Philips Future Health Index

Auf einem guten Weg: Nutzung und Akzeptanz von KI im deutschen Gesundheitswesen

| Autor / Redakteur: Julia Engelke / Nico Litzel

Künstliche Intelligenz (KI) kann Ärzte und Pflegekräfte dabei unterstützen, die wachsende Datenflut zu bewältigen, sie von Routineaufgaben entlasten oder auch die Diagnostik und Therapieentscheidung erleichtern.
Künstliche Intelligenz (KI) kann Ärzte und Pflegekräfte dabei unterstützen, die wachsende Datenflut zu bewältigen, sie von Routineaufgaben entlasten oder auch die Diagnostik und Therapieentscheidung erleichtern. (Bild: Philips)

Künstliche Intelligenz (KI) kann Ärzte und Pflegekräfte dabei unterstützen, die wachsende Datenflut zu bewältigen, sie von Routineaufgaben entlasten oder auch die Diagnostik und Therapieentscheidung erleichtern. Soweit die Theorie. Aber welche Rolle spielt KI tatsächlich im Gesundheitswesen? Der diesjährige Philips Future Health Index zeigt ein durchaus positives Ergebnis.

Sowohl die Akzeptanz als auch die Nutzung von KI fallen positiv aus. Zugleich wird aus der Umfrage aber deutlich, dass die Potenziale von KI noch nicht in vollem Umfang in der Gesundheitsversorgung genutzt werden.

41 Prozent der medizinischen Fachkräfte in Deutschland nutzen heute KI-gestützte Technologien in ihrer täglichen Arbeit. Damit liegen sie im Vergleich zu China (85 Prozent) zwar deutlich zurück, sind jedoch etwa gleichauf mit US-Kollegen (33 Prozent). Innerhalb Europas sind Italien (59 Prozent) und Frankreich (54 Prozent) Deutschland etwas voraus. Ein Anwendungsfeld für KI ist beispielsweise die Diagnostik, bei der sie für eine verbesserte Bildqualität oder das automatisierte Erkennen von Befundauffälligkeiten eingesetzt wird. Darüber hinaus kommt KI auch in der Therapie zum Einsatz, wo sie unter anderem bei der Planung und Umsetzung von Behandlungsplänen unterstützt. Am häufigsten wird KI derzeit aber über die meisten Länder hinweg bei der Terminplanung angewendet – sowohl für die Patientenkoordination als auch für die Optimierung von Arbeitsplänen.

Nur geringe Bedenken

Bedenken gegenüber einer KI-Unterstützung fallen in Deutschland sehr gering aus. Die Sorge, dass KI über kurz oder lang die Arbeit der medizinischen Fachkräfte übernehmen könnte, teilen nur wenige der Befragten in Deutschland. 10 Prozent fürchten, ihren Arbeitsplatz an Maschinen zu verlieren. Deutlich skeptischer hingegen sind die befragten medizinischen Fachkräfte aus China (28 Prozent) und Frankreich (24 Prozent).

Fragt man die Bevölkerung, geben rund 58 Prozent der Deutschen an, über die Nutzung von KI im Gesundheitswesen Bescheid zu wissen. Davon meinen 19 Prozent, etwas oder viel darüber zu wissen, 38 Prozent wissen ein wenig darüber. In den USA liegt der Wert niedriger. Nur 48 Prozent der US-Amerikaner sagen, dass sie sich etwas unter der Verwendung von KI im Gesundheitssystem vorstellen können. Die Chinesen haben hier die Nase mit 69 Prozent vorn, wobei auch dort nur 23 Prozent angeben, etwas oder viel darüber zu wissen.

Neben KI wurden mit Telemedizin und elektronischer Patienten- bzw. Gesundheitsakte (ePA/ eGA) zwei weitere Themenbereiche im diesjährigen Future Health Report abgefragt. Dabei zeigte sich, dass die Telemedizin in den meisten untersuchten Ländern, einschließlich Deutschland, noch kein fester Bestandteil der täglichen Arbeit der medizinischen Fachkräfte ist. Wenn sie zum Einsatz kommt, dann vorrangig für den fachlichen Austausch mit Kollegen und weniger zur Kommunikation mit den Patienten.

Zugang zu den eigenen Daten

Im Zusammenhang mit der ePA gaben 62 Prozent der Befragten an, dass sie gerne ihre Daten einsehen würden, wenngleich sie derzeit keinen Zugriff haben bzw. nicht wissen, ob sie einen solchen haben. 24 Prozent hingegen möchten keinen Zugriff auf ihre ePA und 14 Prozent der Befragten gaben an, diesbezüglich unschlüssig zu sein.

Mit 82 Prozent bewertet die überwiegende Mehrheit der befragten deutschen Bevölkerung die Qualität ihrer Gesundheitsversorgung als gut, sehr gut oder sogar ausgezeichnet. Haben Personen Zugang zu ihren digitalen Daten, liegt die Zahl derer, die sich gut oder mehr als gut versorgt fühlen mit 92 Prozent sogar noch höher.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal DeviceMed.

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