Studie von Dell Technologies Deutsche Unternehmen entpuppen sich als KI-Enthusiasten

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Die KI-Adoption in Deutschland schreitet voran: Laut der Dell Technologies Innovation Catalyst Research* haben 89 Prozent der Unternehmen Künstliche Intelligenz bereits in ihre Strategie integriert. Doch trotz der Fortschritte stehen viele Organisationen vor erheblichen Herausforderungen bei der Datenaufbereitung und -sicherheit. Besonders der Umgang mit generativer KI sorgt für Diskussionen.

Künstliche Intelligenz spielt in den Strategien deutscher Unternehmen eine Schlüsselrolle. Bei der Implementierung von GenAI machen sie entsprechend deutliche Fortschritte. Die Aufbereitung von Daten stellt sie aber vor große Herausforderungen. Das zeigt die diesjährige Dell Technologies Innovation Catalyst Research. (Bild:  metamorworks - stock.adobe.com)
Künstliche Intelligenz spielt in den Strategien deutscher Unternehmen eine Schlüsselrolle. Bei der Implementierung von GenAI machen sie entsprechend deutliche Fortschritte. Die Aufbereitung von Daten stellt sie aber vor große Herausforderungen. Das zeigt die diesjährige Dell Technologies Innovation Catalyst Research.
(Bild: metamorworks - stock.adobe.com)

Die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) in deutschen Unternehmen nimmt rasant zu. 98 Prozent der von Dell Technologies befragten Entscheider gehen davon aus, dass KI ihre Branche nachhaltig verändern wird. Besonders generative KI (GenAI) steht dabei im Fokus. „94 Prozent sind der Meinung, dass Daten ihr wichtigstes Unterscheidungsmerkmal sind und dass ihre GenAI-Strategie Vorgaben zur Nutzung und zum Schutz dieser Daten beinhalten muss“, heißt es in der Studie. Dementsprechend haben 89 Prozent der Unternehmen KI und GenAI fest in ihre Geschäftsstrategie integriert.

Ein Blick auf die Implementierung zeigt jedoch Unterschiede: Während 45 Prozent der Unternehmen sich noch in einer frühen bis mittleren Phase befinden, haben 22 Prozent bereits fortgeschrittene GenAI-Lösungen etabliert und schulen ihre Mitarbeiter im Umgang mit den Technologien. 2024 gaben noch 69 Prozent der Unternehmen an, erst am Anfang der Implementierung zu stehen. Der Fortschritt ist also spürbar, wenn auch nicht flächendeckend.

Datenmanagement als Stolperstein

Trotz des wachsenden Einsatzes von GenAI stellt die Datenverarbeitung Unternehmen vor große Herausforderungen. 98 Prozent der Befragten sehen Schwierigkeiten bei der Identifikation, Aufbereitung und Nutzung von Daten für KI-Anwendungen. Dabei nehmen drei Problemfelder eine besondere Rolle ein: Erstens erweist sich die Vorbereitung der Daten als extrem ressourcenintensiv. Zweitens mangelt es häufig an ausreichend relevanten Datensätzen, um KI-Modelle effektiv zu trainieren. Drittens gestaltet sich die Integration von KI und GenAI in bestehende IT-Infrastrukturen oft komplex.

Sicherheitsbedenken kommen als weiterer Faktor hinzu: „85 Prozent finden, dass ihre Daten und ihr geistiges Eigentum zu wertvoll sind, um sie mit einem GenAI-Tool zu verwenden, auf das Dritte Zugriff haben könnten.“ Diese Skepsis ist in Deutschland besonders ausgeprägt – weltweit liegt dieser Anteil nur bei 74 Prozent. Gleichzeitig sehen 93 Prozent der Unternehmen in GenAI eine Möglichkeit, ihre Sicherheitsprozesse erheblich zu verbessern, wodurch sich ein ambivalentes Bild ergibt.

IT-Infrastruktur vor dem Umbruch

Die wachsende Bedeutung von KI macht eine Modernisierung der IT-Landschaft unumgänglich. Der Studie zufolge planen deutsche Unternehmen, durchschnittlich 32 Prozent ihrer Server und 31 Prozent ihrer Storage-Systeme aufzurüsten. Die Motivation dahinter: eine höhere Datensicherheit, schnellere Datenübertragungen, leistungsfähigere Rechenkapazitäten sowie die Implementierung KI-optimierter Lösungen.

Neben technologischen Herausforderungen bleibt der Faktor Mensch entscheidend. 99 Prozent der befragten Entscheider betonen die Notwendigkeit neuer Fähigkeiten: Dazu zählen vor allem die Verbesserung des kritischen Denkens und der Problemlösungsfähigkeiten, die Stärkung des Know-hows für Data Science und Maschinelles Lernen sowie die Kultivierung von Kreativität für KI-Innovationen. Damit ist klar: Neben technologischem Fortschritt ist auch eine Weiterentwicklung der Belegschaft erforderlich, um das volle Potenzial von KI in der Praxis auszuschöpfen.

*Für die aktuelle Innovationsstudie von Dell Technologies befragte das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne 750 IT- und Business-Verantwortliche aus Unternehmen und Behörden weltweit. Unter den Befragten waren auch 150 Entscheider aus deutschen Organisationen.

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