sd-kama im Katastrophenmanagement

Smart Data – mit über 3.600 Aufnahmen gegen das Hochwasser

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

sd-kama nutzt vielfältige Daten zur Verbesserung des Katastrophenmanagements.
sd-kama nutzt vielfältige Daten zur Verbesserung des Katastrophenmanagements. (Bild: sd-kama)

Jedes Jahr sorgen steigende Wasserpegel von Rhein, Elbe oder Donau für Hochwasseralarm in vielen Regionen Deutschlands. Das Projekt sd-kama setzt hier mit einem System für zielgerichtetes Katastrophenmanagement an.

Das System sd-kama („Smart-Data-Katastrophenmanagement“) basiert auf einer Informationsplattform, die eine Vielzahl an Daten aus unterschiedlichen Quellen auswertet. Dabei handelt es sich etwa um Bilder aus Webcams, Werte von Pegelsensoren, Informationen von Wetter- und Verkehrsdiensten, Satellitenaufnahmen oder auch Smartphone-Videos. Diese Daten werden in Echtzeit zusammengeführt und für Einsatzstäbe und Katastrophenmanager verfügbar gemacht. Auf diese Weise lassen sich Gefahrensituationen besser einschätzen und zielgerichtete Maßnahmen durchführen.

Schnelle Lageerfassung

Über die sd-kama-App wurden seit Anfang 2016 mehr als 3.600 Fotos und Videoclips hochgeladen, analysiert, verarbeitet und mit weiteren Daten kombiniert. „Durch sd-kama wird ein detaillierter Überblick über Katastrophengebiete im Informationssystem für Einsatzleiter erstellt. Mit den Daten kann unter anderem überprüft werden, ob alle Maßnahmen umgesetzt wurden, wie die Errichtung mobiler Schutzwände gegen Hochwasser. Dadurch kann die Lage an der Katastrophenstelle unmittelbar erfasst werden, zeitaufwendiges Recherchieren entfällt“, erklärt Projektleiter Stefan Jäger. Zudem unterstützt die Plattform bei der Erstellung präziserer Vorhersagen für Katastrophenszenarien. Die App soll künftig nicht nur von Einsatzkräften genutzt werden, sondern auch externe Nutzer informieren. So könnten zum Beispiel Logistikunternehmen oder Taxifahrer über unpassierbare Straßen gewarnt werden.

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