Umfrage des TÜV-Verbands Verbraucher haben wenig Vertrauen in die KI-Politik

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Ein Großteil der Deutschen hat nur wenig Vertrauen, dass die Politik mögliche KI-Risiken begrenzen wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands zeigt, dass die Deutschen der KI-Politik noch nicht recht trauen.(Bild:  Alexandra Koch /  Pixabay)
Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands zeigt, dass die Deutschen der KI-Politik noch nicht recht trauen.
(Bild: Alexandra Koch / Pixabay)

Das Trendthema KI birgt zahlreiche Risiken, wie beispielsweise voreingenommene und diskriminierende Ergebnisse oder mangelnden Datenschutz. Die Mehrheit (68 Prozent) der deutschen Verbraucher hat nur geringes oder gar kein Vertrauen darin, dass die Politik in Deutschland und Europa mögliche negative Folgen durch Regulierung begrenzen wird. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands, für die insgesamt 1.001 Personen im Alter von 16 bis 75 Jahren befragt wurden.

„Künstliche Intelligenz kommt in medizinischen Geräten, Fahrzeugen oder anderen sicherheitskritischen Produkten zum Einsatz und beeinflusst schon heute unser Mediensystem massiv“, erklärt Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. Er meint, dass unsere Gesellschaft die enormen Vorteile dieser Technologie nutzen und sich gleichzeitig vor den Risiken schützen sollte. „Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass KI-Anwendungen sicher sind“, so Bühler.

„AI Act“ soll helfen

Die EU hat zu diesem Zweck die europäische KI-Verordnung („AI Act“) verabschiedet. Sie soll einen Rechtsrahmen für sichere und vertrauenswürdige KI schaffen, Missbrauch verhindern, Vertrauen schaffen und letztlich auch die Grundrechte der Bürger schützen. Allerdings hat nur ein gutes Viertel (28 Prozent) der Befragten überhaupt schon einmal vom „AI Act“ gehört. Derzeit befindet sich die Verordnung in der entscheidenden Phase der nationalen Umsetzung und müsse laut Bühler trotz der aktuellen Regierungskrise zügig umgesetzt werden. „Unternehmen und Prüforganisationen brauchen Planungs- und Rechtssicherheit. Für die Bürger muss ein hohes Schutzniveau gewährleistet und das Vertrauen in die Technologie gestärkt werden“, so der Experte.

Der „AI Act“ sieht vier Risikoklassen für KI-Anwendungen vor, deren jeweils unterschiedliche Anforderungen in den kommenden Monaten erfüllt werden müssen. Je höher dabei das erwartete Risiko ist, desto strenger sind die Anforderungen. In Deutschland wird zudem eine KI-Aufsicht etabliert, deren genaue behördliche Ausgestaltung aber noch offen ist. „Es gilt nun, zügig einen einheitlichen Leitmarkt für KI-Prüfungen und -Zertifizierungen zu etablieren, damit Deutschland und Europa wettbewerbsfähig bleiben“, meint Bühler. Die TÜV-Unternehmen stehen als Benannte Stellen für die Prüfung und Zertifizierung von KI bereit. Zudem übersetzt das TÜV AI.Lab die regulatorischen Anforderungen an KI in die Prüfpraxis und entwickelt quantifizierbare Konformitätskriterien und geeignete Prüfmethoden.

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