World Models für Robotik und Simulation AMD setzt bei KI-GPUs auf räumliche Modelle

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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AMD will die Forschung an räumlicher KI enger mit seiner Entwicklung von Rechenplattformen verbinden. Dazu hat der Chiphersteller eine Übernahme von World Labs vereinbart. Das Labor entwickelt Modelle für interaktive 3D-Umgebungen und arbeitet an Technik für Robotik und Simulation.

AMD-Chefin Lisa Su (links) und World-Labs-Chefin Fei-Fei Li bei der Unterzeichnung der Übernahmevereinbarung. Li soll nach Abschluss des Kaufs Chief Scientist bei AMD werden.(Bild:  World Labs)
AMD-Chefin Lisa Su (links) und World-Labs-Chefin Fei-Fei Li bei der Unterzeichnung der Übernahmevereinbarung. Li soll nach Abschluss des Kaufs Chief Scientist bei AMD werden.
(Bild: World Labs)

World Labs entwickelt KI-Modelle, die aus Texten, Bildern oder Videos interaktive 3D-Umgebungen erzeugen. Nutzer können sich durch diese Welten bewegen und sie verändern. Für solche Modelle hat sich der Begriff World Models etabliert. Das von Fei-Fei Li mitgegründete Labor arbeitet außerdem an Modellen und Technik für Robotik und Simulation.

AMD will diese Forschung näher an seine Entwicklung von Hardware, Software und Rechensystemen holen. Der Chiphersteller hat deshalb eine Übernahme von World Labs vereinbart.

Der Schritt zielt erkennbar auf Nvidia: Der Marktführer hat sich mit Cosmos, Isaac, Omniverse und dem Robotik-Projekt GR00T bereits eine Vorreiterrolle in der sogenannten physischen KI gesichert. AMD selbst beziffert das Marktpotenzial für physische KI bis 2035 auf 200 Milliarden US-Dollar.

Zusammenarbeit bei Training und Inferenz

Die technische Verbindung bestehe bereits: Nach Angaben von World Labs arbeiten die Unternehmen seit 2025 zusammen. Sie befassen sich mit dem Training von Modellen und der Optimierung der Inferenz auf AMD-GPUs. World Labs entwickelt mit Marble zudem ein Produkt, das interaktive 3D-Welten erzeugt.

Aus Sicht von AMD seien die Modelle aus zwei Gründen relevant: Ihr Training benötige Rechenleistung; ebenso müsse die erzeugte Umgebung beim Einsatz des Modells berechnet werden. Zugleich erhalte der Konzern durch die Zusammenarbeit Einblick in eine Modellklasse, für die er seine GPUs und die zugehörige Software auslegt.

Die geplante Übernahme bewertet AMD mit rund 8,2 Milliarden US-Dollar. Der Kauf soll vollständig mit Aktien bezahlt werden. AMD rechnet mit einem Abschluss bis Ende 2026; dafür sind unter anderem behördliche Freigaben nötig. Li soll anschließend als Executive Vice President und Chief Scientist zu AMD wechseln. Das World-Labs-Team soll seine Modellforschung im Konzern fortsetzen können.

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