Steigende Nachfrage erwartet

RPA-Markt soll bis 2020 kräftig zulegen

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Andreas Lüth, Partner bei ISG und Head of Robotic Process and Cognitive Automation DACH
Andreas Lüth, Partner bei ISG und Head of Robotic Process and Cognitive Automation DACH (Bild: ISG)

Im Rahmen einer Studie hat die Information Services Group (ISG) den Markt für robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) untersucht. In der DACH-Region wird demnach bis 2020 eine kräftig steigende Nachfrage erwartet.

Für die Studie wurden 248 repräsentativ ausgewählte Unternehmen zur aktuellen und zukünftigen Nutzung von RPA-Technologien in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) befragt. Das zentrale Ergebnis der Erhebung zeigt, dass sich die gegenwärtig noch eher verhaltene Nachfrage bis 2020 massiv erhöhen wird. So zählt ein Drittel der Befragten schon jetzt zu den Pionieren dieser Technik und hat bereits mindestens zehn Geschäftsprozesse auf RPA umgestellt. Weitere 52 Prozent beschäftigen sich bereits mit der Planung erster Vorhaben.

„Nur noch sechs Prozent der Befragten gaben an, bis 2020 weiterhin kein eigenes RPA-Projekt zu starten. Demgegenüber stellen 60 Prozent der Unternehmen in Aussicht, im Jahr 2020 mindestens zehn RPA-Prozesse aufgesetzt zu haben. Über die Hälfte der zuletzt genannten äußerte den Willen, dann mehr als 25 Geschäftsprozesse an Software-Roboter zu übergeben“, erklärt Andreas Lüth, Partner bei ISG und Head of Robotic Process and Cognitive Automation DACH. Diese Werte sind im europaweiten Vergleich relativ hoch, wie eine zweite ISG-Erhebung zeigt: In der DACH-Region liegt das Interesse an der RPA-Technik etwa um ein Drittel über den Werten aus dem restlichen Europa.

Weitere Ergebnisse

Laut der Studie stiegen die RPA-Budgets im laufenden Geschäftsjahr gegenüber 2017 in 54 Prozent der Fälle um mindestens 10 Prozent. Bei jedem zwölften Unternehmen lag das Plus sogar bei über 20 Prozent. In der DACH-Region gehen 31 Prozent der RPA-Projekte auf Direktinvestitionen der IT-Abteilungen zurück, weitere 16 Prozent werden vom Shared-Services-Bereich lanciert. In den meisten Unternehmen zeichnet der CIO (80 Prozent) für die entsprechenden Entscheidungen verantwortlich, direkt gefolgt vom CFO (73 Prozent). Bei einem Drittel der Befragten übernimmt zudem ein Head of Automation Entscheidungskompetenz.

Als Hindernisse für die RPA-Einführung gelten vor allem Sicherheitsbedenken (43 Prozent) sowie Schwierigkeiten bei Governance, Risk & Compliance (GRC, 35 Prozent). Weitere Hemmnisse sind organisationspolitische Widerstände (33 Prozent), fehlende Rückendeckung durch die Führungsebene (30 Prozent) und unzureichende Unterstützung durch die IT (30 Prozent). Die häufigsten Anwendungsfelder für RPSA sind Einkauf, Logistik und Supply Chain (44 Prozent) sowie Kundenbetreuung und Auftragsbearbeitung (43 Prozent). Branchenspezifische Prozesse liegen mit rund sieben Prozent ganz am Ende der Antwortskala.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45371760 / Künstliche Intelligenz)