GitHub erweitert Copilot um autonomen KI-Agenten Der Bot schreibt zurück: GitHub Copilot wird zum Coding-Agenten

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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GitHub Copilot bekommt eine neue Rolle – nicht mehr nur als Ideengeber, sondern als aktiver Entwickler. Der neue Coding-Agent soll Bugfixes, Features und Dokumentation selbstständig übernehmen und bringt ein eigenes Session-Management mit.

GitHub erweitert Copilot um einen Agenten, der Features und Fixes eigenständig umsetzt – inklusive Session-Logs und PRs.(Bild:  GitHub)
GitHub erweitert Copilot um einen Agenten, der Features und Fixes eigenständig umsetzt – inklusive Session-Logs und PRs.
(Bild: GitHub)

Kurz nach OpenAI hat auch GitHub die nächste Entwicklungsstufe seiner Entwickler-KI vorgestellt: GitHub Copilot. Statt nur Code-Vorschläge zu machen, kann der neue Copilot-Agent nun ganze Aufgaben übernehmen: Features implementieren, Bugs beheben, Dokumentation schreiben – und das in strukturierter, reproduzierbarer Form.

Im Unterschied zur bisherigen Nutzung in der IDE oder im Chat soll der Agent in einer eigenen Umgebung laufen. Er starte eine virtuelle Maschine, klone das Repository, lese die Projektstruktur aus und dokumentiere jeden Schritt. Der Output sei kein bloßer Vorschlag, sondern ein Pull Request – samt kommentierter Änderungen und Protokoll.

Task to Commit

Der Startpunkt für den Agenten kann ein klassisches GitHub-Issue sein oder ein Kommando in Copilot Chat – aktuell in Visual Studio Code. Der Agent lese zugewiesene Aufgaben, extrahiere den Kontext aus verwandten Issues und Repository-Dokumentation und beginne dann mit der Bearbeitung.

Während der Sitzung erstelle er nachvollziehbare Logs. Entwickler sollen den Fortschritt beobachten, Feedback geben und durch Kommentare die Richtung steuern können. Antworten und Folgeaktionen übernehme der Agent selbstständig.

GitHub bleibt im Loop

Anders als klassische Autopilot-Systeme ist der GitHub-Agent wohl fest im Ökosystem verankert. Pull Requests erscheinen wie gewohnt im Projekt-Workflow, Änderungen sind versioniert, und die Kontrolle bleibt beim Menschen. Der Agent soll auf Wunsch sogar temporär deaktiviert oder für einzelne Projekte abgeschaltet werden können.

Zum Start läuft die Preview über Copilot Enterprise und Copilot Pro Plus. Entwickler müssen den Agenten manuell in den Repository-Einstellungen aktivieren. GitHub verspricht eine Erweiterung auf weitere IDEs, darunter JetBrains, Eclipse und Xcode.

Vom Autocomplete zur Assistenzinstanz

Mit der neuen Architektur vollzieht GitHub einen strategischen Schritt: Weg vom klassischen Autocomplete, hin zu einem ausführenden Codierungs-Agenten. Während OpenAI mit Codex die gleiche Richtung einschlägt, setzt GitHub auf maximale IDE-Integration, nachvollziehbare Entscheidungen und Entwicklerinteraktion über den gesamten Arbeitszyklus hinweg.

Dabei bleibt GitHub seiner Linie treu: Der Copilot-Agent führt aus – aber nur auf Kommando. Entscheidungen werden nicht übergangen, sondern vorgeschlagen. So bleibt die Verantwortung beim Entwickler – und der Bot im Dienstmodus.

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