Lösung von VivaScope und Canfield Scientific Wie KI bei der Hautkrebs-Diagnose hilft

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Mit über 300.000 neuen Fällen zählt Hautkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen. Je nach Fall können Verzögerungen zwischen Verdacht und Diagnose über Leben und Tod entscheiden. VivaScope und Canfield Scientific haben nun eine Methode entwickelt, um Diagnose und Behandlung in einem Termin abzuschließen – dank KI-Unterstützung.

Das Verfahren von VivaScope und Canfield Scientific verbessert und beschleunigt das Hautkrebsscreening.(Bild:  VivaScope)
Das Verfahren von VivaScope und Canfield Scientific verbessert und beschleunigt das Hautkrebsscreening.
(Bild: VivaScope)

Bei der jetzt vorgestellten Lösung des Münchner Medizintechnikunternehmens VivaScope handelt es sich um eine Kombination des 360°-Systems von Canfield Scientific mit konfokaler Lasermikroskopie. Diese Technologien sind schneller und genauer als das menschliche Auge. „Durch die Zusammenführung unserer fortschrittlichen Systeme haben wir den komplexen und oft langwierigen Diagnoseprozess erheblich verkürzt. So können auffällige Hautstellen nicht nur schneller erkannt und anschließend analysiert werden, sondern auch präziser behandelt werden“, erklärt Dr. Banchi, Anwendungsspezialist von VivaScope.

Schnelle Kontrolle und sofortige Behandlung

Das Canfield-System Vectra WB360 besteht aus 92 Kameras und kann eine Ganzkörperaufnahme des Patienten in 3D erstellen. Selbst kleinste Hautveränderungen werden dabei präzise erkannt. Die aufgenommenen Bilder werden sofort von einer KI ausgewertet. Sind Auffälligkeiten vorhanden, lassen sich diese sofort mit dem In Vivo VivaScope 1500 schmerzfrei und bis zu 200 Mikrometer tief untersuchen. Laut den Wissenschaftlern wird dadurch die Effizienz der Melanomerkennung so gesteigert, dass je zweite Biopsie überflüssig wird.

Ist tatsächlich eine Läsion vorhanden, die entfernt und analysiert werden muss, kommt das Ex Vivo VivaScope 2500 zum Einsatz. Das frische Gewebe wird damit innerhalb von Minuten gescannt, der Patient kann vor Ort bleiben. Pathologen können per Fernzugriff die zelluläre Struktur interpretieren und erkennen, ob die bösartigen Stellen komplett entfernt wurden oder nachgeschnitten werden muss. Anschließend kann der Patient die Praxis verlassen und benötigt keinen weiteren Termin.

Gesundheitssystem entlasten

Das Verfahren soll zu einem signifikant reduzierten Personalbedarf beitragen und senkt zudem die Kapzitätskostenrate (CCR) um die Hälfte, was die finanzielle Belastung des Gesundheitssystems verringert. Etablierte Schulungsprogramme ermöglichen den zügigen Einstieg für das medizinische Personal. Grundsätzlich sind Ärzte durch die Kombination innovativer Bildgebungsverfahrung mit automatisierten Analyseprozessen in der Lage, schnellere und präzisere Diagnosen zu stellen. Dies reduziert nicht nur ihre Arbeitsbelastung erheblich, sondern verbessert auch die Patientenerfahrung nachhaltig.

Als eine der ersten Einrichtung setzt das Universitätsklinikum Dresden die Kombination der beiden Technologien ein. Dermatologen nutzen dort sowohl die Ganzkörperfotografie von Canfield als auch die Analyse mittels VivaScope. Für die Zukunft hat VivaScope bereits Pläne: „Wir arbeiten daran, KI-Algorithmen wie wir sie bereits von Canfields Geräten kennen, auch in die VivaScope Geräte zu implementieren“, so Dr. Banchi. Damit würden sich auch Bilder in den Hautschichten von einer KI analysieren lassen und so die Ärzte bei einer Diagnose unterstützen.

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