IEEE International Conference on Big Data

Smart Data braucht Standardisierung

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Nico Litzel

Big Data brauche Standardisierung
Big Data brauche Standardisierung (Bild: IEEE 2015)

Zum Auftakt der „2015 IEEE International Conference on Big Data“ wurden am Wochenende im kalifornischen Santa Clara erste Ergebnisse im Bereich der Standardisierung von Big-Data-Technologien im Rahmen des Technologieprogramms „Smart-Data – Innovationen aus Daten“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vorgestellt.

Schwerpunkt der deutschen Beiträge der internationalen Konferenz IEEE Big Data 2015 im Silicon Valley war ein von Alexander Lenk und Prof. Dr. Christof Weinhardt im Rahmen des Technologieprogramms Smart-Data – Innovationen aus Daten präsentiertes Ergebnispapier, das unter anderem eine von der Begleitforschung unter Leitung von Alexander Lenk vom FZI Forschungszentrum Informatik entwickelt Systematik zur Identifizierung von wichtigen Bereichen der Standardisierung von Smart-Data-Lösungen beschreibt.

Klare Standards

Nur mit klaren Standards könne eine Basis für eine effiziente Entwicklung und Nutzung von Smart-Data-Technologien geschaffen werden, so Alexander Lenk im Rahmen seiner Präsentation. Wichtig sei dabei, dass die entwickelten Standards auf die Anforderungen aller Stakeholder zugeschnitten seien wie etwa Technologie- und Serviceanbieter, den Verbraucher oder die Öffentlichkeit. Ein Smart-Data-Ökosystem bestehe aus unzähligen Akteuren, deren Bedürfnisse alle berücksichtigen müssten.

Laut Lenk habe man darüber hinaus drei Schwerpunktbereiche erarbeitet, in welche sich die Standards unterteilen ließen, nämlich Technologie/Sicherheit, Wirtschaft sowie Recht. Aus den Ansprüchen der Stakeholder und diesen drei Schwerpunktbereichen habe man, so Lenk, eine Taxonomie, also eine Systematik entwickelt, auf deren Basis nun der Standardisierungsbedarf identifiziert werden könne.

Smart-Data-Ökosystem über Ländergrenzen

Die Analyse und Nutzung großer Datenmengen berge erhebliches gesellschaftliches und wirtschaftliches Potenzial für Deutschland und für die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen, so Filiz Elmas, Innovationsmanagerin bei DIN, die über die Standardisierung im Bereich von Big Data aus Sicht der wichtigsten deutschen Normungsorganisation referierte. Um einen Vorteil aus den Daten zu ziehen, müsse ein Smart-Data-Ökosystem über Ländergrenzen hinweg ermöglicht werden, weshalb einheitliche Standards dringend benötigt würden.

SAHRA-Plattform

Außerdem wurde das Smart-Data-Projekt SAHRA von Matthieu-P. Schapranow vom Hasso-Plattner-Institut in Santa Clara thematisiert. Es ist eines der 13 Leuchtturm-Projekte des Smart-Data-Programms.

Dieses soll unter Einsatz wissenschaftlicher Analysemethoden mittels In-Memory-Technologie eine anonymisierte bevölkerungsrepräsentative Stichprobe der umfangreichen AOK-Leistungsdaten aus sieben Jahren Versorgungspraxis über eine hochsichere web-basierte Analyseplattform zugänglich machen und mit weiteren Datenquellen des Gesundheitswesens verbinden. Es richtet sich sowohl an die Versorgungsforschung als auch an die mittelständische Wirtschaft

Die 2015 IEEE International Conference on Big Data

Die 2015 IEEE International Conference on Big Data ist eines der führenden Foren zum Austausch der neuesten Entwicklungen in der Big-Data-Forschung. Im Fokus stehen Themen rund um Big-Data-Infrastruktur, -Management, -Sicherheit und -Anwendungen. Sponsor ist das IEEE, das Institute of Electrical and Electronics Engineers, ein Berufsverband von Ingenieuren aus den Bereichen Elektrotechnik und Informationstechnik. Mit rund 430.000 Mitgliedern in 160 Ländern ist er der größte technische Berufsverband der Welt.

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