Teradata-Umfrage zu Analytics

Datenanalysen sind noch unzureichend und zu komplex

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Zu hohe Komplexität macht den Nutzern von Analytics-Systemen zu schaffen.
Zu hohe Komplexität macht den Nutzern von Analytics-Systemen zu schaffen. (Bild: Teradata)

Business- und IT-Entscheider sind laut einer aktuellen Umfrage von Vanson Bourne im Auftrag von Teradata zunehmend frustriert über Komplexität und Unklarheiten von Analytics-Anwendungen.

Die Studie zeigt signifikante Hindernisse für Unternehmen auf, die Daten sinnvoll und effektiv nutzen wollen. Viele der befragten Führungskräfte gaben an, dass ihre Analytics-Investitionen nicht die erwünschten Antworten lieferten. Als Hauptprobleme wurden fehlender Datenzugriff für die betreffenden Nutzer (79 Prozent), zu hohe Komplexität der Anwendungen (74 Prozent), Verständnisprobleme der Mitarbeiter (42 Prozent) sowie fehlende Data Scientists genannt. Bezüglich letzterem gaben nur 25 Prozent der Firmen an, dass Entscheider ohne Hilfe von Datenspezialisten Analytics einsetzen und daraus Erkenntnisse gewinnen können.

Schwer zu verstehen

Laut der Erhebung hat die starke Zunahme von Technologien zum Erfassen, Vorhalten und Analysieren von Daten zu einer erheblichen Komplexität geführt, die Unternehmen nun regelrecht lähmt. Oft wird bemängelt, dass die entsprechenden Lösungen für Mitarbeiter unverständlich und schwer zu nutzen sind. 31 Prozent der Befragten sehen Analytics-Systeme daher als ungeeignet für den unternehmensweiten Einsatz an. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) findet, dass ihr Betrieb mit der Komplexität von Analytics überfordert ist. Rund 46 Prozent finden, dass Analysesoftware ihr Geschäft nicht voranbringt, weil es zu viele Fragen und zu wenige Antworten gibt.

Ein großes Problem ist dabei der Datenzugriff: Endscheidungsträger können oft nicht auf ausreichend Informationen zugreifen, um fundierte Erkenntnisse zu gewinnen. Dennoch wünschen sich 81 Prozent einen umfassenderen Einsatz von Analytics in ihrem Unternehmen. Dort wo solche Lösungen bereits im Einsatz sind, werden sie vor allem von der IT-Abteilung genutzt (54 Prozent). Vorstand und Management befassen sich nur in 23 Prozent der Unternehmen mit diesem Thema.

Fehlende Fachkräfte

Der Mangel an qualifizierten Datenspezialisten tut sein Übriges, um den Einsatz der komplexen Technologien auszubremsen. Als Gegenmaßnahme will die Mehrheit der Umfrageteilnehmer in benutzerfreundlichere Technik und Nutzerschulungen investieren oder tut dies bereits. 75 Prozent der Führungskräfte sind zudem der Ansicht, dass Data Scientists notwendig sind, um Business-Entscheider Erkenntnisse aus Daten ziehen zu lassen.

„Die größten und bekanntesten Unternehmen der Welt haben zusammen Milliarden von Dollar in Data Analytics investiert, aber der ganze zeitliche und finanzielle Aufwand wurde nur mit mittelmäßigen Ergebnissen belohnt“, meint Martyn Etherington, Chief Marketing Officer von Teradata. „Unternehmen fordern Technologien, mit denen sie jederzeit alle Daten auswerten können, um Antworten auf ihre drängendsten Aufgaben zu finden. Das erreichen sie bislang nicht, so dass die Frustration über aktuelle Analytics-Lösungen spürbar groß ist“, ergänzt er.

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