Vertrauen in neue Technologien steigt weltweit US-Manager fühlen sich technologisch führend, Europa holt auf

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Das VivaTech Confidence Barometer 2025 zeigt: US-Führungskräfte sehen ihr Land an der Spitze der technologischen Wettbewerbsfähigkeit. In Europa entwickeln sich Länder wie Frankreich und das Vereinigte Königreich dynamisch, während Spanien und Italien hinterherhinken. Künstliche Intelligenz bleibt die dominierende Zukunftstechnologie.

Das VivaTech Confidence Barometer 2025 bestätigt ein hohes Vertrauen der Wirtschaft in neue Technologien. (Bild:  VivaTech)
Das VivaTech Confidence Barometer 2025 bestätigt ein hohes Vertrauen der Wirtschaft in neue Technologien.
(Bild: VivaTech)

Mit mehr als 165.000 Besuchern ist die VivaTech eines der größten Start-up- und Tech-Event Europas. Der Veranstalter, Viva Technology, gibt jedes Jahr vorab eine internationale, repräsentative Umfrage in Auftrag. Sie zeichnet ein aktuelles Stimmungsbild zur Lage von Technologie und Wirtschaft unter Wirtschaftsbossen und Start-ups aus Europa und Nordamerika. Das VivaTech Confidence Barometer 2025* zeigt einen klaren Trend: Das Vertrauen in neue Technologien ist hoch und nimmt weiter zu. 87 von 100 Punkten vergaben die Befragten für ihr Vertrauen in technologische Innovationen. Besonders in den USA ist der Optimismus ausgeprägt: 92 Prozent der US-Manager sehen ihr Land an der Spitze der internationalen technologischen Wettbewerbsfähigkeit.

In Europa ist das Bild differenzierter. Während 82 Prozent der britischen Führungskräfte ihre Unternehmen als führend bei technologischen Innovationen ansehen, liegen Frankreich und Deutschland mit jeweils 76 Prozent leicht darunter. Italien bildet das Schlusslicht: Nur 64 Prozent der italienischen Manager halten ihre Unternehmen für wettbewerbsfähig.

Künstliche Intelligenz dominiert Investitionspläne

Künstliche Intelligenz (KI) bleibt die Technologie mit dem größten Einfluss auf die Wirtschaft. 65 Prozent der Befragten sehen in KI den wichtigsten Treiber für die kommenden Jahre – ein Anstieg um fünf Prozentpunkte gegenüber 2024. Cybersicherheit (41 Prozent) und Cloud Computing (39 Prozent) folgen mit deutlichem Abstand.

85 Prozent der Unternehmen planen, ihre Investitionen in KI innerhalb der nächsten zwölf Monate zu erhöhen. Die erwarteten Vorteile sind höhere Produktivität (62 Prozent) und geringere Betriebskosten (48 Prozent). Insgesamt wollen 91 Prozent der Unternehmen ihre Ausgaben für bereits eingeführte Technologien steigern.

Herausforderungen: Fachkräftemangel und Datenschutz

Trotz des Optimismus sehen die Unternehmen auch Herausforderungen. Der Mangel an qualifiziertem Personal wird von 45 Prozent der Befragten als größtes Hindernis für die technologische Wettbewerbsfähigkeit genannt. Widerstand gegen Veränderungen innerhalb der Organisationen folgt mit 39 Prozent.

In den USA sind regulatorische Hürden und Datenschutz die Hauptprobleme bei der Einführung neuer Technologien. 50 Prozent der US-Führungskräfte nennen diese Faktoren als zentrale Hindernisse, was einem Anstieg von zwölf Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In Europa hingegen wird der Datenschutz weniger kritisch gesehen. In Deutschland sank die Besorgnis um den Schutz persönlicher Daten von 69 Prozent im Jahr 2024 auf 59 Prozent im Jahr 2025.

Technologie als Lösung für gesellschaftliche Herausforderungen

Trotz der Risiken sehen 90 Prozent der Führungskräfte Technologie als Schlüssel zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Besonders im Bildungsbereich werden große Potenziale gesehen: 60 Prozent der deutschen Manager glauben, dass Technologie das Bildungssystem verbessern kann. In Spanien und dem Vereinigten Königreich liegt der Fokus hingegen auf der Bekämpfung von Desinformation (52 Prozent).

Gleichzeitig bleibt die Sorge um die negativen Umweltauswirkungen von Technologie bestehen. 70 Prozent der Befragten äußeren Bedenken hinsichtlich des ökologischen Fußabdrucks technischer Innovationen. In den USA ist diese Sorge besonders ausgeprägt, mit einem Anstieg von 57 Prozent im Jahr 2024 auf 74 Prozent im Jahr 2025.

*Die Umfrage wurde von OpinionWay zwischen Dezember 2024 und Januar 2025 durchgeführt. Befragt wurden 1.708 Führungskräfte aus Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, den USA und Kanada.

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