Die Antwort auf sich immer schneller ändernde Marktbedingungen heißt Flexibilität und Planbarkeit. Was wie ein Widerspruch klingt, kann durch IIoT-Technologie, umgesetzt mit strategischen Partnern, gelingen.
Planbarkeit und Flexibilität müssen nicht zwangsläufig Antagonisten sein, sondern können sich unter dem gemeinsamen Dach des IIoT ergänzen.
Die deutsche Fertigungsindustrie ist mehr denn je gefragt, sich an veränderte und fluktuierende Marktbedingungen anzupassen. Massive Herausforderungen ergeben sich auf globaler Ebene durch die Abschwächung der Konjunktur infolge gestiegener Inflation und geopolitischer Unsicherheiten. Auch nationale Hindernisse wie die Energiekrise und ein umkämpfter Arbeitsmarkt drücken auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie auf der Weltbühne.
Diesen Umständen zu trotzen, verlangt den Unternehmen einen Spagat ab: Es gilt, technologisch vorn mitzuspielen, ohne die Kosten aus dem Ruder laufen zu lassen. Gleichzeitig muss das Equipment flexibel genug sein, um die Produktion an aktuelle Erfordernisse anpassen zu können. Welche Maßnahmen sollten produzierende Unternehmen also ergreifen, um sich zukunftssicher aufzustellen?
Ungeplante Ausfallzeiten verursachen enorme Kosten. Als Abhilfe für dieses Problem ist Predictive Maintenance in aller Munde: KI-gestützte Hard- und Software erkennt frühzeitig, wenn sich ein Ausfall oder eine Störung ankündigen. Doch wie bei anderen IIoT-Technologien auch sollte die Umsetzung eines Predictive-Maintenance-Konzepts an den Bedarf des jeweiligen Unternehmens angepasst sein und kann unter Umständen recht komplex sein. Deshalb geht der Trend in Richtung eines holistischen, allumfassenden Ansatzes: Neben der benötigten Hard- und Software statten spezialisierte Anbieter die Fertigungsindustrie immer mehr auch mit begleitenden Services und einer Absicherung gegen Produktionsausfälle aus.
Dieser holistische Ansatz macht die Umstellung auf Predictive-Maintenance-fähige Anlagen und die anschließende Produktion für Unternehmen planbarer und hat für beide Seiten Vorteile: Zum einen sinkt das Risiko unerwarteter Produktionsausfälle. Zum anderen werden Insights generiert, die zur Optimierung der Prozesse und Wartung beitragen. Und nicht zuletzt verschaffen sich Unternehmen mehr Spielraum, neue Produkte und Fertigungslinien auszuprobieren. Diese Kombination aus Technik, Services und Garantien kann demnach der fertigenden Industrie nicht nur helfen, Kosten zu senken. Auch die Fähigkeit, Innovationen zu entwickeln, profitiert. Das steigert die Kundenzufriedenheit und stärkt letztlich die eigene Marktposition.
Investitionen in moderne Anlagen und Maschinen, die eine digitale Strategie durch IoT-Technologien ermöglichen, erfordern viel Geld und Know-how. Die Umstellung stellt Entscheiderinnen und Entscheider vor die Frage nach dem Return-on-Invest und bindet eine Menge Kapital, das nach der Investition das kurzfristige unternehmerische Handeln einschränkt. Um an dieser Stelle finanziell flexibel zu bleiben und gleichzeitig das Potenzial zeitgemäßer IIoT-Technologie zu nutzen, können fertigende Unternehmen Maschinen gegen eine Art Leihgebühr nutzen, statt sie zu kaufen. Mit diesem Equipment-as-a-Service-Modell (EaaS) verlagern sich Unternehmensausgaben von Capex zu Opex.
Für die Maschinenhersteller auf der anderen Seite bietet EaaS die Chance, ihr Geschäftsmodell zu erweitern und ihre Produktionsanlagen nicht nur zu vermieten, sondern gleich ein ganzes Paket an Services dazu anzubieten. Servitization heißt das Schlüsselwort und ist ein Baustein der Digitalen Transformation in der fertigenden Industrie.
EaaS-Anbieter erschließen sich auf diese Weise neue, nachhaltige Einkommensquellen und langfristige Kundenbeziehungen, denn der Anbieter bleibt verantwortlich für Wartung, Reparaturen und Ersatzteile. Unsere Studie „Servitization in der Fertigungsindustrie: Equiment-as-a-Service als Zukunftsmodell“ zeigt: Sowohl die Maschinenhersteller als auch die -nutzer haben das Potenzial erkannt, und die große Mehrheit der Entscheider befasste sich 2022 bereits mit möglichen Modellen. Jetzt gilt es, mit Expertise und den richtigen Partnern die Umsetzung zu meistern.
Transformation verwirklichen mit strategischen Partnerschaften
Letztlich basieren sowohl der holistische Predictive-Maintenance-Ansatz als auch das EaaS-Modell auf einer Zusammenarbeit zwischen OEM, MRO, Endnutzern und Garantie- sowie Serviceanbietern. Mit strategischen Partnern steigen die Chancen für eine erfolgreiche Umstellung und Unternehmen bleibt mehr Zeit für operative Aufgaben, die Optimierung ihrer Produkte und Innovation. Die Frage nach dem ROI eines externen Partners stellt sich in der Regel spätestens dann nicht mehr, wenn im Prozess der Umstellung klar wird, wie viele Einzelschritte auf dem Weg zur Digitalisierung der Anlagen nötig sind und was Entscheider dabei alles bedenken müssen.
Stand: 08.12.2025
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So ist es nicht erstaunlich, dass auch die oben schon erwähnte Studie zeigt, dass sich Unternehmensentscheider für den Weg der Transformation versierte Partner in verschiedenen Bereichen wünschen: Für die Gewinnung und Bewertung von Daten, die Wartung, aber auch die strategische und finanzielle Planung in den Umsetzungsprozessen ihrer Digitalisierung.
Dass Investitionen nötig sind, um international wettbewerbsfähig zu bleiben, war schon immer so. Neu ist, dass die Implementierung dieser Investitionen mit dem Industrial Internet of Things für viele Unternehmen eine Komplexität erreicht hat, die nur noch schwer allein zu bewältigen ist. Daher sind strategische Partnerschaften mit externen Anbietern – wie in unserer arbeitsteiligen Welt generell – nötig, um auf das dynamische Marktgeschehen schnell reagieren zu können.
IIoT-Technologien ermöglichen die gerade jetzt erforderlichen Schritte, die den scheinbaren Widerspruch versöhnen: mehr Planbarkeit zu schaffen, unter anderem dank vorausschauender Wartung samt Services und Garantien, und gleichzeitig durch EaaS-Modelle flexibler in Produktion und Cashflow zu werden. Mit diesen Maßnahmen verschafft sich die Fertigungsindustrie einen Wettbewerbsvorteil und Zeit für die Besinnung auf ihr Kerngeschäft bzw. für den Aufbau neuer Einkommensquellen im Aftermarkt Business.