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Industrial Security

So klappt es mit der IT-Sicherheit in Ihrem Unternehmen

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Kaum Erfahrung mit Industrial Security

Laut Krammel ist es für Unternehmen zunächst wichtig zu definieren, gegen wen sie sich eigentlich schützen möchten. Vielleicht gegen Geheimdienste? Das ist leider kaum möglich. „Gegen Wirtschaftsspionage und gegen Spielkinder kann man sich jedoch wirksam schützen!“ Die Erfahrung von Krammel zeigt, dass es in Unternehmen gerade im Umfeld der Industrial Security an Erfahrung mangelt und der Kenntnis über den aktuellen Stand der Technik. „IT-Security ist ein ständiger Prozess“, auf dem neuesten Stand zu bleiben schützt vor haftungsrechtlichen Problemen im Rahmen von Schadensfällen. Gerade bei der Industrie 4.0 erlebe er derzeit oft, wie die Führungsebene sorglos mit dem Thema Datensicherheit umgehe. „Industrie 4.0. geht nicht mit Management 1.0“.

Krux hierbei: Solange kein Schaden entstanden ist, lässt sich der Mehrwert von besseren Instrumenten und Lösungen aus dem IT-Securitybereich oft schwer vermitteln. Zudem plädiert Krammel dafür, dass IT-Sicherheitsprodukte verstärkt aus Deutschland heraus gefördert und entwickelt werden sollen.

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Traditionelle Geschäftsmodelle zunehmend IT-basiert

Dass auch traditionelle Geschäftsmodelle zunehmend IT-basiert ablaufen, sich Digitalisierung bis in die Fertigung hinein ausbreitet, erläuterte Dr. Thomas Nowey, Head of IM Service Management bei Krones. Ebenso seien fließende Grenzen zwischen externen und internen Mitarbeitern von zentraler Bedeutung. Während sich in Unternehmen in den 1990er Jahren digital nach außen abschotten konnte, stellen aktuelle Entwicklungen an die IT ganz neue Herausforderungen.

„Wertschöpfung geschieht heute in einem Netzwerk und nicht mehr auf einer Insel, IT-Services werden von Externen und aus der Cloud bezogen.“ Forschung findet heute im Verbund mit Universitäten und vielen externen Partnern statt. Das stellt auch die IT vor ganz neue Herausforderungen. Unternehmen benötigen IT-Security-Strategien. Bei externen Kooperationen bedeutet dies vor allem Verantwortlichkeiten klar zu regeln, sich auf bestehende Standards, wie die weltweit anerkannte Norm ISO/IEC 27001, für das Information Security Management zu einigen und sich vertraglich abzusichern.

Gerade in global agierenden Konzern wie Krones ergibt sich durch die hohe Reisetätigkeit ein hohe Abstimmungs- und Kommunikationsbedarf mit den Kollegen in der Heimat. „Any Place, Any device“ sind Stichworte in diesem Kontext. Ein Großunternehmen mit tausenden vernetzten Mitarbeitern gleicht mittlerweile weniger einer Festung, die Burggraben und Zugbrücke vor ungebetenen Gästen schützen, als vielmehr einer Metropole mit Unmengen von Zufahrten und Datenwegen. Unternehmen können Kommunikationswege, Informationsaustausch weder in Gänze kontrollieren noch alle Daten schützen. Wichtig sei es daher zu definieren, was die Kronjuwelen der Firma sind – und deren Schutz muss oberste Priorität haben.

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