Studie von Qlik Datenkompetenz wird zum wichtigsten Karrierefaktor

Von Martin Hensel

Einer aktuellen Studie des Analytics-Spezialisten Qlik zufolge, wird Datenkompetenz bis 2030 die gefragteste Arbeitnehmerexpertise sein. 80 Prozent der Führungskräfte gehen davon aus, dass dieses Know-how künftig genauso wichtig ist, wie heute einen Computer bedienen zu können.

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Datenkompetenz entwickelt sich zunehmend zu einer Kernkompetenz für Mitarbeiter.
Datenkompetenz entwickelt sich zunehmend zu einer Kernkompetenz für Mitarbeiter.
(Bild: Qlik)

Zu diesem Ergebnis kommt der „Data Literacy: The Upskilling Evolution Report“, den Qlik in Zusammenarbeit mit Future Labs erstellt hat. Für die Studie wurden weltweit insgesamt 1.209 Führungskräfte und 6.197 Mitarbeiter aus Unternehmen mit mehr als 50 Angestellten befragt. Sie zeigt, dass rasant zunehmende Datennutzung die Erwartungen der Unternehmen an ihre Datenpotenziale steigert und gleichzeitig Arbeitsmethoden verändert. Der Report prognostiziert, wie sich dies auf künftige Qualifikationsanforderungen und berufliche Anforderungen auswirken wird.

So glaubt etwa jeder fünfte deutsche Arbeitnehmer (23 Prozent), dass ihn sein Arbeitgeber auf einen stärker datenorientierten und automatisierten Arbeitsplatz vorbereitet. 39 Prozent haben in den vergangenen zwölf Monaten den Job gewechselt, weil sie nicht genug Weiterbildungsmöglichkeiten bekamen. Dies unterstreicht die Bedeutung von laufender Qualifizierung, um dem Wandel am Arbeitsplatz zu begegnen.

Bedarf wächst

Laut der Studie gehen 66 Prozent der deutschen Führungskräfte und 35 Prozent der Arbeitnehmer davon aus, dass bis zum Jahr 2030 Datenkompetenz die wichtigste Eigenschaft eines Mitarbeiters sein wird. Dies spiegelt die zunehmende Wertschätzung von Daten in Unternehmen wider. 85 Prozent der Führungskräfte erwarten, dass ihre Mitarbeiter den Einfluss von Daten auf ihre Entscheidungsfindung erklären können. Grundsätzlich wird eine kollaborativere Arbeitsweise erwartet, etwa durch den Einsatz intelligenter Tools (75 Prozent) und höherer Produktivität (81 Prozent). Innerhalb der kommenden drei Jahre erwarten 44 Prozent der Führungskräfte die Einstellung eines Chief Automation Officers.

„Wir hören oft, dass Mitarbeiter verstehen müssen, wie KI ihre Arbeit beeinflussen und ergänzen wird. Aber noch wichtiger ist, dass wir ihnen helfen, die Fähigkeit zu entwickeln, dass sie dem Ergebnis der intelligenten Algorithmen einen menschlichen Mehrwert verleihen“, erklärt Elif Tutuk, Vice President of Innovation & Design von Qlik. Datenkompetenz werde entscheidend sein, um die Zusammenarbeit über die menschliche Kollaboration hinaus zu erweitern. „Die Mitarbeiter müssen in die Lage versetzt werden, die maschinelle Intelligenz mit menschlicher Kreativität und kritischem Denken zu ergänzen“, so Tutuk.

Monetäre Vorteile

Für die Mitarbeiter bringt die höhere Datenkompetenz auch karrieretechnische Vorteile. So gab jede Führungskraft an, dass sie Bewerbern mit erwiesenem Fachwissen ein höheres Gehalt anbieten würde. Im Schnitt liegt dieser Vorteil bei 26 Prozent oder rund 12.400 Euro bezogen auf einen durchschnittlichen deutschen Angestellten. Allerdings haben nur 7 Prozent der befragten Arbeitnehmer Vertrauen in ihre eigene Datenkompetenz. Schulungen werden überwiegend Mitarbeitern angeboten, die ohnehin bereits hauptsächlich mit Daten arbeiten. 83 Prozent der Arbeitnehmer investieren daher eigene Zeit und eigenes Geld (70 Prozent) in ihre Fortbildung.

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