Neuigkeiten von der SAP TechEd 2023 SAP macht jeden Entwickler zum Entwickler für generative KI

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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Auf der SAP TechEd 2023 hat der Softwarekonzern Innovationen für die KI-Anwendungsentwicklung, Vektordatenbankfunktionen und neue KI-Lernangebote präsentiert. Damit sollen Entwickler unabhängig von ihrem Kenntnisstand ihre Unternehmen im KI-Zeitalter voranbringen können.

SAP möchte dazu beitragen, dass Entwickler eine zentrale Rolle bei der KI-Revolution übernehmen können.(Bild:  SAP / Stephan Daub)
SAP möchte dazu beitragen, dass Entwickler eine zentrale Rolle bei der KI-Revolution übernehmen können.
(Bild: SAP / Stephan Daub)

„Die Technologielandschaft und die Geschäftswelt von heute ist sehr dynamisch. Das erfordert, dass jeder Entwickler zusehends ein KI-Entwickler sein muss“, sagt Jürgen Müller, Chief Technology Officer und Mitglied des Vorstands der SAP SE. Mit den auf der diesjährigen TechEd vorgestellten Innovationen – von KI-gestützten Pro-Code-Tools bis hin zu einem zentralen Ort für die Entwicklung von Erweiterungen und Anwendungen auf der SAP Business Technology Platform (SAP BTP), die generative KI einsetzen – sollen Entwickler eine zentrale Rolle bei der KI-Revolution übernehmen können.

Build Code: KI-gestützte Produktivitätstools

Damit Unternehmen generative KI gewinnbringend nutzen können, sei es wichtig, dass professionelle Entwickler mit Entwicklern ohne Programmierhintergrund (sogenannten Citizen Developers) effektiv zusammenarbeiten. Die neue Lösung SAP Build Code könne die Zusammenarbeit mit Fachabteilungen verbessern, die bereits die im letzten Jahr vorgestellte Low-Code-Lösung SAP Build nutzen. SAP Build Code sei speziell für SAP-Anwendungen und -Partner entwickelt worden, biete KI-gestützte Produktivitätstools für Entwickler und sei für die Java- und JavaScript-Entwicklung optimiert. Außerdem werde das Potenzial des kürzlich vorgestellten, auf generativer KI basierenden Assistenten Joule genutzt. Ziel sei es, die Produktivität weiter zu steigern, indem Funktionen für die Code-Generierung eingebettet werden, um Datenmodelle, Anwendungslogik und Testskripte zu erstellen.

HANA Cloud wird fit für Vektordatenbanken

Gute Daten sind eine zentrale Voraussetzung für gute KI. Deshalb ergänzt SAP die Multi-Modell-Angebote für HANA Cloud mit neuen Funktionen für Vektordatenbanken, ohne dass hierfür zusätzliche Kosten anfallen. Vektordatenbanken verwalten unstrukturierte Daten wie Texte, Bilder oder Audio. Ziel sei es dabei, einen Langzeitspeicher und besseren Kontext für KI-Modelle zu bieten. Ähnliche Objekte sollen sich dadurch einfach und schnell finden und abrufen lassen. Benutzer könnten beispielsweise anhand ihrer Verträge nach Lieferanten suchen, um deren Zahlungsverhalten zu analysieren und einzelne Aufträge nachzuverfolgen. Die Vektordatenbankfunktionen sollen die Interaktion zwischen Large Language Models und den geschäftskritischen Daten eines Unternehmens verbessern. SAP-Entwickler seien künftig in der Lage, völlig neue Einblicke in Daten zu bieten – in einem sicheren, privaten Rahmen, der mithilfe branchenspezifischer Kundendaten die Zahl der KI-Halluzinationen reduziert.

AI Foundation als Basis für sofort einsetzbare KI-Tools

AI Foundation on SAP BTP ist ein neuer zentraler Ort für Entwickler, um auf der SAP Business Technology Platform (SAP BTP) Erweiterungen und Anwendungen zu erstellen, die KI und generative KI einsetzen. Dies soll dazu beitragen, die Wirkung und Effizienz von Entwicklern weiter zu steigern. AI Foundation biete u. a. sofort nutzbare KI-Services, Zugriff auf wichtige Large Language Models, Vektordatenbankfunktionen sowie KI Runtime und Lebenszyklusmanagement.

SAP baut Lernangebote weiter aus

SAP hat eine neue rollenbasierte Zertifizierung und kostenlose Lernangebote für Backend-Entwickler, die das ABAP-Cloud-Entwicklungsmodell nutzen, bekannt gegeben. Die neuen Lernangebote für ABAP-Entwicklungstools auf der SAP BTP und SAP S/4HANA stehen auf der SAP-Learning-Website zur Verfügung. Sie seien für eine agile Cloud-Transformation konzipiert und sollen Entwicklern Kenntnisse über die Erstellung cloudfähiger Erweiterungen, die auf die Clean-Core-Strategie der SAP abgestimmt sind, vermitteln.

SAP hat sich außerdem dem Stanford HAI (Institute for Human-Centered AI) angeschlossen. Forscher und Ingenieure von SAP werden künftig mit der akademischen Gemeinschaft von Stanford, einschließlich der Forschungsfakultät und Studenten, an der Schnittstelle von generativer KI und Wirtschaft arbeiten.

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