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Blockchain-Hype durchschritten Data-driven Services gewinnen an Bedeutung

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

Der auf technischen Kundendienst spezialisierte Verband KVD e.V. hat Trends und Zahlen rund um das Thema datengetriebene Services zusammengestellt. Sie zeigen unter anderem einen abflauenden Blockchain-Hype – was aber keine schlechte Nachricht ist.

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Laut dem KVD e.V. gewinnen datengetriebene Services immer mehr an Bedeutung.
Laut dem KVD e.V. gewinnen datengetriebene Services immer mehr an Bedeutung.
(Bild: GDJ / Pixabay / Pixabay )

Zielgerichtete Gewinnung und Auswertung von Daten werden sowohl für produzierende Unternehmen als auch Dienstleister immer wichtiger. Auch im Bereich Kundenservice haben Firmen nur dann eine Marktchance, wenn sie zukunftsweisende Kompetenzen sichern. Zu diesem Ergebnis kommt der Verband KVD e.V. auf Basis verschiedener Trends und Zahlen.

Ein Teil dieser Erkenntnisse betrifft auch die Blockchain-Technik: Demnach sieht der KVD einen zunehmend abflachenden Hype. Dies sei aber kein schlechtes Zeichen, sondern ermögliche vielmehr eine ergebnisorientierte Entwicklung. Als Beleg führt der KVD die Anzahl der Firmengründungen im Blockchain-Umfeld an. Sie stiegen von 207 im Jahr 2015 auf 777 im Jahr 2017 und flachten auf 317 im Jahr 2018 ab. Dennoch zeigt die Anzahl der relevanten Patente in den vergangenen Jahren ein steigendes Interesse an der Technik: Während 2014 die Anträge mit 226 Patenten noch sehr überschaubar waren, wurden 2018 bereits 4.673 Patente angemeldet.

Kompetenzen und Modelle

Der KVD ist im Rahmen einer eigenen Studie auch weiteren Themen rund um Services nachgegangen. So sind beispielsweise die wesentlichen Kompetenzen für Service-Mitarbeiter technischen Wissen (70,6 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (64,7 Prozent) und Kundenorientierung (58,8 Prozent). Die meisten Unternehmen verwenden in kostenbasiertes Preismodell („Cost-Plus“), zudem werden vielfach Lizenzen, Wartungsverträge und Service-Level-Agreements (SLAs) eingesetzt.

Laut dem KVD steigt zudem der Umsatz mit datenbasierten Services. So machten beispielsweise im Jahr 2015 rund 46 Prozent der Firmen keinerlei Umsatz mit derartigen Angeboten. Bis 2018 hat sich dieser Wert mehr als halbiert und machte nur noch 21 Prozent der Unternehmen aus.

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