Industrielle KI Siemens schmiedet Datenallianz mit Maschinenbauern

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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Siemens hat mit mehreren Werkzeugmaschinenherstellern und Forschungspartnern eine Datenallianz gegründet. Gemeinsam wollen sie anonymisierte Maschinendaten nutzen, um generative KI für die Fertigung einzusetzen.

Ein denkbarer Anwendungsfall im Bereich der Werkzeugmaschine ist die automatisierte Erstellung eines Teileprogramms für Werkzeugmaschinen.(Bild:  Siemens)
Ein denkbarer Anwendungsfall im Bereich der Werkzeugmaschine ist die automatisierte Erstellung eines Teileprogramms für Werkzeugmaschinen.
(Bild: Siemens)

Siemens hat mit namhaften Maschinenbauern und Forschungseinrichtungen eine Allianz für industrielle Daten und KI angekündigt. Beteiligt sind unter anderem Grob, Trumpf, Chiron, Renishaw, Heller, Voith sowie das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen. Ziel des Zusammenschlusses ist es, Engineering-, Fertigungs- und Maschinendaten in anonymisierter Form zu bündeln, um generative KI-Anwendungen in der Produktion zu entwickeln.

Der Verbund gilt als Baustein für das Industrial Foundation Model von Siemens. Mithilfe großer, standardisierter Datenmengen sollen Maschinen künftig intelligenter arbeiten und Fertigungsprozesse flexibler gestaltet werden.

Als konkrete Anwendungsfelder nennt Siemens die automatisierte NC-Programmierung, bei der Teileprogramme für Werkzeugmaschinen schneller erstellt und Fehler reduziert werden können. Zudem wird eine präzisere vorausschauende Wartung angestrebt, ebenso adaptive Fertigungsprozesse, die sich in Echtzeit an wechselnde Produktionsbedingungen anpassen. Auch Optimierungen beim Energieverbrauch zählen zu den möglichen Szenarien.

Die Allianz versteht sich nicht als geschlossene Initiative. Siemens kündigte an, die Zusammenarbeit perspektivisch über den Werkzeugmaschinenbau hinaus auszuweiten. Auch andere Industriezweige sollen einbezogen werden, um industrielle KI branchenübergreifend nutzbar zu machen. Entscheidend sei die Skalierbarkeit der Datenpools: Nur durch große, heterogene Datenmengen könnten generative Modelle belastbare Ergebnisse für die industrielle Praxis liefern.

Mit der Datenallianz möchte Siemens ein Signal setzen: Generative KI soll nicht länger ein Pilotprojekt im Labor bleiben, sondern in der industriellen Fertigung messbaren Nutzen bringen – von schnelleren Programmierprozessen über geringere Stillstandszeiten bis hin zu einer effizienteren Energienutzung.

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