Kommentar von Raymond Hüner, Pleo Wie Sie Business Intelligence Tools besser nutzen

Von Raymond Hüner 4 min Lesedauer

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Daten sind der Kompass moderner Unternehmen. Sie strömen aus unterschiedlichen Quellen zusammen und weisen den Weg für richtungsweisende Entscheidungen, die den Erfolg eines Unternehmens bestimmen können. Business Intelligence (BI) ermöglicht es, diese riesigen Datenmengen Gewinn bringend zu nutzen: Trends vorhersagen, Geschäftsprozesse optimieren, versteckte Umsatzpotenziale erschließen oder Kosten einsparen.

Der Autor: Raymond Hüner ist SVP Head of Regions bei Pleo (Bild:  Pleo)
Der Autor: Raymond Hüner ist SVP Head of Regions bei Pleo
(Bild: Pleo)

Viele Unternehmen nutzen ihre BI-Tools allerdings oft ineffizient. Wie kann eine bessere Integration dieser Systeme die Effizienz steigern? Und welche Schritte sollten Organisationen gehen, um das volle Potenzial ihrer BI-Lösungen zu nutzen?

Status quo in deutschen Unternehmen

In Deutschland setzen laut einer aktuellen Studie von Pleo 63 Prozent der Unternehmen auf BI-Tools, um datenbasierte Entscheidungen zu fällen. Nur verfügen 42 Prozent von ihnen nicht über die Ressourcen, um die BI-Daten auch effizient auszuschöpfen. Besonders mittelständische Unternehmen kämpfen mit begrenzten Budgets und fehlendem Fachwissen.

Ein weiteres Problem: Unternehmen setzen zu viele Tools ein. Im Durchschnitt nutzen sie 26 verschiedene Tools für das Sammeln und Analysieren von Daten, um daraus Schlüsse zu ziehen. Diese Fragmentierung schafft Datensilos, behindert die Standardisierung und macht den gesamten Prozess ineffizient. Handlungsrelevante Erkenntnisse lassen sich dadurch nicht sehr schnell gewinnen.

Überforderung durch Tool-Vielfalt

Die Nutzung vieler verschiedener Tools bedeutet nicht automatisch eine höhere Effizienz. Im Gegenteil:

  • Oftmals führt die Vielzahl an Tools zu Verwirrung und ineffizienten Prozessen. 51 Prozent der befragten Unternehmen berichten, dass die große Menge an Daten und die vielen BI-Tools es erschweren, relevante Informationen zu extrahieren und daraus wertvolle Erkenntnisse abzuleiten.
  • Abhilfe würde eine bessere Integration der Tools leisten, doch ist diese oft unzureichend, was zu Datensilos führt. Das behindert eine einheitliche und effiziente Datenanalyse, die für schnelle und fundierte Entscheidungen notwendig ist.
  • Hinzu kommt, dass 34 Prozent der Unternehmen angeben, nicht genau zu wissen, wie sie die gesammelten Daten nutzen sollen. Ihnen fehlt es meist an Standardisierung und klaren KPIs, was zu dieser Verunsicherung beiträgt. Anstatt die Datenanalysen zu erleichtern, kostet das Management des BI-Zoos eher zusätzliche Zeit.

Zudem: Eine übermäßige Anzahl von BI-Tools kann Unternehmen nicht nur aus technologischer, sondern auch aus finanzieller Sicht schaden. Viele Unternehmen zahlen für einen zu großen Werkzeugkasten, den sie gar nicht brauchen; oder sie arbeiten mit verschiedenen Systemen, die sich nicht ohne weiteres integrieren lassen. Die Folge: höhere Kosten und längere Entscheidungsprozesse.

Die Ineffizienz durch eine zu große Anzahl von Tools zeigt sich auch in den operativen Prozessen. 51 Prozent der Unternehmen sehen zu viele Daten als Wachstumsbremse und geben an, dass die Fülle an Informationen es erschwert, klare, handlungsrelevante Erkenntnisse zu gewinnen. So dauert es länger, relevante Daten aus verschiedenen Quellen zu konsolidieren und in Berichte zu integrieren. Das behindert schnelle Entscheidungen und kann letztlich das Wachstum des Unternehmens gefährden.

