Teradata bietet seine Plattform in der Public Cloud von AWS an und bringt seine Managed Cloud nach Europa. Zudem soll im dritten Quartal mit IntelliFlex eine neue Appliance auf den Markt kommen, die sich durch höhere Leistung auszeichnet. Im Zuge seiner IoT-Strategie stellte Teradata erste Produkte und Services vor.
Die IntelliFlex-Enthüllung auf der Teradata Universe 2016 in Hamburg
(Bild: Teradata)
Auf seiner Kundenkonferenz „Universe 2016“ hat der Datenbankhersteller Teradata in Hamburg die 1.900 Besucher mit der Ankündigung überrascht, seine Datenbank-Plattform Teradata 15.10 auf Amazon Web Services bereitzustellen. „Teradata Database 15.10 auf AWS ist ein komplettes Ökosystem aus 18 Produkten“, sagte Oliver Ratzesberger, der Leiter der Teradata Labs. „Und der Kunde kann es binnen 30 Minuten aufsetzen.“ Das in acht Regionen, unter anderem in Deutschland, verfügbare Paket aus Public-Cloud-Services soll wesentlich leistungsfähiger sein als eine vergleichbare Cloud-Datenbank. „Das ist ein Gamechanger für die Nutzung von Teradata“, sagte Ratzesberger.
Und es ist der Einstieg in die Teradata Hybrid Cloud. Das ursprüngliche Angebot für On-premise-Nutzung soll weiter das primäre Angebot Teradatas bleiben, aber die Public Cloud – weitere Angebote auf Azure und Google sollen folgen – sowie die Managed Cloud von Teradata selbst werden On-premise ergänzen. „Wir wollen dem Kunden mehr Flexibilität bieten, insbesondere im Preis, in der Portabilität, bei Mehrfach-Installationen und beim Orchestrieren veränderlicher Workloads“, so Ratzesberger.
Cloud Services
Viele Cloud-Instanzen werden für ein Disaster Recovery genutzt, wie Ashutosh Tiwary, der für die Cloud verantwortliche Vice President bei Teradata, sagte. Die Managed Cloud stehe ab der zweiten Jahreshälfte auch in Europa zur Verfügung und werde von Deutschland aus betrieben. Sie biete im Abo Zugang zu Funktionen für Data Warehousing, Analytics und Hadoop.
Ratzesberger sagte, dass es vor allem der große Teradata-Kunde Siemens war, der die Entwicklung des Hybrid-Cloud Angebots unterstützt hat. „Siemens will seine Sinalytics-Plattform in der Cloud bereitstellen.“ Das sei leichter als die Installation auf vielen verschiedenen Maschinen bei den Kunden. Zudem lassen sich auf diese Weise weitere Cloud-Services leichter anbinden. Mit den bereits verfügbaren Customer Satisfaction Index (CSI) und Communication Compliance wird die Hybrid Cloud um neue Services erweitert.
Stephen Brobst, CTO von Teradata
(Bild: Teradata)
„Teradata auf AWS ist nicht mit MPP-Fähigkeit ausgestattet und bietet bislang lediglich SMP-Unterstützung“, sagte Stephen Brobst, der CTO von Teradata, im Interview. Ratzesberger verschwieg nicht, dass Cloud-Nutzung auf lange Sicht teurer ist als eine Nutzung im Rechenzentrum. Diese Äußerungen erwecken den Eindruck, dass es Teradata lieber wäre, seine Kunden würden in der Managed Cloud bleiben oder die On-premise-Nutzung präferieren.
IntelliFlex
Angesichts der Vorstellung – und „Enthüllung“ – der neuesten Appliance „IntelliFlex“ ist diese Haltung gut nachzuvollziehen. Mit größter Begeisterung stellte Oliver Ratzesberger das Produkt von drei Jahren Entwicklung und Erprobung vor. Die ab dem dritten Quartal für die On-premise-Nutzung erhältliche Appliance weist eine MPP-Architektur mit neuem Infiniband-Fabric auf, das die getrennten Bereiche Compute und Storage für gemischte Workloads optimiert. Das bedeutet, dass die angekoppelte Storage-Einheit Software-defined sein muss. Stephen Brobst bestätigte dies im Gespräch.
