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Rethink Data Bericht von Seagate Zu viele Unternehmen nutzen ihre Daten nicht gewinnbringend

Autor: Elke Witmer-Goßner

Im Bereich der Datenverwaltung gibt es dringenden Handlungsbedarf. Ein Großteil der Datenmenge, die Unternehmen zur Verfügung steht, bleibt ungenutzt. Dabei kann sich der Mehrwert, der aus Daten gewonnen werden kann, direkt auf den Unternehmenserfolg auswirken.

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In der Datenverwaltung fehlt meist das wichtige Bindeglied DataOps, um Daten gewinnbringender nutzen und bessere Geschäftsergebnisse erzielen zu können.
In der Datenverwaltung fehlt meist das wichtige Bindeglied DataOps, um Daten gewinnbringender nutzen und bessere Geschäftsergebnisse erzielen zu können.
(Bild: gemeinfrei© Mohamed Hassan / Pixabay )

Der Bericht „Rethink Data: Bessere Nutzung von mehr Unternehmensdaten – vom Netzwerkrand bis hin zur Cloud“, eine von Seagate Technology bei dem Marktforschungsinstitut IDC beauftragte Studie, macht deutlich, dass die Bedeutung der Datenverwaltung mit steigendem Datenvolumen immer weiter zunimmt. IDC prognostiziert, dass Unternehmensdaten im Laufe der kommenden zwei Jahre jährlich um 42,2 Prozent anwachsen werden. Doch lediglich 32 Prozent der Daten, die Unternehmen zur Verfügung stehen, werden tatsächlich genutzt. Die restlichen 68 Prozent bleiben ungenutzt.

Die fünf größten Hürden bei der Datennutzung sind dabei:

1. Nutzbarmachung erfasster Daten.
2. Speicherverwaltung erfasster Daten.
3. Gewährleistung der Erfassung erforderlicher Daten.
4. Gewährleistung der Sicherheit erfasster Daten.
5. Bereitstellung der verschiedenen Silos erfasster Daten.

Zusätzlich stehen Unternehmen in den nächsten zwei Jahren vor der voraussichtlich größten Herausforderung, Daten in der Multicloud sowie der Hybrid-Cloud verwalten zu müssen. Ein weiteres Problem: Zwei Drittel der Befragten berichteten über unzureichende Datensicherheit. Bei jeder Diskussion über eine effiziente Datenverwaltung spielt sie daher eine entscheidende Rolle.

Ein Glied fehlt in der Kette

Vielen Unternehmen fehlt jedoch ein entscheidendes Bindeglied der Datenverwaltung – Datenoperationen (DataOps). IDC bezeichnet DataOps als „die Disziplin, die eine Verbindung zwischen Datenerstellern und Datennutzern herstellt“.

Die Mehrheit der Befragten bewertetet DataOps als „sehr“ beziehungsweise „extrem“ wichtig, jedoch gaben nur 10 Prozent der Unternehmen an, DataOps unternehmensweit implementiert zu haben. Laut Studie, führe DataOps aber neben anderen Datenverwaltungslösungen nachweislich zu besseren Geschäftsergebnissen. DataOps fördere Kundentreue, Umsatz und Gewinn sowie Einsparungen und führe zu einer ganzen Reihe weiterer Vorteile.

Ergänzendes zum Thema
Erkenntnisse des Rethink Data Report für Deutschland
  • 43,3 Prozent der deutschen Befragten empfinden es als größte Herausforderung, „die gesammelten Daten nutzbar zu machen“, wenn es darum geht das Potenzial der Daten auszuschöpfen.
  • Hinzu kommt, dass mehr als ein Drittel (36 Prozent) sagte, dass eine weitere Herausforderung darin besteht, „sicherzustellen, dass die nötigen Daten gesammelt werden“.
  • Mehr als die Hälfte (50,4 Prozent) der Befragten in Deutschland gab an, dass ein festes zentrales Team für die Datenverwaltung im Unternehmen zuständig ist. 37,6 Prozent hingegen sagten, dass das Datenmanagement bei den einzelnen Business Units bzw. Niederlassungen liegt.
  • Wenn es um das Thema Datenspeicherung geht, verlassen sich viele der deutschen Befragten auf intern verwaltete Rechenzentren (31,3 Prozent); Cloud Storage (21,2 Prozent) steht auf Platz 2.
  • Die Nutzung von Cloud-Modellen (Public, Private, Industry) ist eine der bemerkenswertesten Veränderungen: Sie wird in den nächsten zwei Jahren von 21,2 auf 24 Prozent ansteigen.
  • 42,2 Prozent der Befragten gaben an, dass sie eine Public Cloud-Umgebung in ihrer IT-Infrastruktur einsetzen, 40 Prozent setzen auf Multi-Cloud-Umgebungen und 31,2 Prozent auf Hybrid Cloud.
  • Dies wird sich in den nächsten zwei Jahren ändern: Enterprise Private Cloud wird mit 57,6 Prozent (zurzeit 39,2 Prozent) den größten Anteil ausmachen, gefolgt von Hybrid Cloud- (44,8 Prozent) und Multi-Cloud-Ansätzen (43,2 Prozent).
  • Die Mehrheit der Befragten aus Deutschland sagte, dass sie in Betracht ziehen und planen, Kapazitäten für DataOps einzurichten (42,2 Prozent) oder bereits damit begonnen haben (32 Prozent). Doch nur 12,8 Prozent haben DataOps-Kapazitäten „teilweise“ oder „ganz implementiert“. Das ist die niedrigste Zahl aus allen befragten Ländern.
  • Immerhin: 81,6 Prozent der deutschen Teilnehmer schreiben DataOps eine hohe Bedeutung zu: 28,8 Prozent bezeichnen DataOps als „wichtig“, 40,8 Prozent als „sehr wichtig“ und 12 Prozent sogar als „extrem wichtig“.

„Die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen, dass mehr als zwei Drittel der verfügbaren Unternehmensdaten brach liegen. Diese Erkenntnis erscheint zunächst beunruhigend“, so Phil Goodwin, IDC Research Director und leitender Analyst der Studie. „Tatsächlich aber zeigen sie uns, wie viele Möglichkeiten und welches Potenzial Unternehmen bereits in greifbarer Nähe zur Verfügung stehen. Unternehmen, die den Wert ihrer Daten nutzen können – unabhängig davon, ob sich die Daten im Rechenzentrum, in der Cloud oder am Netzwerkrand befinden – sind in der Lage, sich auf dem Markt einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.“

Im Rahmen des Rethink Data Report von Seagate Technology befragte IDC 1.500 Personen – 500 in der Region Asien-Pazifik und Japan, 475 in Europa, 375 in Nordamerika und 150 in China.

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de