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Serviceroboter Der persönliche Roboter aus dem 3D-Drucker

| Autor / Redakteur: Stefanie Michel / Nico Litzel

Wer will seinen eigenen Roboter entwerfen und programmieren? Vielleicht soll er so aussehen wie Jimmy? Intel wird das in die Tat umsetzen: Die Daten für die Bauteile aus dem 3D-Drucker sollen bald auf einer Online-Plattform bereitstehen, programmiert wird über Apps.

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(Bild: 21st Century Robot)

Das Wachstum bei Service-Robotern ist weltweit immens. Doch Intel will mit seinem Programm „21st Century Robot“ den Anstieg noch weiter befeuern und deshalb jedem die Möglichkeit eröffnen, seinen eigenen Roboter zu konstruieren. Der Intel-Wissenschaftler und Zukunftsforscher Brian Johnson hat das vorgemacht und Jimmy erschaffen – seinen Roboter.

Jeder hat natürlich eine eigene Vorstellung, wie „sein“ Roboter aussehen oder was er tun könnte. Das soll nun realisierbar werden. Im Rahmen von „21st Century Robot“ arbeitete Johnson mit Wissenschaftlern und Ingenieuren daran, Dateien für einen Open-Source-Roboter bereitzustellen.

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Diese sollen kostenlos online zur Verfügung stehen, um daraus die Roboter-Bauteile mit einem 3D-Drucker auszudrucken. Programmieren kann ihn jeder so wie er mag, ähnlich wie über anpassbare Apps. Partner sollen die Komponenten liefern, die nicht aus dem 3D-Drucker kommen, wie Motoren, Getriebe oder Prozessoren – hier ist Intel auch mit seinen Produkten vertreten.

Gib Deinem individuellen Roboter einen Namen

Ein „21st Century Robot“ ist kein Industrieroboter – dafür war er nie gedacht. Vielmehr soll er mit Menschen interagieren, vollkommen sozial und interaktiv vernetzt sein. Da jeder seinen Roboter mit einer eigenen Persönlichkeit über Apps ausstatten können soll, wird dieser Roboter zum Individuum und braucht einen eigenen Namen – ganz nach dem Motto der Initiative: „Every Robot has a Name” („Jeder Roboter hat einen Namen“).

Eine Vorabversion des „Science fiction book 21st Century Robot“ herunterladen

Johnson und sein Team haben die „Vorlage“ für Jimmy bereits mit 10 Arbeitsgruppen an verschiedenen Universitäten zum Download geteilt, sodass diese sich ihr eigenes intelligentes Maskottchen drucken und programmieren konnten. Bald werden die Dateien für den Bau des Roboters online bereitgestellt und könenn verändert werden, um auch anderen die Möglichkeit zu geben, einen auf die eigenen Wünsche anpassbaren Roboter für unter 1000 US-Dollar zu entwickeln.

Die erste Plattform, die aus dem Projekt entstanden ist, ist Trossen Robotics. Hier kann Jimmy für 16.000 US-Dollar auch direkt bestellt werden.

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