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Smart-Data-Projekt SAHRA optimiert Planung des Pflegebedarfs

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Laut dem Bundesministerium für Gesundheit waren Ende 2017 rund 3,3 Millionen Menschen pflegebedürftig. Genaue Daten sind daher wichtig. Das Smart-Data-Projekt SAHRA widmet sich dieser Aufgabe.

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Das Projekt SAHRA hat sich der Verbesserung der Pflegeplanung verschrieben.
Das Projekt SAHRA hat sich der Verbesserung der Pflegeplanung verschrieben.
(Bild: SAHRA)

Eine korrekte und effiziente Ermittlung des Pflegebedarfs ist sehr zeitaufwendig. Auf jede pflegebedürftige Person kommen jeweils zwei bis fünf Angehörige, die sich um den Patienten kümmern. Dies verursacht großen Planungsaufwand für die Bedarfsplaner. Das Projekt SAHRA („Smart Analysis Health Research Access“) arbeitet daher an einer Möglichkeit, bereits erfasste Patientendaten zu nutzen und für die Pflegeplanung heranzuziehen. Dazu zählen unter anderem sogenannte Pflegekennzahlen: Sie sollen Sozialplanern aktuelle und künftige Bedarfswerte für eine zielgerichtete Pflegesozialplanung liefern. Dazu werden derzeit in drei Bundesländern Abrechnungsdaten von Pflegebedürftigen zusammen mit Referenzdaten der Statistischen Landesämter verarbeitet. Am Ende sollen sich daraus nicht nur für die Planer und Pflegebedürftigen, sondern auch für Anbieter von Hilfsangeboten zur stationären und ambulanten Pflege Vorteile ergeben.

Datensilos rechtssicher analysieren

„Wir wollen vorhandene Datensilos rechtssicher zusammenführen und analysierbar machen, um Erkenntnisse und Innovation für eine bessere Versorgung zu ermöglichen. Dafür haben wir eine hochsichere, webbasierte Analyse- und Kooperationsplattform entwickelt, die unter der Verwendung von In-Memory-Technologien auch größere Datenmengen analysierbar und rechtssicher nutzbar macht. Da es sich hier unter anderem um hochsensible Gesundheitsdaten handelt, liegt ein Schwerpunkt unserer Arbeit auf dem Datenschutz“, erklärt Kismet Ekinci, Projektleiter von SAHRA. In Zukunft will SAHRA seine Technologie auch im Unternehmensumfeld vermarkten. So können Firmen etwa Potenzialanalysen für ihre Produkte durchführen, Akzeptanztests realisieren oder Business Cases erstellen.

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