Das Thema KI ist in vielen Unternehmen angekommen und sorgt teilweise für deutliche Veränderungen. Allerdings bedarf diese technologische Entwicklung auch Schulungen und Weiterbildungen, um ihr Potenzial zu entfalten. Doch auch hierbei kann KI helfen, wie der Connected-Worker-Spezialist Augmentir anhand von fünf Beispielen demonstriert.
KI-basierte Assistenten wie „Augie“ von Augmentir helfen Industriearbeitskräften bei Fragen direkt weiter.
(Bild: Augmentir)
Geschultes Personal an der richtigen Stelle ist für erfolgreiche Unternehmen verzichtbar. Allerdings fehlt es immer öfter an entsprechenden Arbeitskräften. KI-basierte Plattformen für vernetztes Arbeiten würden laut Augmentir vielversprechende Ansätze bieten, um drohenden Personalengpässen proaktiv zu begegnen. So könnten beispielsweise industrietaugliche KI-Assistenten Springer, Aushilfen und Neueinsteiger fachgerecht und individuell anleiten. Intelligente Systeme könnten zudem die Ersatzplanung vereinfachen.
In den folgenden fünf Beispielen zeigt Augmentir auf, wie sich der praxisnahe KI-Einsatz umsetzen lässt.
Maßgeschneiderte Trainings on the Job
Lange Einarbeitungszeiten gehören der Vergangenheit an. Heute machen KI-gestützte Systeme die Belegschaft in kürzester Zeit fit für neue Aufgaben. Denn dank Skill Management kennen sie den Wissensstand und die Erfahrung jeder operativen Arbeitskraft. Auf Smartphone, Tablet oder Industrie-PC stellen sie darauf zugeschnittene Schulungsinhalte bereit – etwa in Form personalisierter Arbeitsanweisungen, Sicherheitshinweise und Best Practices. Das beschleunigt das Onboarding und entlastet erfahrene Kollegen.
So erhält etwa Frau Nowak, die frisch für die Qualitätskontrolle eingestellt wurde, genau die Schulungsmodule, die sie für ihre ganz spezifische Aufgabe benötigt. Im Lauf der Zeit passt das System den Detailgrad der Anleitungen dynamisch an ihren Lernfortschritt an.
Kontinuierliche Optimierung von Schulungsmaßnahmen
Die Betriebsleitung wiederum profitiert von KI-generierten Auswertungen der Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Denn Connected-Worker-Plattformen sind in der Lage, die Trainingseffektivität ebenso wie die Mitarbeitereffizienz genau zu messen. Schulungslücken und unwirksame Prozesse kommen so ans Licht.
Ein konkretes Szenario: Die KI erkennt einen Zusammenhang zwischen bestimmten Trainings und einer Reduzierung von Qualitätsmängeln. Daraufhin kann die Betriebsleitung gezielt in diese Fortbildungsprogramme investieren und dadurch sowohl die Produktqualität als auch die betrieblichen Abläufe nachhaltig verbessern.
KI-Assistenten als zuverlässige Antwortgeber
Jederzeit Fragen stellen können, auch wenn kein erfahrener Kollege verfügbar ist: Mit speziell für Produktion und Wartung entwickelten digitalen Copiloten erhalten Mitarbeiter immer eine zuverlässige Antwort. Denn im Gegensatz zu allgemeinen GenAI-Systemen wie ChatGPT sind sie ausschließlich auf unternehmensspezifische, geprüfte Inhalte getrimmt. Sie greifen nur auf verifizierte Daten zu und berücksichtigen Sicherheitsaspekte sowie Zugriffsberechtigungen. Bei Unsicherheiten verweisen die Systeme an menschliche Experten.
Beispiel: Herr Müller bemerkt eine ungewöhnliche Geräuschentwicklung an der Abfüllanlage, an der er arbeitet. Er bittet den KI-Assistenten um mögliche Ursachen. Dieser analysiert sekundenschnell die Gebrauchsanweisung und liefert relevante Erklärungen – nebst einer schrittweisen Anleitung zur Problembehebung. Sollte das Thema komplexer sein, kann Herr Müller über die gleiche App einen erfahrenen Techniker hinzuziehen.
Vorausschauende Einsatzplanung
Mithilfe von KI lassen sich potenzielle Risiken in der Personalplanung frühzeitig erkennen. Die Systeme analysieren Faktoren wie Qualifikationen, Work Permits, Verfügbarkeiten und Produktionspläne. So können Engpässe vermieden und die optimale Besetzung sichergestellt werden – ein entscheidender Vorteil in Zeiten des Fachkräftemangels.
Steht zum Beispiel in drei Monaten eine Produktionsumstellung bevor, sagt die KI-gestützte Personalplanung frühzeitig voraus, dass dafür nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Das Management steuert dann rechtzeitig gegen, indem es gezielte Schulungen oder Neueinstellungen anstößt.
Wissen im Unternehmen halten
2024 wird der geburtenstärkste Jahrgang Deutschlands 60 Jahre alt. Höchste Zeit, das wertvolle Know-how der scheidenden Generation zu bewahren! KI-Lösungen können helfen, deren Fachwissen systematisch zu erfassen und aufzubereiten. Wie etwa im Fall von Herr Yilmaz: Er ist als erfahrener Anlagenbediener ein gefragter Mentor für seine Kollegen – auch an anderen Standorten. Regelmäßig fragen sie ihn über die Connected-Worker-App um Rat. Diese protokolliert den Chatverlauf mit und erstellt daraus einen Guide mit Best Practices, auf den alle Mitarbeitenden Zugriff haben. Durch digitalisierte Kollaborationstools entsteht so eine Wissensdatenbank.
Herr Yilmaz kann aber auch einfach während der Arbeit ein Video aufnehmen, das zeigt, wie er mit Auffälligkeiten wie besonderen Geräuschen oder Hitzeentwicklung umgeht. Intelligente KI-Assistenten erstellen aus dem Video automatisch eine simple Schritt-für-Schritt-Anleitung oder ein Trainingsmodul inklusive Testfragen. So entsteht ohne Zusatzaufwand aus seinem reichen Erfahrungsschatz idealer Content für weniger erfahrene Kolleginnen und Kollegen.
Stand: 08.12.2025
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