Bard ist der Name eines von Google entwickelten und bereitgestellten Chatbots mit künstlicher Intelligenz. Er basiert auf dem Large Language Modell (LLM) PaLM 2 und ist seit Mai 2023 in 180 Ländern für die Öffentlichkeit eingeschränkt verfügbar. Mit Bard lassen sich menschenähnliche Dialoge führen, vergleichbar mit dem Chatbot ChatGPT von OpenAI. Google plant, die eigenen Suchmaschinenfunktionen mit dem Chatbot zu ergänzen.
Bard ist der Name eines proprietären, 2023 von Google vorgestellten KI-Chatbots. Das englische Wort „Bard“ bedeutet im Deutschen „Dichter“ oder „Barde“. Google hat den Namen Bard in Anlehnung an William Shakespeare gewählt, der auch „Bard of Avon“ genannt wurde. Google selbst bezeichnet den Chatbot als „experimentellen KI-Dienst für Konversationen“.
Bard basierte zunächst auf dem Large Language Model (LLM) LaMDA (Language Model for Dialogue Applications). Seit Mai 2023 stellt das Sprachmodell PaLM 2 (Pathways Language Model 2) die Funktionsbasis für den Chatbot zur Verfügung. Mittlerweile ist Bard in rund 180 Ländern für die Öffentlichkeit eingeschränkt verfügbar. In Deutschland und in der Europäischen Union kann auf Bard aktuell noch nicht offiziell zugegriffen werden. Es wird vermutet, dass es seitens Google Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der strengen Datenschutzvorgaben der DSGVO gibt.
Bard wurde als eine unmittelbare Reaktion auf den Erfolg des OpenAI-Chatbots ChatGPT entwickelt und veröffentlicht. Ähnlich wie mit ChatGPT lassen sich mit Bard menschenähnliche Dialoge führen. Der Chatbot kann Texte erstellen, beantwortet Fragen, generiert Vorschläge und Ideen für Textentwürfe, erklärt Sachverhalte, liefert Programmcode oder fasst Texte und Internetseiten zusammen. Im Gegensatz zu ChatGPT verfügt er standardmäßig über eine Online-Anbindung an das Internet und hat Zugang zu aktuellen Informationen. Derzeit spricht Bard nur die Sprachen US-Englisch, Japanisch und Koreanisch. Google plant weitere Sprachen verfügbar zu machen und die eigenen Suchmaschinenfunktionen mit dem Chatbot zu ergänzen.
Funktionsweise von Bard
Bard basiert auf großen, von Google entwickelten Sprachmodellen (zunächst LaMDA und aktuell PaLM 2). Die Modelle haben Milliarden von Parametern und nutzen künstliche neuronale Netzwerke mit Transformer-Architektur. LaMDA und PaLM 2 wurden mit riesigen Textmengen aus dem Internet trainiert. Die Texte stammen aus Quellen wie Wikipedia, GitHub, Büchern oder Webdokumenten. In einem allgemeinen, unüberwachten Trainingsvorgang erlernten die Modelle Muster der natürlichen Sprache und erhielten ihre Parameter wie Gewichtungen und Schwellwerte zum Verarbeiten und Generieren menschlicher Sprache.
Die Transformer-Architektur besteht aus in Serie geschalteten Kodierern und Dekodierern und einem Selbstaufmerksamkeitsmechanismus. Eingabedaten wie Wörter lassen sich im Kontext der Umgebungsdaten (Sätze oder ganze Textabschnitte) verarbeiten. Daraus ermittelt das Sprachmodell – vereinfacht ausgedrückt – Wahrscheinlichkeiten, um das auf eine bestimmte Wortsequenz folgende Wort vorherzusagen.
Die Grundidee des Pathway-Ansatzes des PaLM-Modells ist es, das KI-Modell in die Lage zu versetzen, verschiedene Aufgaben zu erledigen und unterschiedliche Datentypen zu verarbeiten. Die Pathways-Architektur kann für viele unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig trainiert werden. Das PaLM-Modell kombiniert erworbenes Wissen und transferiert es auf neue Aufgaben. Es ist nicht mehr nur auf eine einzige Aufgabe beschränkt, sondern multitasking- und anpassungsfähig. Der Pathway-Ansatz ermöglicht multimodale Modelle, die Sprache, Text und Audio- oder Bildinformationen verarbeiten, verstehen und generieren. Da Pathways die Aufgaben zu den dafür relevanten Bereichen des Modells routet und nur diese aktiviert, arbeitet das Modell effizient und schnell.
