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BARC-Studie veröffentlicht Unternehmen müssen Umgang mit Daten verbessern

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Die Mehrheit aller Unternehmen ist der Ansicht, dass Daten deutlich mehr Aufmerksamkeit verdienen. Zu diesem Ergebnis kommt die BARC-Studie „Leverage your data“, deren Ergebnisse nun veröffentlicht wurden.

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Die vier meistgenannten Ansätze zur Verbesserung des Umgangs mit Daten.
Die vier meistgenannten Ansätze zur Verbesserung des Umgangs mit Daten.
(Bild: BARC)

Das Business Application Research Center (BARC) hat sich in der kostenlos verfügbaren Studie mit dem Datenumgang und den Hürden auf dem Weg zu einem datengetriebenen Unternehmen befasst. Die meisten Firmen sind sich demnach einig, dass mehr Aufmerksamkeit für Daten nutzbringend ist. 90 Prozent gaben an, dass Informationen hohe Priorität bei der Entscheidungsfindung haben. 87 Prozent finden, dass Unternehmensergebnisse durch optimierte Datenverarbeitung verbessert werden können.

Der tatsächliche Wert von Daten ist allerdings oft nicht transparent genug. Gerade Entscheidungsträger haben laut BARC wenig Einblick in datenbezogene Probleme und den Nutzen entsprechender Investitionen. Dementsprechend gaben 66 Prozent der Befragten an, viel Zeit mit immer denselben Fragestellungen rund um Daten zu verschwenden oder gar Arbeitsschritte doppelt ausführen zu müssen. Wer welche Daten für welchen Zweck verwendet, ist ebenfalls häufig unklar (61 Prozent).

Praxisumsetzung mangelhaft

Den Unternehmen ist erstaunlicherweise recht klar, was zu tun ist: Mehr Informationen über ihre Daten gewinnen (59 Prozent) und klare Verantwortlichkeiten festlegen (57 Prozent). Dennoch hapert es an der Umsetzung in die Praxis. Wesentliche Hindernisse sind dabei mangelnde Dokumentation und Fachwissen (52 Prozent), Vorrang des operativen Tagesgeschäfts vor datengetriebenen Innovationen (43 Prozent) sowie die Festlegung von klaren Zuständigkeiten für den Umgang mit Daten (40 Prozent).

Für die Studienautoren ist es daher wenig überraschend, dass Unternehmen derzeit noch nicht von ihrer Datennutzung profitieren können. Als erwiesene Vorteile wurden erhöhte Datentransparenz (37 Prozent), bessere Datenqualität und schnellere Analysen (34 Prozent), gezieltere Erzeugung, Aufbereitung und Nutzung von Daten sowie ein Kulturwandel im Umgang mit den Informationen (je 33 Prozent) genannt.

„Daten als Ressource zu behandeln und auf fachübergreifender Basis zusammenzuarbeiten, erfordert eine gezielte Steuerung und entsprechende Prozesse. Das kann nicht ausschließlich mit einem Bottom-up-Ansatz erreicht werden. Die Realisierung eines datengetriebenen Unternehmens betrifft jeden Mitarbeiter und erfordert einen grundlegenden kulturellen Wandel. Führungskräfte müssen diesen Wandel wollen, initiieren und aktiv fördern“, meint Timm Grosser, Senior Analyst Data & Analytics von BARC und Co-Autor der Studie.

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