KI verändert die Videoüberwachung grundlegend Axis-Report zeigt Trends bei KI in Netzwerkkameras

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Ein neuer Bericht von Axis Communications beleuchtet den wachsenden Einfluss von Künstlicher Intelligenz in der Videoüberwachung. Im Fokus stehen hybride Architekturen, datengestützte Effizienzgewinne und ethische Herausforderungen – gerade auch mit Blick auf Gesichtserkennung und Datenschutz.

Der KI-Report von Axis Communications beleuchtet u. a. die wachsende Bedeutung von Edge- und Cloud-KI sowie neue Anwendungsszenarien für Netzwerkkameras im Bereich betriebliche Effizienz und Business Intelligence.(Bild:  Axis)
Der KI-Report von Axis Communications beleuchtet u. a. die wachsende Bedeutung von Edge- und Cloud-KI sowie neue Anwendungsszenarien für Netzwerkkameras im Bereich betriebliche Effizienz und Business Intelligence.
(Bild: Axis)

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Videoüberwachung nimmt laut einem Bericht von Axis Communications weiter zu. Die Studie „The State of AI in Video Surveillance 2025“ fasst Daten aus zwei weltweiten Befragungen und Experteninterviews zusammen. Sie zeigt, wie Unternehmen zunehmend auf hybride Architekturen setzen und KI nicht nur zur Sicherheit, sondern auch zur Optimierung ihrer Geschäftsprozesse nutzen.

Laut Report zählt KI für 66 Prozent der befragten Führungskräfte zu den wichtigsten Prioritäten in naher Zukunft. An zweiter Stelle folgen Cybersicherheit und Datenschutz, dicht gefolgt von Analytik und verwertbaren Ergebnissen. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Partnern und Endkunden – mit jeweils leichten Verschiebungen in der Gewichtung.

Edge-KI trifft Cloud – Hybride Modelle setzen sich durch

Im Zentrum steht die Verlagerung von klassischen Serverlösungen hin zu hybriden Systemen. Diese kombinieren Edge-KI – also Echtzeitdatenverarbeitung direkt auf den Kameras – mit der Skalierbarkeit der Cloud. Der Vorteil: Ereignisse lassen sich schnell erkennen, ohne auf zentrale Infrastruktur angewiesen zu sein. Gleichzeitig können große Datenmengen langfristig gespeichert und analysiert werden.

Der Bericht spricht von einem wachsenden Bedarf an skalierbaren, ressourcenschonenden Systemen, die auch mit Bandbreiten effizient umgehen. Die Edge-Geräte fungieren dabei als Sensoren mit eigener Rechenleistung, unterstützt durch cloudbasierte Analytik.

Business Intelligence wird zur Anwendungssphäre

KI-gestützte Videoanalyse beschränkt sich nicht mehr auf sicherheitskritische Umgebungen. In der Logistik, im Einzelhandel oder der Fertigung lassen sich Bewegungsströme analysieren, Flächen effizienter nutzen oder der Personaleinsatz besser planen. Laut Report können Unternehmen dadurch Kosten senken und Abläufe automatisieren.

Beispielhafte Anwendungsfelder sind Personenzählung, Asset-Tracking oder Heatmaps zur Flächenplanung. Die Verknüpfung mit Business-Intelligence-Systemen soll eine bessere Ressourcennutzung und fundiertere Entscheidungen ermöglichen.

Kontext statt Einzelbild – Sensorfusion im Fokus

Ein weiterer Trend liegt in der Integration zusätzlicher Datenquellen. Audio-, Umgebungs- oder Kontextdaten ergänzen klassische Videodaten und erlauben präzisere Bewertungen. Laut Bericht führt diese multimodale Analyse zu schnelleren Reaktionen, etwa bei Notfällen oder abweichendem Verhalten.

Sicherheitsverantwortliche könnten dadurch nicht nur schneller reagieren, sondern auch falsche Alarme reduzieren. Der Ansatz ähnelt der menschlichen Wahrnehmung, bei der Informationen aus verschiedenen Sinneskanälen zusammengeführt werden.

Gesichtserkennung: Technisch möglich, ethisch umstritten

Ein heikles Thema bleibt die Gesichtserkennung. Sie gewinnt laut Report weltweit an Bedeutung, allerdings unter klaren regulatorischen Vorgaben. Vor allem in Regionen mit strengen Datenschutzgesetzen bleibe der Einsatz sensibel.

Die Befragten fordern demnach eindeutige Richtlinien und mehr Transparenz zur Funktionsweise solcher Systeme. Laut Axis soll ein verantwortungsvoller Umgang im Vordergrund stehen, insbesondere in Europa.

Die Ergebnisse der Axis-Studie zeigen: KI verändert die Videoüberwachung tiefgreifend – technisch wie strukturell. Netzwerkkameras entwickeln sich zu Datenknotenpunkten mit wachsender Bedeutung für Sicherheit und betriebliche Effizienz. Dabei bleibt die Frage nach ethischer Gestaltung und Datenschutz zentral.

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