionen Euro. Die autonomen Systeme sollen nicht nur Zeit sparen, sondern auch Effizienz und Produktivität steigern. Doch Datenschutz und technische Hürden bremsen den Fortschritt.

Unternehmen setzen verstärkt auf automatisierte Systeme, um Prozesse zu optimieren und die Effizienz zu steigern.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Unternehmen setzen verstärkt auf automatisierte Systeme, um Prozesse zu optimieren und die Effizienz zu steigern.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Der Einsatz von KI-Agenten gewinnt in deutschen Unternehmen rapide an Bedeutung. Wie eine aktuelle Studie des Softwareanbieters SnapLogic (Registrierung erforderlich) zeigt, setzen IT-Entscheider hohe Erwartungen in die Technologie. Sie erhoffen sich eine durchschnittliche Einsparung von 18 Arbeitsstunden pro Woche pro Mitarbeiter – eine signifikante Reduktion, die gerade in IT-intensiven Branchen massive Produktivitätsgewinne verspricht. Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) traut KI-Agenten bereits zu, auf dem gleichen Effizienzniveau wie menschliche Mitarbeiter zu agieren, 37 Prozent halten sie sogar für leistungsfähiger.

Das Vertrauen deutscher IT-Führungskräfte in KI-Agenten: 47 Prozent sehen sie als ebenso effektiv wie Menschen, während 37 Prozent ihnen sogar eine höhere Effizienz zuschreiben.(Bild:  SnapLogic)
Das Vertrauen deutscher IT-Führungskräfte in KI-Agenten: 47 Prozent sehen sie als ebenso effektiv wie Menschen, während 37 Prozent ihnen sogar eine höhere Effizienz zuschreiben.
(Bild: SnapLogic)

Laut der Umfrage, die unter 250 IT-Verantwortlichen in Deutschland durchgeführt wurde, sind KI-Agenten keineswegs mehr Zukunftsmusik. Bereits 51 Prozent der befragten Unternehmen setzen sie ein, im Schnitt mit 26 verschiedenen Instanzen pro Organisation. Ein weiteres Viertel plant, sie innerhalb der nächsten zwölf Monate einzuführen. Bis Ende 2025 könnten deutsche Unternehmen somit im Schnitt 23 dieser autonomen Systeme parallel nutzen. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass KI-Agenten zunehmend als essenzieller Bestandteil moderner IT-Infrastrukturen betrachtet werden.

Durchschnittliche Investitionen deutscher Unternehmen in KI-Agenten. Die Mehrheit der Unternehmen investiert zwischen 2 und 4 Millionen Euro in die Technologie, mit einem Durchschnittswert von 2,566 Millionen Euro.(Bild:  SnapLogic)
Durchschnittliche Investitionen deutscher Unternehmen in KI-Agenten. Die Mehrheit der Unternehmen investiert zwischen 2 und 4 Millionen Euro in die Technologie, mit einem Durchschnittswert von 2,566 Millionen Euro.
(Bild: SnapLogic)

Deutschland investiert stärker als UK und USA

Die Ergebnisse der SnapLogic-Studie zeigen zudem, dass deutsche Unternehmen bereit sind, erhebliche finanzielle Mittel in KI-Agenten zu investieren. Durchschnittlich planen sie Ausgaben von 2,6 Millionen Euro innerhalb der kommenden zwölf Monate – mehr als ihre Pendants in Großbritannien (2,3 Millionen Euro) und den USA (2,5 Millionen Euro). Besonders große Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern treiben die Entwicklung voran und budgetieren im Schnitt 2,8 Millionen Euro, wobei 20 Prozent der befragten Organisationen Investitionen von bis zu vier Millionen Euro einplanen.

Doch trotz dieser massiven Kapitalflüsse stehen viele IT-Abteilungen vor Herausforderungen. Datenschutz bleibt eine zentrale Sorge: 29 Prozent der Befragten nennen Datenschutzrisiken als Hemmnis, 28 Prozent äußern generelle Bedenken zur Datensicherheit. Auch fehlendes Know-how innerhalb der Belegschaft bremst den Fortschritt: Ein Viertel der Unternehmen gibt an, dass es ihnen an spezialisierten Mitarbeitern für die Implementierung und Verwaltung von KI-Agenten mangelt.

Technische und kulturelle Hürden: Die Achillesferse der KI-Adoption

Neben Sicherheitsaspekten bereiten technische Integrationsprobleme vielen Unternehmen Kopfzerbrechen. 24 Prozent der Befragten geben an, dass ihre IT-Infrastruktur nicht über die nötigen Schnittstellen verfügt, um KI-Agenten reibungslos in bestehende Systeme zu integrieren. Dieser Punkt ist entscheidend, da KI-Agenten als digitale Werkzeuge nur dann effizient arbeiten, wenn sie mit Unternehmensdaten nahtlos kommunizieren und interoperabel sind.

Darüber hinaus zeigt die Studie, dass kulturelle Akzeptanz eine weitere Hürde darstellt. 19 Prozent der Unternehmen berichten von einem mangelnden grundlegenden Verständnis für KI-Technologien in der Belegschaft, was zu Vorbehalten gegenüber deren Nutzung führt. Die Transformation hin zu einer KI-gestützten Arbeitswelt erfordert daher nicht nur Investitionen in Software, sondern auch in Weiterbildungsmaßnahmen, um eine reibungslose Adaption zu gewährleisten.

* SnapLogic hat die Umfrage in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Forschungsinstitut 3Gem durchgeführt, bei der im November und Dezember 1.000 Führungskräfte im Bereich der IT von großen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern in Deutschland, England, Australien und den USA zu ihren Ansichten über die Nutzung von KI-Agenten befragt wurden. In Deutschland wurden dabei insgesamt 250 IT-Verantwortliche interviewt

(ID:50352903)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Big Data, Analytics & AI

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung