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Datenbank-News von IBM Big Blue renoviert Datenbank-Angebote

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Nico Litzel

Die IBM hat ihr umfassendes Datenbank-Portfolio aktualisiert. Zu den Produkten gehören das Urgestein Db2, aber auch Informix, die Netezza-Appliance und das relativ neue Cloud Pak for Data.

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Ein Bildschirmbeispiel des IBM-Services CloudPak for Data.
Ein Bildschirmbeispiel des IBM-Services CloudPak for Data.
(Bild: IBM)

Die IBM baut das Flaggschiff Db2 mit der Version 11.5.4 weiter Richtung Multi-Model Database aus. Nun können die Kunden nicht nur das gewohnte relationale und dokumentenorientiere Datenbankmodell nutzen, sondern auch eine Graph-Datenbank. Db2 definiert dazu eine Überlagerung der relationalen Tabellen mit einem Graphmodell, sodass die Daten nur einmal gespeichert werden, aber gleichzeitig mit SQL und Gremlin, einer Abfragesprache für Graphen, abgefragt werden können.

Darüber hinaus bietet Db2 eine REST-API, mit der der Nutzer nicht nur Abfragen, sondern auch INSERT-, UPDATE- und DELETE-Operationen durchführen kann. Damit soll der Zugriff auf Db2 auch aus Programmiersprachen und -umgebungen realisierbar sein, für die keine Db2-Treiber existieren, sofern nur Unterstützung für REST-APIs vorhanden ist.

Neben vielen weiteren Verbesserungen bezüglich Verfügbarkeit und Sicherheit, einer verbesserten Unterstützung für Anwendungsentwicklung, analytische Anwendungen und die OpenShift-Plattform, ist ein weiterer Schwerpunkt die vermehrte Nutzung von Machine-Learning-Techniken durch Db2 selbst. Db2 läuft auf Hypervisors für Linux, Unix und Windows und unterstützt Kubernetes-Container auf Linux mit einem neuen Mod Pack.

IBM Informix 14.10.xC4

Im Juni 2020 hat IBM die neue Informix-Version 14.10.xC4 freigegeben. Da sich innere Struktur von Informix deutlich von der in Db2 unterscheidet, ist sie für andere Zwecke geeignet, etwa für Geoinformationssysteme (GIS). Die neue Version soll viele Verbesserungen im Bereich der Anwendungsentwicklung bieten, so etwa einen neuen .NET Core Provider, Erweiterungen bei den REST- und MQTT-Listeners oder bei den spatio-temporalen Datentypen von Informix, die Unterstützung für die OpenGIS Simple Features Specification for SQL Revision 1.1 und für den Standard ISO/IEC 13249-3 SQL/MM Part 3 Spatial. Diese Version ist für das Unix-Betriebssystem Solaris 11.4 zertifiziert.

Netezza Performance Server in der Cloud

Nachdem im vergangenen Jahr die Technologie der Netezza Data Warehousing Appliance als Teil des Hyperconverged-System Cloud Pak for Data System verfügbar gemacht worden ist, können Kunden nun den Netezza Performance Server auch in der Public Cloud nutzen, nämlich sowohl in der IBM Cloud, als auch als Amazon Web Service. Dabei wird eine Datenbank-Engine genutzt, die vollständig kompatibel zu den On-Premises-Systemen sein soll. Einer der Vorteile: Die Kunden profitieren von Cloud Object Storage als Teil der Datensicherungsstrategie. Für bestehende Appliance-Systeme wird ein einfacher Lift-and-Shift-Ansatz für die Migration in die Cloud unterstützt.

Db2 Data Gate on Cloud Pak for Data

Der strukturelle Aufbau des IBM-Services Db2 Data Gate for z/OS.
Der strukturelle Aufbau des IBM-Services Db2 Data Gate for z/OS.
(Bild: IBM)

Das kürzlich verfügbar gemachte Db2 Data Gate on Cloud Pak for Data soll es Nutzern erlauben, Daten aus einer Db2-Datenbank unter z/OS in eine Db2 oder Db2-Warehouse-Datenbank in einer Linux-Umgebung unter RedHat OpenShift zu replizieren. Lesende analytische oder OLTP-Anwendungen können damit in Echtzeit auf die Daten der Mainframe-Datenbank des System z zugreifen, ohne diese zu belasten.

Cloud Pak for Data als Managed Service in der IBM Cloud

IBM Cloud Pak for Data as a Service ist ein Starter-Set für IBMs Enterprise Insights Platform „Cloud Pak for Data“ in der IBM Cloud. Durch die Integration von Daten und KI in einer einheitlichen Umgebung soll die Erstellung und das Management von Analysen und Machine-Learning-Modellen vereinfacht werden. IBM übernimmt Bereitstellung, Verwaltung und Aktualisierung. Mit den Tools, Prozessen und der Governance, die für den Umgang mit Unternehmensdaten in der Cloud erforderlich sind, soll der Kunde schnell starten und bei Wachstum skalieren können. Weitere Cloud Paks, etwa für Security, stehen seit Ende 2019 zur Verfügung.

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