Erweiterter Funktionsumfang angekündigt SAPs KI-Assistent Joule erhält kooperative Fähigkeiten

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Im Rahmen seines Events „TechEd 2024“ hat SAP einige Innovationen vorgestellt. Dazu zählen auch neue Funktionen für den KI-Assistenten Joule: Er erhält nun kooperative Fähigkeiten und soll die KI-Revolution in der Unternehmens-IT vorantreiben.

Im Zuge der "TechEd 2024" stellte SAP einige KI-basierte Innovationen vor.(Bild:  SAP)
Im Zuge der "TechEd 2024" stellte SAP einige KI-basierte Innovationen vor.
(Bild: SAP)

Der KI-Assistent Joule ist bereits seit einem Jahr verfügbar. SAP hat den virtuellen Helfer nun weiter ausgebaut: Er beherrscht nun auch Multiagentensysteme und soll einen Großteil der gängigsten SAP-Aufgaben effizienter lösen können. In Multiagentensystemen übernehmen KI-Agenten mit spezialisiertem Fachwissen bestimmte Aufgaben in komplexen Geschäftsprozessen. Sie kooperieren miteinander und passen ihre Strategien dynamisch an, um Ziele über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg zu erreichen. Dies reduziert die Silobildung und sorgt für höhere Produktivität, da sich Anwender auf wichtigere Aufgaben konzentrieren können.

SAP stellte im Zuge der „TechEd“ auch zwei Anwendungsfälle vor, um den Produktivitätszuwachs durch den Einsatz von KI-Agenten zu verdeutlichen. Das erste Szenario befasste sich mit der Behandlung von Konflikten in einem bestimmten Geschäftskontext. Es löste anhand von autonomen KI-Agenten eine Reihe von Streitschlichtungsszenarien, darunter falsche und fehlende Rechnungen, nicht genutzte Gutschriften und abgelehnte oder doppelte Zahlungen. Im zweiten Anwendungsfall aus der Finanzbuchhaltung optimierten KI-Agenten wichtige Finanzprozesse, indem sie Aufgaben wie Rechnungszahlungen, Rechnungsverarbeitung und Buchungsaktualisierungen im Hauptbuch automatisierten. Unstimmigkeiten oder Fehler ließen sich so rasch beheben.

Knowledge Graph und mehr präsentiert

SAP zeigte zudem die neue Lösung SAP Knowledge Graph, die im ersten Quartal 2025 über Datasphere und Joule verfügbar sein soll. Sie stützt sich auf SAPs umfangreiche Geschäftsdaten und soll Anwendern tiefe Einblicke ermöglichen, indem sie Beziehungen und Kontexte in der gesamten SAP-Datenlandschaft nahtlos darstellt. Unternehmen sollen so fundiertere Entscheidungen auf Basis ihrer Daten treffen können. Knowledge Graph soll die Komplexität der manuellen Datenmodellierung reduzieren, indem es vordefinierte Beziehungen zwischen verschiedenen Geschäftseinheiten wie Bestellungen, Rechnungen oder Kunden bereitstellt. Eine spezielle Geschäftssemantik von SAP verringert dabei das Risiko ungenauer oder irrelevanter Ergebnisse.

Im Bereich der Entwicklung von Unternehmens-KI kündigte SAP ebenfalls einige Neuheiten an. Dazu zählen neue generative KI-Funktionen auf der SAP-Build-Plattform, die Code-Erläuterung und Dokumentationssuche umfassen. Sie sollen die Entwicklungszeiten für Java- und JavaScript-Entwickler erheblich verkürzen. Zudem wurde der Extensibility Wizard vorgestellt: Er soll den Prozess zur Erweiterung von SAP-Lösungen vereinfachen, indem Entwickler direkt von der SAP S/4HANA Cloud Public Edition aus auf SAP Build zugreifen können.

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