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Standortpreisgabe gegen Mehrwert Deutsche skeptisch gegenüber Geomarketing

Autor / Redakteur: Isabelle Hübler / Nico Litzel

Geomarketing kann Unternehmen dabei helfen, potenzielle Kundschaft anzulocken. Doch viele Deutsche sind bisher nicht bereit, ohne erkennbaren Gegenwert ihre Standortdaten preiszugeben.

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Dr. Carsten Dittmar, Senior Manager Enterprise Information Management von Steria Mummert Consulting.
Dr. Carsten Dittmar, Senior Manager Enterprise Information Management von Steria Mummert Consulting.
(Steria Mummert Consulting)

Für die Studie „Potenzialanalyse Big Data Analytics“ befragte Steria Mummert Consulting im Januar 2014 rund 1.000 Endkunden in Deutschland. Davon gab knapp ein Drittel an, Dienste wie Around Me oder Google Maps zu nutzen. Für viele Unternehmen kann sich Geomarketing also lohnen.

Gelegentlicher Kauf

Denn weiß die Kundschaft, wo sie ein bestimmten Produkt oder eine Dienstleitung erhält, steigt laut Experten auch die Kauflust. Jeder fünfte Studienteilnehmer gab an, durch das Nutzen von standortbezogenen Diensten häufig ein Produkt erworben oder eine Dienstleistung in Anspruch genommen zu haben. Bei 41 Prozent führen Location Based Services (LBS) gelegentlich zu einem Kauf.

Deutsche weigern sich

Allerdings ist nicht jeder Deutsche bereit, seine Standortdaten preiszugeben. Nur 43 Prozent der Befragten halten Geomarketing für hilfreich oder absolut hilfreich. Rund 38 Prozent weigern sich hingegen, ihren Standort zu teilen. Die restlichen 23 Prozent der Deutschen kennen diese Form des Marketings gar nicht.

Mehrwert anbieten

Der Experte Dr. Carsten Dittmar, Senior Manager im Bereich Enterprise Information Management von Steria Mummert Consulting, rät daher Unternehmen, ihren Kunden einen Gegenwert bezüglich der Freigabe des Standortes anzubieten: „Beispielsweise in Form von zusätzlicher Information, Verbraucherfreundlichkeit oder eines finanziellen Mehrwerts“. Nur so ließen sich kaufwillige Kunden mit vergleichbar geringem Aufwand anlocken.

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