Unternehmen ersticken in ungenutzten Daten

Studie zeigt Defizite im Data Mining

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Datenarchive bergen noch viel ungenutztes Potenzial, so das Ergebnis einer von IDC für Iron Mountain erstellten Studie.
Datenarchive bergen noch viel ungenutztes Potenzial, so das Ergebnis einer von IDC für Iron Mountain erstellten Studie. (Bild: Iron Mountain / IDC)

Eine aktuelle Studie von Iron Mountain und IDC zeigt, dass Datenarchive von vielen Unternehmen kaum als Geschäftschance beachtet werden. Dabei sollen pro Unternehmen bis zu neun Millionen Euro Umsatzplus durch Data Mining realisierbar sein.

Unternehmen ersticken förmlich in Daten, ohne diese durch Data Mining für Erkenntnisse nutzen zu können. Nur ein kleiner Teil der Firmen nutzt die Datenarchive erfolgreich. Pro Unternehmen sind bis zu neun Millionen Euro mehr Umsatz durch rationalisierte Abläufe in der IT und im Kundenservice möglich. Zu diesen Ergebnissen kommt die IDC-Studie „Durchblick im Datendschungel: Die Wiederentdeckung des Datenarchivs“, die von Iron Mountain veröffentlicht wurde.

Mehrwert durch Datenarchive

Unternehmen, die über einen ausreichend definierten Datenarchivierungsprozess verfügen, können demnach über zwei verschiedene Wege Wertschöpfung betreiben: Einerseits durch Kosteneinsparungen und andererseits durch Mehrerlöse über die Monetarisierung von Archiven. Rund die Hälfte dieser Unternehmen konnte zudem 0,8 Millionen Euro oder mehr durch Risikominimierung und Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten einsparen. Die obersten 21 Prozent der befragten Firmen berichten von Einsparungen in Höhe von neun Millionen Euro. Auch Rationalisierungen im Bereich von Betriebs- und Kapitalkosten führten zu weniger Ausgaben. Dabei ist bemerkenswert, dass sich neuer Umsatz aus einem effektiv verwalteten Datenarchiv generieren lässt. Laut der Studie erzeugten die befragten Firmen daraus im Schnitt 6,7 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen.

Ungenutzte Potenziale

76 Prozent der Unternehmen glauben, dass sie den Wert ihrer Datenarchive bereits optimal nutzen. Dadurch wird das Thema Archivierung zu einem „blinden Fleck“ für Führungskräfte. So nutzen nur 38 Prozent der Firmen ihre Archive für Geschäftsanalysen. „Um einen echten Nutzen aus Geschäftsinformationen zu gewinnen, müssen Unternehmen zunächst einen kritischen Blick auf ihr Daten-Management-Programm werfen. Sogar für Unternehmen mit weit fortgeschrittenen Datenarchivierungsprozessen bieten sich Kosteneinsparungen und zusätzliche Einnahmequellen“, erklärt Eileen Sweeney, Senior Vice President und General Manager für Data Management von Iron Mountain.

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