Nach dem allgemeinen Training wurden die den Bard zugrundeliegenden Google-Sprachmodelle für die dialogorientierte Arbeitsweise eines Chatbots feinabgestimmt. Eine Implementierung von Sicherheitsmechanismen verhindert, dass der Chatbot unerwünschte Inhalte generiert oder nicht angebrachte Dialoge führt.
Fähigkeiten des Chatbots Bard
Der Google-Chatbot Bard besitzt viele Fähigkeiten. Er kann:
menschenähnliche Dialoge führen
Fragen beantworten
komplexe Themen und Sachverhalten erklären
Texte generieren
Texte zusammenfassen und strukturieren
Texte übersetzen
Schreibentwürfe erstellen
für das Brainstorming eingesetzt werden
Programmcode generieren, erklären und debuggen
Websites oder Online-Artikel zusammenfassen
nach Informationen im Web suchen
Antworten mit Quellenangaben liefern
Nutzung von Bard
Bard lässt sich über die Internetseite bard.google.com aufrufen, ausprobieren und kostenlos nutzen. Zunächst ist eine Anmeldung mit einem persönlichen Google-Konto notwendig. Der Nutzer muss über 18 Jahre alt sein. Sind die Voraussetzung erfüllt, öffnet sich die Benutzeroberfläche des Chatbots. Über den Prompt (Texteingabefenster beziehungsweise Befehlszeile) lassen sich anschließend Dialoge mit Bard führen oder Anweisungen an den Chatbot erteilen.
Stand: 08.12.2025
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Unterschiede zu ChatGPT
Bard von Google und ChatGPT von OpenAI sind beides KI-Chatbots, die auf großen Sprachmodellen basieren. ChatGPT basiert auf den Sprachmodellen GPT-3 und GPT-4 aus der GPT-Familie (Generative Pretrained Transformer) und erschien bereits Ende 2022. Der Chatbot ist generell für die Öffentlichkeit verfügbar (auch in der EU und in Deutschland) und spricht deutlich mehr Sprachen als Bard, unter anderem Deutsch. Mittlerweile gibt es auch eine kostenpflichtige Version von ChatGPT mit erweiterten Fähigkeiten und Möglichkeiten.
Microsoft engagiert sich stark für die Entwicklung von ChatGPT und hat den Chatbot bereits in die Bing-Suche und in weitere Microsoft-Produkte integriert. Im Gegensatz zu Bard verfügt ChatGPT in der Grundversion ohne Plug-ins über keine Online-Anbindung an das Internet und basiert auf einem älteren Wissensstand des Internets. Bei der Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 konnte er nur auf Informationen bis 2021 zugreifen. Bard hingegen kann seine Antworten mit aktuellem Wissen ergänzen und liefert auch Quellenangaben zu seinen Antworten.
Nachteile des Chatbots Bard und Risiken durch seinen Einsatz
spricht derzeit nur US-Englisch, Japanisch und Koreanisch
in der Europäischen Union und in Deutschland aktuell nicht offiziell verfügbar
liefert unter Umständen plausibel klingende falsche Antworten
neigt, wie derzeit die meisten KI-Chatbots, zum Halluzinieren
hoher Bedarf an Computing-Ressourcen und hoher Energieverbrauch im Training und im Betrieb
interne Abläufe des Sprachmodells sind intransparent
Sicherheitsmaßnahmen gegenüber unerwünschten Konversationen lassen sich unter Umständen umgehen
im Trainingsmaterial vorhandene Voreingenommenheit und Vorurteile (Bias) werden übernommen
zahlreiche offene rechtliche Fragestellungen bezüglich der Urheberrechte, der Nutzungsrechte, des Datenschutzes und der Haftung
keine echten kreativen Fähigkeiten. Gibt lediglich das wieder, was im Trainingsmaterial vorhanden ist, oder stellt im Training erlernte Inhalte neu zusammen