Signavio gibt Rat

RPA – Vorurteile sind fehl am Platz

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Gerrit de Veer, Senior Vice President MEE von Signavio
Gerrit de Veer, Senior Vice President MEE von Signavio (Bild: Screenshot / Signavio)

Der Business-Transformation-Spezialist Signavio sieht eine unbegründete Angst vor dem Einsatz von Robotic Process Automation (RPA) in deutschen Unternehmen. Dabei führe ein methodischer Ansatz fast immer zu einer erfolgreichen Implementierung.

RPA-Lösungen werden hierzulande nur zögerlich eingeführt. Als Gründe werden laut Signavio häufig der fehlende Bedarf, mangelndes Know-how, Probleme bei der Datenintegration oder eine zu geringe Datenqualität genannt. Gänzlich unbegründet sind die Vorbehalte aber nicht: Ein Scheitern des RPA-Projekts kann unangenehme Folgen nach sich ziehen, da die Roboter auch unternehmenskritische Aufgaben übernehmen. Zudem sind Investitionen in fehlgeschlagene Projekte unwiederbringlich verloren.

Nötige Anpassung fehlt

Als Kardinalfehler sieht Signavio den zu schnellen Start von RPA-Initiativen. Unternehmen wollen die RPA-Vorteile möglichst aufwandsneutral und unmittelbar nutzen, ohne jedoch die bestehenden Prozesse und Anwendungen anzupassen. „Vielfach vergessen Unternehmen, dass es bei RPA nicht um die Automatisierung von Aufgaben, sondern von Prozessen geht. Der Prozess muss im Mittelpunkt stehen“, erklärt Gerrit de Veer, Senior Vice President MEE von Signavio. „RPA-Lösungen entfalten ihren größten Nutzen immer erst in Kombination mit Prozessverbesserungen. Sie sind eine Grundvoraussetzung, denn eine reine Automatisierung suboptimaler Prozesse kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein und wird kaum das gewünschte Ergebnis hervorbringen“, ergänzt er.

Schritt für Schritt vorgehen

Laut Signavio ist ein adäquater methodischer Ansatz Voraussetzung für eine erfolgreiche RPA-Einführung. Dieser sollte verschiedene Grundkomponenten umfassen. Dazu zählen die Identifikation der Automatisierungspotenziale, Bewertung und Simulation der Auswirkungen auf das Unternehmen sowie die Optimierung der Prozesse bereits vor ihrer Automatisierung. Die verbesserten Prozesse sollten zudem durch Verzahnung menschlicher mit Roboter-Tätigkeiten etabliert werden. Weitere Schritte sind die Überwachung der End-to-End-Performance, frühzeitige Fehlerbehebung, kontinuierliche Verwaltung der Prozessarchitektur sowie das Vorantreiben einer permanenten Verbesserung.

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