Java-Runtime-Daten per natürlicher Sprache abfragen Azul bringt KI-Assistent für Java-Bestände

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Azul erweitert seine Intelligence Cloud um einen KI-Assistenten für Fragen zu Java-Laufzeitumgebungen. IT-, DevOps- und Security-Teams sollen damit produktiv laufende JVMs, eingesetzte Java-Versionen und ungenutzten Code über eine Abfrage in natürlicher Sprache analysieren können. Die Antworten basieren laut Anbieter auf fortlaufend erfassten Runtime-Daten.

Azul-CEO Scott Sellers zufolge sollen Teams mit dem KI-Assistenten aktuelle und historische Daten aus ihren Java-Laufzeitumgebungen direkt in natürlicher Sprache abfragen können.(Bild:  Azul)
Azul-CEO Scott Sellers zufolge sollen Teams mit dem KI-Assistenten aktuelle und historische Daten aus ihren Java-Laufzeitumgebungen direkt in natürlicher Sprache abfragen können.
(Bild: Azul)

Azul hat einen KI-Assistenten für seine Intelligence Cloud vorgestellt. Das Werkzeug soll Java-Bestände über Abfragen in natürlicher Sprache auswerten. Dabei greift es nach Angaben des Anbieters auf Daten aus den Modulen JVM Inventory und Code Inventory zurück.

Der Assistent wertet Daten zu aktiven Java Virtual Machines (JVM), eingesetzten Versionen und Anbietern sowie zur tatsächlichen Nutzung des bereitgestellten Codes aus. Damit können Teams beispielsweise feststellen, welche JVMs einen veralteten Update-Stand haben, in welchen Umgebungen Oracle Java läuft oder welche Code-Bestandteile über längere Zeit nicht ausgeführt wurden.

Runtime statt Momentaufnahme

Azul grenzt den Ansatz von klassischen Asset-Management-Reports und statischen Code-Scans ab. Diese bildeten oft nur einen Zustand zum Zeitpunkt der Erfassung ab. Gerade in verteilten Java-Umgebungen mit Cloud-Instanzen, Containern und lokalen Systemen könne sich dieser Bestand schnell ändern.

Das JVM Inventory soll laufende Java-Instanzen erfassen. Das Code Inventory dokumentiert laut Azul, welcher Code in Produktionsumgebungen tatsächlich ausgeführt wurde. Der Assistent legt über diese Datenbasis eine Abfrageschicht. Statt Reports zu bauen oder Abfragen zu formulieren, sollen Nutzer die Bestandsdaten direkt befragen können.

Azul nennt dabei drei typische Anwendungsfälle:

  • Java-Versionen mit fehlenden Updates oder fehlendem Support identifizieren
  • JVMs bestimmter Anbieter im Produktivbetrieb erkennen
  • ungenutzte Code-Bestandteile für Bereinigung oder Migrationsprojekte ermitteln

Die Daten können Hinweise auf technische, sicherheitsrelevante oder vertragliche Risiken liefern. Ob aus einer gefundenen Oracle-JVM tatsächlich ein Lizenzrisiko folgt, lässt sich daraus allein jedoch nicht ableiten. Dafür bleiben Lizenzbedingungen, Vertragslage und die konkrete Nutzung maßgeblich.

Zugriff ohne neue Datensammlung

Nach Angaben von Azul nutze der Assistent Daten, die die Intelligence Cloud bereits aus laufenden JVMs erfasse. Ein zusätzlicher Performance-Overhead in den Produktivsystemen solle daher nicht entstehen. Der Assistent beantworte ausschließlich Fragen und greife nicht steuernd in die Umgebung ein.

Scott Sellers, Mitgründer und CEO von Azul, erklärt, Reports seien bei ihrer Auswertung häufig bereits überholt. Der Assistent solle Teams deshalb eine direkte Abfrage des aktuellen Java-Bestands ermöglichen. Auch historische Informationen könnten in Analysen einfließen.

Azul richtet das Angebot neben IT-, Plattform-, DevOps- und Security-Teams auch an Managed Service Provider und Systemintegratoren. Diese könnten Java-Bestände mehrerer Kunden über die Plattform verwalten. Verfügbar ist der AI Assistant laut Anbieter für Kunden der Azul Intelligence Cloud, sofern sie die KI-Funktionen über eine wohl kostenfreie Zusatzvereinbarung aktivieren.

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