Entwicklung von Industrie-4.0-Lösungen

BMW Group und Microsoft setzen auf Open Manufacturing Platform

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Ein Smart Transport Robot im BMW-Werk Regensburg.
Ein Smart Transport Robot im BMW-Werk Regensburg. (Bild: BMW Group)

Die BMW Group und Microsoft haben gemeinsam eine Initiative gestartet, um schnellere und kostengünstigere Innovationen in der Fertigungsindustrie zu ermöglichen. Das soll die Open Manufacturing Platform (OMP) ermöglichen.

Im Rahmen der Hannover Messe haben die BMW Group und Microsoft die Einführung der OMP verkündet. Sie soll als offene Technologieplattform die Entwicklung von Smart-Factory-Lösungen vorantreiben, die von der OMP-Community in der Automobil- und Fertigungsindustrie gemeinsam genutzt werden. Ziel der Initiative ist die Beschleunigung künftiger industrieller IoT-Entwicklungen, um die Effizienz in der Produktion zu erhöhen.

Azure-basierte Plattform

Die OMP basiert auf der Microsoft Azure Industrial IoT Cloud Platform und ist das Ergebnis einer langjährigen Technologiepartnerschaft zwischen der BMW Group und Microsoft. Sie stellt den Community-Mitgliedern eine Referenzarchitektur mit Open-Source-Komponenten auf Grundlage offener Industriestandards sowie offener Datenmodelle bereit. Zudem standardisiert die Plattform industrielle Datenmodelle, um die Informationsanalyse zu beschleunigen. Sie macht Daten zugänglich, die bisher vorwiegend in proprietären Systemen gelagert wurden. Community-Mitglieder können Lösungen mittels industrieller Referenzanwendungen zügig erstellen, ohne dabei die Kontrolle über Daten und geistiges Eigentum zu verlieren. Die Plattform ist RAMI4.0-kompatibel und nutzt unter anderem den Interoperabilitätsstandard OPC UA.

Anwendungsfälle identifizieren

Mit mehr als 3.000 IoT-fähigen Anlagen, Robotern und autonomen Transportsystemen will die BMW Group erste Anwendungsfälle in die OMP-Community einbringen. Ein Beispiel ist der Einsatz der IoT-Plattform für die zweite Generation der Transportsysteme im BMW-Werk in Regensburg: Dank der Plattform konnten die Logistikprozesse mittels zentraler Koordination des Systems deutlich vereinfacht werden. „Bereits seit 2016 setzen wir auf Cloud-Dienste und entwickeln konsequent neue Ansätze. Mit der Open Manufacturing Platform als nächsten Schritt wollen wir unsere Lösungen für andere Unternehmen verfügbar machen und gemeinschaftlich Potenziale heben, um unsere starke Position im Markt nachhaltig zu festigen“, erklärt Oliver Zipse, Mitglied des Vorstands der Produktion der BMW AG.

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