Der Analyst Philip Howard von Bloor Research erläutert die weit reichenden Folgen dieser Neuerung: „In der bisherigen Teradata-Konfiguration war jeder Compute-Knoten (lies: Server) mit je einem Speichergerät verbunden. Sobald die beiden Geräte verkabelt sind, lässt sich die Verbindung nicht mehr ändern. Sobald dies die Konfiguration für einen Server ist, dann muss dies zwangsläufig auch die für alle anderen Server sein. Die Beziehung zwischen CPU und Storage begrenzt also die Skalierbarkeit.“
Unter IntelliFlex bestehe zwar weiterhin der Shared-Nothing-Status, doch statt der direkten Verkabelung erfolgt die Koppelung durch das Fabric namens Interconnect, das mittlerweile auf Infiniband basiert. „Dadurch kann man – mehr oder weniger – so viele Speichergeräte in das Interconnect einbinden wie man will und ebenso beliebig viele Compute-Nodes. Diese lassen sich nun unabhängig voneinander skalieren. Wer auf Rechenpower setzt, braucht nicht zusätzlichen Speicher kaufen, und umgekehrt. Außerdem gewährleistet diese neue Architektur eine konsistente Systemleistung.“
„Die interne Kapazität lässt sich binnen 60 Minuten verdoppeln“, sagte Ratzesberger bei der „Enthüllung“: Der Kunde muss im Grunde nur die vorhandenen Kapazitäten für In-Memory Computing und den Storage auf SSDs und Festplatten freischalten.“ Damit habe die IntelliFlex die Nase gegenüber Rivalen wie der Pure Data Appliance von IBM oder Exadata von Oracle vorn. „Der Datendurchsatz liegt bei fünf bis zehn Gigabyte pro Sekunde“, sagte Ratzesberger.
Stand: 08.12.2025
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Analytik fürs Internet der Dinge
Diese grundlegend neue Ausrichtung der Appliance bietet Kunden, die im Big-Data-Analytics-Bereich tätig sind, eine Reihe von Szenarien, so etwa den Einsatz von Apache Spark und Apache Kafka oder auch die Nutzung des neuen Teradata Listener 1.0 für das Sammeln und Verteilen von Sensor- und Maschinendaten, „beispielsweise von SCADA-Systemen in Stromnetzen“, wie der zuständige Teradata-Direktor Artur Borycki sagte.
Die IoT-Konnektoren sind wie das neue „Analytics-for-Things“-Angebot für den Betrieb in einer Cloud-Umgebung ausgelegt. Diese gewährleistet die skalierbare Kapazität, um Massendaten aller Art performant zu verarbeiten. Teradatas Produkt Aster Analytics erweitert „Multi-genre“-Analytik um neue Algorithmen, die für die IoT-Analyse ausgelegt sind. Eine bereits klassische Anwendung von IoT-Analytik ist die Koppelung von Wetter- mit Sensordaten aus einem Generator wie einer Windkraft- oder Photovoltaikanlage. Nicht nur vorausschauende Instandhaltung ist damit möglich, sondern auch die Planung und Steuerung von Stromverbrauch und Netzbetrieb.
Will ein Kunde Apache Spark oder Apache Kafka nutzen, ist er bei der Teradata-Tochter Think Big an der richtigen Adresse. Die von President Ron Bodkin mitgegründete Beratungsfirma stellte auf der Konferenz spezifische Service-Pakete für die Einrichtung und den Betrieb eines Data Lake mit Apache Spark vor. Das sind Managed Services für die Teradata Cloud. „Wir bieten unsere Dienstleistungen, wie etwa die Think Big Academy, jetzt auch in Europa an”, sagte Bodkin.