Informatica-Studie sieht Deutschland an der Spitze Datenschutz und Governance legen KI-Implementierungen Steine in den Weg

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Eine aktuelle Studie von Informatica sieht Deutschland hinsichtlich KI-Implementierung in einer Führungsrolle. Allerdings stellen Datenschutz und Governance immer noch große Herausforderungen dar.

Obwohl die KI-Implementierung zügig voranschreitet, gibt es zahlreiche Hürden zu bewältigen. Dies zeigt ein aktueller Report von Informatica.(Bild:  Gerd Altmann /  Pixabay)
Obwohl die KI-Implementierung zügig voranschreitet, gibt es zahlreiche Hürden zu bewältigen. Dies zeigt ein aktueller Report von Informatica.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay)

Der Informatica-Report „CDO Insights 2024: Charting a Course to AI Readiness“ geht unter anderem der Frage nach, ob Unternehmen für generative KI bereit sind und welche Hindernisse sie dabei überwinden müssen. Für die Studie wurden 600 Chief Data Officers und andere Datenentscheider in Unternehmen aus den USA, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum befragt.

Ein wesentliches Ergebnis: In Deutschland liegt die Implementierungsrate von generativer KI mit 58 Prozent über dem weltweiten Durchschnitt (45 Prozent). Allerdings sind alle deutschen Befragten (100 Prozent) bei der Einführung auf konkrete Hürden gestoßen. Dabei handelt es sich vor allem um den Bedarf an großen Mengen domänenspezifischer Daten zum Training und Feintuning von großen Sprachmodellen („Large Language Models“, LLMs). Problematisch sind auch die Themen Datenschutz und Governance (je 43 Prozent), gefolgt von Datenqualität (42 Prozent) sowie ethische Fragen (25 Prozent).

Hoffnungen und Hürden

Die befragten Datenentscheider wollen mithilfe von generativer KI vor allem die Zeit bis zur Wertschöpfung durch schnellere Erkenntnisse verkürzen (52 Prozent) und ihre Produktivität durch Automatisierungen und Optimierungen erhöhen (75 Prozent). Als wichtigster Erfolgsmesswert gilt hierzulande die Einhaltung von Datenschutz und -sicherheit, während weltweit vor allem die Eignung von Daten für den KI-Einsatz (43 Prozent) im Fokus steht.

In Deutschland ist die Skalierung der Datenbereitstellung für mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) das wesentliche technische Problem. Auf dem zweiten Rang folgen Schwierigkeiten, mit der sich schnell verändernden Technologielandschaft Schritt zu halten (37 Prozent). Zudem beklagen alle Teilnehmer organisatorische Hürden, wie etwa fehlende Unterstützung durch die Führungsebene oder eine mangelhafte Zusammenarbeit der betreffenden Geschäftsbereiche.

Kontrolle über Datenbestände sicherstellen

„Es ist nicht überraschend, dass die Implementierung von generativer KI und die dafür notwendigen Datenstrategien derzeit die größte Aufmerksamkeit von den meisten Datenverantwortlichen erfordern, unabhängig von Region oder Branche“, erklärt Jitesh Ghai, Chief Product Officer von Informatica.

Zwar gebe es nach wie vor eine Vielzahl technischer und organisatorischer Hürden zu überwinden. Es sei jedoch klar, dass Investitionen in ganzheitliche, hochintegrierte Datenmanagementfunktionen der Schüssel sind, um das enorme Potenzial generativer KI zu erschließen. „Unternehmen werden dadurch in der Lage sein, die volle Kontrolle über ihre immer größer werdenden Datenbestände zu übernehmen“, so Ghai.

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