Monetarisierung von Daten

Big Data eröffnet neue Geschäftsmodelle

| Autor / Redakteur: Thomas Schumacher / Nico Litzel

Big Data kann nicht nur bestehende Geschäftsmodelle verbessern, sondern bietet Unternehmen auch die Chance, vollkommen neue Umsatzquellen zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen.
Big Data kann nicht nur bestehende Geschäftsmodelle verbessern, sondern bietet Unternehmen auch die Chance, vollkommen neue Umsatzquellen zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen. (Bild: © Tim - Fotolia.com)

Ursprünglich wurde Big Data genutzt, um analytische Strategien von Unternehmen voran zu bringen – jetzt geht die Entwicklung Schritt für Schritt in die Richtung, Geschäftsmodelle radikal zu verändern.

Seit dem ersten dramatischen Auftritt in der Öffentlichkeit hat Big Data nach und nach eine Ahnung davon vermittelt, welche Vorteile es Unternehmen bringen kann. Während ursprünglich vor allem das Speichern riesiger Datenmengen und der Zugriff darauf im Mittelpunkt standen, wurde Big Data schnell zum „Heiligen Gral“ der Marketingspezialisten. Einsatz, Kundenbindung, Einstellungen, Verkaufsprognosen – Big Data hat die Segmentierung und Entscheidungsprozesse verbessert.

An diesem Punkt war es vor allem eine Erweiterung schon vorher bestehender Analysestrategien, um das Wissen über Kunden durch noch zahlreichere, granularere und zum Kontext passende Daten zu erhöhen. Ein gutes Beispiel hierfür wären Datenbanken von Marktführern wie Walmart, die jetzt in der Lage sind, mehr als eine Million Transaktionen pro Sekunde zu erfassen.

Nicht nur das Marketing, auch Datenprofis im Gesundheits- und Finanzwesen oder der Telekommunikationsbranche haben schnell realisiert, wie auch ihre Branchen von Big Data profitieren können. 2012 schätzte das Beratungsunternehmen McKinsey, dass Big Data allein für das Gesundheitswesen einen möglichen Wert von 300 Milliarden US-Dollar aufweist, nur durch die Optimierung bestehender Prozesse auf Basis besseren Wissens.

Big Data unterstützt Betriebsabläufe

Unternehmen reiten auf der Erfolgswelle dieser analytischen Projekte und versuchen jetzt einen Schritt weiter zu gehen, indem sie strategische Abläufe und Prozesse auf Basis von „Big Analytics“ automatisieren. Zu den Beispielen mit der größten Publizität zählen die „Recommendation Engines“ für Empfehlungen bei Amazon und Netflix – hier wurde nicht erst auf einen Medienhype gewartet, um mit der Analyse großer Datenbestände zu starten.

Die Operationalisierung der Daten hat eine Bresche für innovative Strategien geschlagen, die darauf abzielen, neue Wertschöpfungsquellen zu schaffen. Big Data ist zu einem Werkzeug geworden, das Unternehmen hilft, neue Gebiete zu erkunden und Ergebnisse zu erzielen, die in der Vergangenheit für unmöglich erachtet wurden.

Analyse von Kassenzetteln und Kundenkarten

In diesen Fällen kann Big Data einen inneren Wert freisetzen, der nicht unbedingt erwartet wurde. Beispielsweise studiert jede Einzelhandelskette, die ihr Marketingbudget wert ist, das Kaufverhalten ihrer Kunden durch die Analyse von Kassenzetteln und Kundenkarten. Ziel ist es, die Kundenerfahrung im Laden zu verbessern, bestimmte Produkte in den Vordergrund zu stellen und mit maßgeschneiderten Angeboten die Kundenbindung zu erhöhen. Wenn sie tiefer in die Daten eintauchen, können Einzelhändler mit ihren Lieferanten zusammenarbeiten, etwa indem sie Kunden unmittelbar ortsabhängige Gutscheine auf ihre Mobiltelefone schicken.

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