IBM-Studie zu KI-Trends in Deutschland Deutsche Unternehmen setzen langfristig auf KI-Investitionen

Von Berk Kutsal 3 min Lesedauer

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Laut einer aktuellen Studie* von IBM planen 51 Prozent der deutschen IT-Entscheidungsträger, ihre KI-Investitionen im Jahr 2025 zu erhöhen. Während die Rendite auf bestehende Projekte oft hinter den Erwartungen bleibt, setzen Unternehmen verstärkt auf Innovation und Produktivitätssteigerungen. Open Source und Cloud-Lösungen rücken dabei in den Fokus.

Laut IBM werden Investitionen in KI in Deutschland im Jahr 2025 voraussichtlich steigen, da Unternehmen auf vielversprechende KI-Fortschritte aufbauen wollen.(Bild:  IBM)
Laut IBM werden Investitionen in KI in Deutschland im Jahr 2025 voraussichtlich steigen, da Unternehmen auf vielversprechende KI-Fortschritte aufbauen wollen.
(Bild: IBM)

Deutsche Unternehmen verstärken ihre Anstrengungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI), obwohl die aktuelle Kapitalrendite auf bestehende Projekte hinter den globalen Standards liegt. Laut der von IBM veröffentlichten Studie „ROI of AI“ planen 51 Prozent der befragten deutschen IT-Entscheidungsträger, die KI-Ausgaben im Jahr 2025 zu steigern. Die Umfrage, die gemeinsam mit Morning Consult und in Zusammenarbeit mit Lopez Research durchgeführt wurde, beleuchtet die Entwicklungen und Herausforderungen von KI-Strategien weltweit.

Nach Angaben der Studie haben 80 Prozent der deutschen Organisationen Fortschritte bei der Umsetzung ihrer KI-Strategien erzielt. Über ein Drittel (35 Prozent) der Befragten berichtet sogar von signifikanten Fortschritten. Dennoch geben nur 41 Prozent an, eine positive Kapitalrendite aus ihren KI-Investitionen erzielt zu haben. Dieser Wert liegt unter dem globalen Durchschnitt von 47 Prozent.

Neue Prioritäten bei Erfolgsmessungen

Obwohl der Return-on-Investment (ROI) häufig hinter den Erwartungen bleibt, scheinen Unternehmen ihre Erwartungen neu zu justieren. Statt rein finanzieller Einsparungen rücken Aspekte wie Innovation und Produktivitätssteigerung in den Fokus. Laut IBM gaben 38 Prozent der Befragten an, dass ihre KI-Investitionen sowohl innovations- als auch renditegetrieben seien. Hingegen sehen nur sechs Prozent den ROI als ausschließlichen Treiber für ihre Strategie.

Die wichtigsten Indikatoren für den Erfolg von KI-Projekten haben sich ebenfalls verändert. Eine verkürzte Fehlerbehebungszeit (19 Prozent) und schnellere Softwareentwicklung (28 Prozent) wurden als die beiden zentralen Erfolgsmessungen identifiziert. IBM hebt hervor, dass sich diese Veränderung positiv auf die langfristige Akzeptanz von KI auswirken könnte.

Open Source als Schlüsselpriorität

Ein weiterer Schwerpunkt der KI-Strategien deutscher Unternehmen liegt auf Open-Source-Lösungen. Der Studie zufolge basiert bei 31 Prozent der Organisationen bereits mehr als die Hälfte der KI-Anwendungen auf Open Source. 2025 soll dieser Anteil weiter steigen, da 49 Prozent der Befragten dies als entscheidenden Optimierungsbereich betrachten. Auch Cloud-verwaltete Dienste und die Einstellung von Fachkräften wurden als zentrale Investitionsfelder genannt.

Allerdings bleiben Herausforderungen bestehen. 51 Prozent der IT-Entscheidungsträger nannten Datenqualität und -verfügbarkeit als größte Hürden bei der Umsetzung von KI-Projekten. Die Integration neuer Technologien in bestehende Systeme (44 Prozent) und der Fachkräftemangel (25 Prozent) zählen laut IBM zu weiteren Problemen.

Ausblick auf 2025: Positiv optimistisch

Trotz dieser Hürden blicken Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Zwei Drittel der Befragten erwarten, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine positive Rendite zu erzielen. Ein Drittel plant zudem, mehr als 20 KI-Pilotprojekte im Jahr 2025 zu starten – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den 21 Prozent des Vorjahres. IBM betont, dass der Fokus auf Open-Source-Lösungen und Cloud-Dienste entscheidend sein könnte, um die Akzeptanz und Wirksamkeit von KI langfristig zu steigern.

* Studienmethodik: Morning Consult führte vom 30. Oktober bis zum 13. November 2024 eine Umfrage unter insgesamt 2.413 IT-Entscheidungsträgern in den USA, Kanada, Mexiko, Brasilien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Indien, Singapur, Indonesien und Südkorea durch. Die Interviews wurden online durchgeführt, und die Daten sind nicht gewichtet. Die Befragten sind in Unternehmen mit 101 oder mehr Mitarbeitern beschäftigt, haben eine leitende Funktion oder eine höhere Position im Technologiebereich inne und verfügen über Entscheidungsbefugnisse in mindestens einem der folgenden Bereiche: Management von Unternehmensberater / Beratungsdienstleistungen, Einkauf von IT-Produkten oder Einkauf von Business Consulting Services.

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