Lösungen für effizientere BI

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, müssen Unternehmen ihre BI-Strategien überdenken und optimieren. Eine zentrale Lösung besteht in einer besseren Integration der verwendeten Tools. Pleo bietet dazu beispielsweise die nötigen Schnittstellen, um sich nahtlos mit verschiedensten anderen BI-Tools zu verbinden, was Datenanalyse und Datenkonsolidierung massiv erleichtert. Zudem sollten Unternehmen, anstatt auf eine Vielzahl verschiedener Anwendungen zu setzen, die Zahl der eingesetzten BI-Tools reduzieren. Besser auf standardisierte, integrierte Systeme setzen. Diese Konsolidierung schafft nicht nur mehr Übersicht, sondern reduziert auch die Kosten und den Aufwand für die Datenintegration.

Denn die ist überhaupt der Schlüssel für eine effiziente BI-Nutzung. Datenintegration ermöglicht es den BI-Nutzern, Daten aus verschiedenen Quellen zu konsolidieren und eine einheitliche Sichtweise auf ihre Datenlandschaft zu erhalten. Das ist nicht nur essenziell, um Datensilos abzubauen und die Effizienz von BI-Prozessen zu steigern;

Datenintegration ist auch eine notwendige Voraussetzung, um BI in Kombination mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu nutzen. Schließlich können KI-Systeme nur dann effektiv lernen und präzise Vorhersagen treffen, wenn sie auf konsistente und gut integrierte Datensätze zugreifen.

Ähnliches gilt übrigens auch für Key Performance Indicators, die für die effiziente BI-Nutzung ebenfalls essenziell sind. Durch präzise definierte KPIs kann ein Unternehmen erkennen, wie gut es seine Ziele erreicht und wo Anpassungen notwendig sind. Sie helfen dabei, die BI-Analysen auf die wichtigsten Daten zu fokussieren und unnötige Informationsflut zu vermeiden.

Darüber hinaus sollten Unternehmen in die Schulung ihrer Mitarbeiter investieren, um sicherzustellen, dass diese die BI-Tools auch effizient nutzen können. Schließlich nutzt die beste BI-Lösung nichts, wenn die Mitarbeiter nicht wissen, wie sie die gewonnenen Erkenntnisse in die Geschäftsstrategie einbauen. Durch gezielte Schulungen kann die Datenkompetenz der Mitarbeiter gestärkt und die Nutzung der Tools optimiert werden.

Ausblick: Weniger Tools, mehr Effizienz

Die Zukunft von Business Intelligence liegt in der Integration der verwendeten Tools. Unternehmen, die in ihrer BI-Tool-Landschaft auf integrierte, standardisierte Systeme setzen, werden langfristig erfolgreicher sein. Dies auch vor dem Hintergrund, dass sie nur so die zukünftigen Möglichkeiten der BI voll nutzen können – nämlich BI geboostet durch Künstliche Intelligenz (KI).

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Denn KI wird BI zweifellos revolutionieren, einfach schon durch ihre Fähigkeit, Daten in Echtzeit zu analysieren und tiefer gehende Einblicke zu liefern. KI-gestützte BI-Systeme werden das Erstellen umfangreicher Berichte ermöglichen und Vorhersagen mit entsprechenden konkreten Handlungsempfehlungen bieten können – noch präziser als bisher. Das BI-Versprechen, auf Trends frühzeitig reagieren zu können, ja, diese vielleicht sogar zu antizipieren, wird damit noch besser eingelöst.

Die Vielzahl an BI-Tools kann schnell zu Ineffizienzen führen, wenn sie nicht strategisch genutzt werden. Unternehmen sollten sich darauf konzentrieren, ihre Tools zu integrieren und eine klare Datenstrategie zu verfolgen. Durch die Standardisierung von KPIs, die Integration von Systemen und die Schulung der Mitarbeiter kann Business Intelligence zu einem echten Wettbewerbsvorteil werden.

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